ASWN: Preise für angehende Sicherheitsmanager verliehen

Bereits zum dritten Mal wurde der „Preis der Hamburger Sicherheitswirtschaft“ verliehen, dieses Mal an die beiden Absolventen des Studiengangs Sicherheitsmanagement (B. A.), Fabienne Kristin Haas und Thomas Will.

Preisstifter sind Unternehmen und Verbände aus dem Fachbeirat Sicherheitsmanagement. Beide Preisträger hatten eine identische Abschlussnote von 1,5. Mit dem Preis würdigt die Sicherheitswirtschaft in der Metropolregion Hamburg Absolventen für ihre exzellenten Studienleistungen sowie wissenschaftliche Abschlussarbeit.

In seiner Laudatio betonte das Beiratsmitglied Klaus Kapinos humorvoll, dass auf den Preisträger Will die Inkarnation des Slogans „Sicherheit ist seine Daueraufgabe!“ voll zutreffe. Nach seiner Schulausbildung widmete sich Thomas Will zunächst der äußeren Sicherheit, nämlich als Fallschirmspringer bei der Bundeswehr. Danach machte er eine Ausbildung in einem Unternehmen der Sicherheitsdienstleistung. 2017 begann er dann das Studium Sicherheitsmanagement (B. A.) an der NBS, das er unter Corona-Bedingungen 2021 abgeschlossen hat. Aktuell ist Thomas Will Sicherheitsmitarbeiter eines großen deutschen Kreditinstituts. In seiner Bachelorarbeit mit dem Titel „Dezentrale Schutzräumlichkeiten im Bevölkerungsschutz“ beschreibt Thomas Will, inwiefern die Bereitstellung von dezentralen Schutzräumlichkeiten im Bevölkerungsschutz durch Public Private Partnership realisiert werden kann und stellt die Vor- und Nachteile für Unternehmen als auch öffentliche Akteure gegenüber.

Mit dieser prämierten Arbeit sei ein Sicherheitsthema wieder in das Bewusstsein der Gesellschaft gebracht worden, das nach Ende des Kalten Krieges und dem Niedergang des Ostblocks in Vergessenheit geraten sei. Damit seien nicht öffentliche Bunkerbauten gemeint, sondern Safe-Rooms in Gebäuden für den Bevölkerungsschutz bei Gefährdungslagen Terror, Amok oder Naturkatastrophen, so Klaus Kapinos.

In der Laudatio von Beiratsmitglied Carsten Klauer wurde die Arbeit von Fabienne Kristin Haas mit dem Titel „Extremismus als Herausforderung für Politik und Gesellschaft“ gewürdigt. Die Arbeit fand sogar Beachtung im Stuttgarter Innenministerium. Fabienne Kristin Haas hat nach der Schulausbildung ihren freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr geleistet und war danach als Reservistin, auch während des Studiums, aktiv tätig. 2021 beendete sie das Studium Sicherheitsmanagement (B. A.). Ihre Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema Extremismus in der Gesellschaft. Dieser Bereich hat in der jüngsten Vergangenheit und in der aktuellen Gegenwart einen immer höheren Stellenwert in der öffentlichen Diskussion erhalten, nicht allein durch die unterschiedlichen, politisch und religiös motivierten Anschläge, sondern auch durch die Haltung der neuen Innenministerin Nancy Faeser, die den „Rechtsextremismus“ als größte Bedrohung für die Demokratie ansehe.

Ausgehend von der Frage, warum Menschen in demokratischen Ländern wie z. B. Deutschland, sich zu Extremisten entwickeln, wurden verschiedene soziologische und kriminologische Perspektiven beleuchtet und analysiert. Hier brachten insbesondere die Theorie der kulturellen Evolution und der Übereinstimmung von Wissen und Wirklichkeit neue Ansätze, die durch die Erkenntnisse aus den sozialpsychologischen Konzepten der Schweigespirale komplettiert wurden. Fabienne Kristin Haas habe sich aktuell dem Thema Kriminalistik gewidmet und wolle deshalb ein Studium beim Bundeskriminalamt beginnen.

Der „Preis der Hamburger Sicherheitswirtschaft“ wird gestiftet von den sechs Unternehmen Airbus Group, Bosch Building Technologies, Lübecker Wachunternehmen Dr. Kurt Kleinfeldt GmbH, Power Personen-Objekt-Werkschutz GmbH, Securitas Holding GmbH, WAKO Nord GmbH sowie den beiden Verbänden Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland (ASW Nord) und Verband für Sicherheitstechnik. Die Förderunternehmen und -verbände gratulieren für diesen Erfolg und wünschen für die Karriere Erfolg und Gelingen.

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