04.04.2011 • News

Fachkräftemangel der Sicherheitsunternehmen

Das Thema Fachkräftemangel stand im Mittelpunkt eines Gesprächskreises der Arbeitsgruppenmitglieder Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Vertretern des Bundesverb...

Das Thema Fachkräftemangel stand im Mittelpunkt eines Gesprächskreises der Arbeitsgruppenmitglieder Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Vertretern des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi).

Neben dem Arbeitsgruppenvorsitzenden Karl Schiewerling nahmen die Abgeordneten Heike Brehmer, Frank Heinrich, Ulrich Lange und Dr. Carsten Linnemann teil. Die Gesprächsleitung auf Seiten des BDWi hatte Präsident Werner Küsters. Beide Seiten waren sich einig, dass die Eindämmung des Fachkräftemangels von zentraler Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS), Dr. Harald Olschok, machte deutlich, dass mit der Absicherung einer Lohnuntergrenze durch den Branchenmindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen unter dem Dach des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes ein wesentlicher Schritt für mehr Attraktivität vollzogen worden sei. Schiewerling wies darauf hin, dass die Bundesregierung die notwendigen letzten Regelungen zum Mindestlohn für die Branche nun schnell vollziehen und die entsprechende Rechtsverordnung erlassen werde.

Eine wichtige Maßnahme zur künftigen Vermeidung eines Fachkräftemangels für die Sicherheitsunternehmen sei die Einführung von zwei Ausbildungsberufen im Rahmen der Dualen Ausbildung, darauf wies Olschok hin. Im Jahre 2002 sei der dreijährige Ausbildungsberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit" eingeführt worden. Jedes Jahr beginnen ca. 1.000 junge Menschen die Ausbildung im Sicherheitsgewerbe.

Um auch jungen Menschen mit geringerer Vorbildung eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen, sei auf Antrag des BDWS 2008 ein zweijähriger Ausbildungsberuf eingeführt worden. Die Ausbildung zur „Servicekraft für Schutz und Sicherheit" hätten seitdem 800 Auszubildende begonnen.

Der BDWS-Hauptgeschäftsführer kritisierte die von vielen Industrie- und Handelskammern angebotenen Zertifikatslehrgänge für die Sicherheitswirtschaft. Diese trügen zu einer Verwirrung der Kunden bei und konterkarierten teilweise die Ausbildungsanstrengungen der Sicherheitswirtschaft.

 

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