BVSW-Wintertagung 2026 am Spitzingsee: Innere Sicherheit, digitale Souveränität und die Fähigkeit zur Verteidigung
Die BVSW‑Wintertagung 2026 am Spitzingsee bringt Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Behörden, Wissenschaft und Verteidigung zusammen, um die sicherheitsrelevanten Herausforderungen der kommenden Jahre zu analysieren. Auf dem Programm stehen Themen wie Innere Sicherheit, digitale Souveränität, geopolitische Entwicklungen, Wehrhaftigkeit, technologischer Wettbewerb und Governance im Mittelpunkt. Die Veranstaltung bietet damit einen systematischen Überblick über die Faktoren, die die Sicherheitslage Deutschlands prägen und die strategischen Anforderungen an Unternehmen, Staat und Gesellschaft bestimmen.

Der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) lädt vom 11. bis 13. März 2026 zur Wintertagung an den Spitzingsee. Das traditionsreiche Branchentreffen gilt als „Sicherheitsgipfel der deutschen Wirtschaft“ und bringt Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Behörden und Forschung zusammen. Schon der Rahmen signalisiert Aktualität und Dichte: Drei Tage, mehrere Themenstränge und ein Fokus auf die Schnittstellen zwischen innerer, digitaler und geopolitischer Sicherheit.
Auftakt mit Innerer Sicherheit
Zum Auftakt stehen – nach einer Begrüßung durch den BVSW-Vorstandsvorsitzenden Markus Klaedtke –Vorträge zur Inneren Sicherheit auf der Agenda. Die Speaker beleuchten aktuelle Anforderungen an Sicherheitsabteilungen, die operative Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Polizei sowie die Konsequenzen einer angespannten Bedrohungslage. Vortragen werden der Bayerische Landespolizeipräsident Michael Schwald sowie ein Vertreter des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz. Die Moderation übernimmt BVSW‑Geschäftsführerin Caroline Eder. Ziel ist eine nüchterne Lageeinordnung aus der Praxis – von Extremismus über Spionageabwehr bis zu hybriden Angriffsmustern.
Geopolitischer Überblick und digitale Souveränität
Den zweiten Tag eröffnet ein geopolitischer Überblick von Prof. em. Dr. Günther Schmid. Im Fokus stehen Machtverschiebungen, Technologiepolitik und ihre Rückwirkungen auf Europas Sicherheitsordnung. Im Anschluss berichtet Carsten Baeck, Geschäftsführender Gesellschafter DRB Deutsche Risikoberatung, über den kürzlichen Blackout in Berlin – und die Lehren daraus. Es folgt ein Vortrag von Prof. Timo Kob über digitale Souveränität – und wie sich Deutschland auf den Weg zur Cybernation machen kann.
Verteidigungsfähigkeit und „Tatenwende“
Nach einer Mittagspause richtet sich der Blick auf die sicherheitspolitische Realität in Deutschland. In einer Diskussionsrunde wird geklärt, was es braucht, um von der Zeitenwende zur Tatenwende zu gelangen – unter anderem mit Dr. Konstantinos Tsetsos von der Uni BW Neubiberg und mit Munich Cyber Security Conference Co-Founder Oliver Rolofs.
Ganzheitliche Strategien für eine resiliente Logistik beleuchtet schließlich Thorsten Neumann, President & CEO von TAPA EMEA, gleichzeitig Präsident der VSW Nord.
Wirtschaftsethik, Governance und Technologietransfer
Am Folgetag vertieft das Programm Governance‑ und Ordnungspolitik‑Aspekte: Politikwissenschaftlerin Christina Moritz argumentiert für die Einrichtung eines nationalen Sicherheitsrats, um strategische Koordination und „Widerstandsfähigkeit der Bundesrepublik“ zu stärken. Prof. Dr. Nils Goldschmidt (Universität Tübingen, Weltethos‑Institut) setzt mit „Verantwortung und Wettbewerb“ einen wirtschaftsethischen Akzent. Im Anschluss diskutiert PD Dr. habil. M. Britta Stumbaum (The SPEAR Institute) staatlich getriebenen Technologietransfer und die damit verbundenen Sicherheitsimplikationen. Die Sektion rückt die Wechselwirkung zwischen Innovation, Regulierung, Exportkontrolle und Schutz sensibler Schlüsseltechnologien ins Zentrum.
Bilanz und Ausblick
Den inhaltlichen Abschluss liefert ein Resümee aus Perspektive der internationalen Münchner Sicherheitskonferenz – mit einem erläuternden Blick hinter die Kulissen von Dr. Benedikt Franke (CEO Munich Security Conference).
Die Quintessenz: Sicherheit ist eine Verbundaufgabe, die nur in abgestimmten Rollen von Staat, Wirtschaft und Wissenschaft tragfähig bleibt. Die BVSW‑Wintertagung verdichtet dafür Debattenraum, Netzwerk und Praxisbezug – vom abendlichen Austausch bis zu thematischen Vertiefungen.
Rahmen und Organisation
Austragungsort ist das Arabella Alpenhotel am Spitzingsee. Der BVSW weist auf begrenzte Zimmerkontingente hin; Anmeldung und Tagungspauschale sind auf der Veranstaltungsseite hinterlegt. Für Mitglieder sowie Frühbucher gelten ausgewiesene Nachlässe; in der Pauschale sind Mahlzeiten und Pausengetränke enthalten.
Relevanz für Unternehmenssicherheit
Für Sicherheits‑ und Risikoverantwortliche liefert die Wintertagung 2026 aktuelle Lagebilder, Impulse für die strategische Planung und konkrete Anknüpfungspunkte: Governance‑Modelle für digitale Souveränität, Schnittstellen zwischen Corporate Security und Sicherheitsbehörden, resiliente Strukturen in Lieferketten sowie der Schutz von Technologie‑ und Wissenspositionen. Damit verbindet das Programm kurzfristige Handlungsbedarfe – z. B. Härtung von Zugriffen, Krisenkommunikation, Business Continuity – mit mittel‑ bis langfristigen Weichenstellungen auf Ebene von Organisation, Partnerschaften und politischem Rahmen.
GIT SICHERHEIT Tipp: die Teilnahme lohnt.
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