BSI besucht ATHENE: Cyberakteure in Deutschland vernetzen

Austausch über Themen der Cybersicherheit: BSI-Präsidentin Claudia Plattner besucht Nationales Forschungszentrum für Cybersicherheit ATHENE und Fraunhofer SIT.

Prof. Michael Waidner (CEO von ATHENE), Claudia Plattner (Präsidentin des...
Prof. Michael Waidner (CEO von ATHENE), Claudia Plattner (Präsidentin des BSI), Prof. Haya Shulman (Mitglied im Direktorium von ATHENE ), v.l.n.r. (Foto: BSI)

Cybersicherheit bedarf eines gemeinsamen Handelns von Staat, Wirtschaft und Wissenschaft. Um sich über aktuelle Themen der Cybersicherheit auszutauschen, besuchte die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE und das Fraunhofer SIT in Darmstadt.

Die Cybersicherheitsagenda der Bundesregierung sieht die Stärkung der deutschen Cybersicherheitsforschung und entsprechende Investitionen in innovative Forschungsvorhaben vor: So zum Beispiel die bei ATHENE entwickelte Cyber Range – eine hyperrealistische Angriffssimulations-Plattform, mit der Mitarbeitende in Unternehmen und Behörden in der Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen trainiert werden – und ein KI-gestütztes Tool, das bei der Erkennung von Desinformationen hilft.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: „Forschungseinrichtungen wie ATHENE machen sehr deutlich, welches Potential wir in unserem Land auf dem Gebiet der Cybersicherheitsforschung haben. Dieses Potential müssen wir bündeln und zur Steigerung der Cybersicherheit in Deutschland und Europa nutzen. Voraussetzung dafür ist ein Dreiklang aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel, ein Cyber-Ökosystem in Deutschland zu etablieren und sichtbar zu machen: Wir müssen sichere IT-Produkte, die aus Deutschland kommen, in Deutschland einsetzen, um die Digitalisierung in Deutschland nicht nur sicher, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten. Wir als BSI möchten daher gezielt die Vernetzung aller Akteure fördern und ihre Zusammenarbeit koordinieren.“

Professor Michael Waidner, CEO von ATHENE: „In der Cybersicherheitsforschung gehört Deutschland schon heute zu den weltweit führenden Nationen. Die spannende Frage ist: Was müssen wir tun, damit aus unserer exzellenten angewandten Forschung auch erfolgreiche Angebote und am Ende ein effektiver Sicherheitsgewinn für die Menschen, für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft entstehen? Diese Frage ist besonders wichtig für ATHENE als dem führenden anwendungsorientierten Spitzenforschungszentrum für Cybersicherheit in Deutschland. Unser Ziel ist, gemeinsam mit dem BSI und den anderen Akteuren im Cyber-Ökosystem Antworten auf diese Frage zu finden und in der Praxis umzusetzen.“

Professorin Haya Shulman, Mitglied im Direktorium von ATHENE, Leiterin des Forschungsbereichs „Analytics-Based Cybersecurity" von ATHENE und eine der Speakerinnen bei der LfV/VSW-Sicherheitstagung: „Aus unserer Forschung zur Sicherheit von Infrastrukturen haben wir einen guten Überblick, wie angreifbar die deutschen Unternehmen und Behörden tatsächlich sind, welche Angriffe aktuell tatsächlich stattfinden – aber auch, wie sich diese Sicherheit effektiv und praktisch verbessern lässt. Wir brauchen mehr Forschung und Entwicklung in diesem Bereich, und mehr Innovationen, die in der Praxis auch tatsächlich helfen. Dafür steht die Forschung bei ATHENE.“

Business Partner

Fraunhofer SIT Institut für Sichere Informationstechnologie

Rheinstraße 75
64295 Darmstadt
Deutschland

Kontakt zum Business Partner







Meist gelesen

Photo
30.01.2024 • News

Neuer Tarifvertrag für Sicherheitsgewerbe in Sachsen

Die Tarifvertragsparteien BDSW und GÖD haben sich auf einen neuen Tarifvertrag, mit einer zweijährigen Laufzeit und zwei Erhöhungsschritten, für die rund 14.000 Beschäftigten der sächsischen Sicherheitsunternehmen verständigt.

Photo
23.02.2024 • News

Tarifverhandlungen Luftsicherheit 2024: Verbessertes Angebot in 5. Verhandlungsrunde

In der 5. Verhandlungsrunde am 22. Februar 2024 hat der Arbeitgeberverband BDLS sein Angebot für eine Tarifeinigung für die rund 25.000 Beschäftigten in der Luft- und Flughafensicherheit erneut verbessert. Die Gewerkschaften lehnen die schrittweise Anhebung der Stundenlöhne um 2,70 EUR innerhalb von 13 Monaten als unzureichend ab.