TÜV: Resilienz ist Verteidigung und gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik
Sicherheit im 21. Jahrhundert bedeutet mehr als militärische Stärke. Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft – gerade in Krisen. Resilienz heißt: handlungsfähig bleiben und dafür braucht es klare Regeln, regelmäßige Prüfungen und eine stärkere europäische Koordinierung.
Von 13. bis 15. Februar hat sich die internationale Sicherheitspolitik in München zur 62. Münchner Sicherheitskonferenz getroffen. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, kommentiert:
„Die Münchner Sicherheitskonferenz zeigt, dass Sicherheitspolitik heute breiter gedacht werden muss. Sicherheit im 21. Jahrhundert heißt, militärische Stärke und gesellschaftliche Resilienz gemeinsam zu denken. Zur Sicherheit eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft, gerade in Krisen. Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Energie- und Wasserversorgung, Verkehr und digitale Netze müssen auch bei Stromausfällen, Cyberangriffen oder anderen Störungen funktional und stabil bleiben. Resilienz bedeutet: In kritischen Situationen handlungsfähig bleiben und grundlegende Versorgung aufrechterhalten.
Deutschland verfügt über wichtige Vorkehrungen, wie etwa Notstromsysteme und technische Sicherheitsanforderungen. Angesichts neuer Bedrohungen braucht es jedoch klarere und verbindlichere rechtliche Vorgaben, regelmäßige Prüf- und Nachweispflichten sowie konsequente Nachkontrollen. Gleichzeitig ist eine stärkere europäische Koordinierung nötig, damit Sicherheitsstandards zusammenpassen und Krisenmaßnahmen grenzüberschreitend greifen.“









