05.05.2026 • News

Messe-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt zur Euro Defence Expo

Die veränderte sicherheitspolitische Lage wirkt zunehmend auf die industrielle Entwicklung in Deutschland. Der Krieg in der Ukraine, Konflikte im Nahen Osten und der wachsende Fokus auf Zivilschutz verändern Märkte, Geschäftsmodelle und Investitionsentscheidungen spürbar. Genau hier setzt die Euro Defence Expo an.

Messe-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt.
Messe-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt.
© Messe Essen

Die neue internationale Fachmesse der Verteidigungsindustrie feiert vom 22. bis 25. September in der Messe Essen ihre Premiere. Rund 250 Aussteller werden erwartet. Für Messe-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt ist klar: Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung sind erheblich. „Deutschland diskutiert Verteidigung noch immer vor allem politisch – tatsächlich erleben wir aber gerade eine tiefgreifende industrielle Verschiebung“, so Oliver P. Kuhrt. „Wer heute über die Zukunft von Industrie spricht, kommt an diesem Thema nicht mehr vorbei. Dahinter steckt enorme Dynamik für Innovation, Investitionen und Beschäftigung.“

Die Zahlen unterstreichen diese Entwicklung: Die deutsche Rüstungsbranche beschäftigt weit über 100.000 Menschen. Gleichzeitig stiegen die Militärausgaben in der Bundesrepublik im Jahr 2025 auf über 97 Milliarden Euro – ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Oliver P. Kuhrt: „Die Nachfrage nach Sicherheits- und Verteidigungstechnologien wächst so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Davon profitieren längst nicht nur klassische Rüstungsunternehmen – auch Mittelstand und Technologieanbieter erschließen neue Märkte.“

Dual-Use-Technologien gewinnen an Bedeutung

Parallel vollzieht sich ein struktureller Wandel: Immer mehr Unternehmen aus traditionellen Industrien steigen in sicherheitsrelevante Geschäftsfelder ein. „Automobilzulieferer, Maschinenbauer oder Technologieunternehmen entwickeln Lösungen für Drohnenabwehr, Aufklärung oder den Schutz kritischer Infrastrukturen“, erläutert Oliver P. Kuhrt. „Genau der Bereich der Dual-Use-Technologien wächst derzeit besonders dynamisch.“

Diese Entwicklung wird auf der Euro Defence Expo sichtbar. Unternehmen wie Airsense Analytics, Analyticon Instruments oder ARX Robotics stehen exemplarisch für Technologien, die sowohl im zivilen Katastrophenschutz als auch im militärischen Einsatz genutzt werden können.

Etablierte Industrieunternehmen wie Binder, Bernd Siegmund oder Alexander Binzel Schweisstechnik bringen ihre Kompetenzen ebenfalls verstärkt in sicherheitsrelevante Anwendungen ein. Gleichzeitig nutzen führende Akteure die Messe als Plattform: KNDS Deutschland Tracks, ein zentraler europäischer Anbieter für militärische Landsysteme, ist genauso vertreten wie Heckler & Koch als einer der bekanntesten Hersteller im Sektor Infanteriebewaffnung.

Militärische und zivile Sicherheit erstmals gemeinsam

„Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet heute nicht mehr, ob sie sich mit Sicherheit befassen, sondern wie strategisch sie es tun. Die Euro Defence Expo macht diesen Transformationsprozess sichtbar und bringt die entscheidenden Akteure zusammen“, so Oliver P. Kuhrt.

Vertreter aus Industrie, Militär, Politik, Sicherheitsbehörden und Forschung werden vom 22. bis 25. September in der Messe Essen erwartet. Ein besonderes Highlight: Zeitgleich zur Euro Defence Expo wird die Security Essen veranstaltet – eine der führenden Fachmessen für zivile Sicherheit. „Damit vereint die Messe Essen erstmals militärische und zivile Sicherheitslösungen an einem Ort und wird zum zentralen Treffpunkt für die sicherheitsrelevante Industrie“, so Messe-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt.

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