16.12.2010 • News

BDWS: Umsätze der Sicherheitsdienste steigen

Die Umsätze für Private Sicherheitsdienste sind im dritten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent gestiegen. Darauf wies der Hauptgeschäftsführer des Bundes...

Die Umsätze für Private Sicherheitsdienste sind im dritten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent gestiegen. Darauf wies der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e.V. (BDWS), Dr. Harald Olschok hin. „Dies hat die Konjunkturerhebung für den Dienstleistungssektor durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ergeben", so Olschok.

Damit würden auch die Sicherheitsdienste vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. „Mit dem Wachstum von 3,7 Prozent für die ersten neun Monate im Jahr 2010 konnte das Umsatzminus des Jahres 2009 noch immer nicht ausgeglichen werden", so Olschok weiter. Für 2009 geht das Statistische Bundesamt von einem Umsatzrückgang bei den Wach- und Sicherheitsdiensten in Höhe von 3,8 Prozent aus.

Pressemeldungen, wonach die privaten Sicherheitsdienste von der Terrorgefahr profitieren würden, bezeichnete Olschok als „vordergründige Klischees", die nichts mit der Realität zu tun hätten. Keiner käme auf die Idee, die deutlich höheren Umsatzzuwächse für die Reinigungsdienste von 6,9 Prozent und von 32,0 Prozent für die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften im dritten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr mit der Terrorgefahr in Verbindung zu bringen.

Unternehmensnahe Dienstleister wie Zeitarbeit, Reinigung und Sicherheit seien vor allem von der wirtschaftlichen Entwicklung bei ihren Kunden in Industrie, Banken, Handel und anderen Dienstleistungsunternehmen abhängig. Zu deutlich geringeren Schwankungen als beim Umsatz komme es bei der Beschäftigtenentwicklung. „Im Jahr 2009 ist es bei den Wach- und Sicherheitsdiensten nur zu einem leichten Rückgang bei den Beschäftigten von 0,4 Prozent gekommen." In den ersten neun Monaten gebe es bei den Sicherheitsdiensten einen geringen Beschäftigungszuwachs von 1,2 Prozent.

Der Umsatz im Wach- und Sicherheitsgewerbe wird im Jahr 2010 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ca. 4,50 Milliarden Euro betragen. In fast 4.000 Sicherheitsunternehmen sind 170.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Der BDWS vertritt über 830 Mitgliedsunternehmen. Diese beschäftigen mit 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fast 60 Prozent aller Beschäftigten in der Branche. Der Marktanteil gemessen am Umsatz liegt bei ca. 80 Prozent, weil die Mitgliedsunternehmen vor allem hochwertige Sicherheitsdienstleistungen wie Flughafensicherheit, Schutz von Kernkraftwerken, militärischen Liegenschaften und Industrieanlagen anbieten.

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