12.03.2026 • News

BDSW: Sicherheitswirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs

Die private Sicherheitswirtschaft in Deutschland festigt ihre Rolle als stabiler Wachstumsfaktor. Wie aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, steigen Umsätze und Beschäftigtenzahlen auf historische Höchststände. „Trotz des Wachstums geht die Zahl der offenen Stellen im Vergleich zu den Vorjahren leicht zurück – ein Indiz für erfolgreiche Mitarbeiterbindung und technologischen Fortschritt“, so Cornelia Okpara, Hauptgeschäftsführerin des BDSW.

BDSW: Sicherheitswirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs
© BDSW

Die Branche (Wirtschaftsklasse 80) blickt auf ein Jahrzehnt des kontinuierlichen Wachstums zurück. Lag der Umsatz im Jahr 2015 noch bei 6,96 Mrd. Euro, so kletterte er bis 2024 auf 14,02 Mrd. Euro. Für das vergangene Jahr 2025 prognostiziert der BDSW einen weiteren Anstieg auf 14,75 Mrd. Euro. Damit hat sich das Marktvolumen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Die positive wirtschaftliche Lage spiegelt sich in den Beschäftigtenzahlen wider: Zum 30.06.2025 waren 290.871 Personen in der Sicherheitswirtschaft tätig – so viele wie nie zuvor. Davon entfallen allein 276.987 Beschäftigte auf die privaten Wach- und Sicherheitsdienste.

 Trotz dieser Expansion zeigt der Arbeitsmarkt eine neue Dynamik: Die Zahl der offenen Stellen im Februar 2026 ist mit insgesamt 5.478 Vakanzen im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig. „Dass die Zahl der offenen Stellen trotz steigender Auftragszahlen leicht sinkt, ist ein wichtiges Signal“, so Cornelia Okpara. „Es zeigt, dass unsere Investitionen in die Arbeitgeberattraktivität greifen und wir Vakanzen schneller besetzen können. Zudem kompensiert die Branche den Personalbedarf zunehmend durch die intelligente Verknüpfung von Mensch und Technik, insbesondere im Bereich der Überwachungs- und Alarmsysteme.“

Während die Zahl der klassischen Detekteien seit 2014 fast halbiert wurde (von 1.211 auf 666 Unternehmen), wächst der Bereich der privaten Sicherheitsdienste stetig auf nun 4.517 Unternehmen an. Der Personalbedarf bleibt jedoch regional sehr unterschiedlich. Die meisten unbesetzten Stellen verzeichnen Nordrhein-Westfalen mit 1.137 Stellen, Bayern mit 952 Stellen, Niedersachsen mit 489 Stellen sowie Berlin mit 474 Stellen.

Der BDSW sieht in der aktuellen Entwicklung eine Bestätigung für den Weg der Professionalisierung. Die leichte Entspannung am Arbeitsmarkt darf jedoch nicht über den weiterhin hohen Bedarf an spezialisierten Fachkräften hinwegtäuschen. Ziel bleibt es, das hohe Sicherheitsniveau in Deutschland durch eine Kombination aus hochqualifiziertem Personal und innovativer Sicherheitstechnik weiter auszubauen.

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