Fraunhofer IESE: Neues Patent für bessere Kommunikation bei sicherheitskritischen Anwendungen
Die hochtechnisierte Lebensumwelt, in der wir uns aktuell bewegen, ist mehr und mehr auf das Zusammenspiel verschiedener wissenschaftlicher Anwendungsfelder angewiesen. Solch kompl...
Die hochtechnisierte Lebensumwelt, in der wir uns aktuell bewegen, ist mehr und mehr auf das Zusammenspiel verschiedener wissenschaftlicher Anwendungsfelder angewiesen. Solch komplexe Kooperationen erfordern optimale Kommunikationswege, um die Funktionalität und Sicherheit dieser Systeme gewährleisten zu können. Ein neues, vom Fraunhofer IESE patentiertes Verfahren trägt zur Verbesserung dieser technischen Kommunikation bei.
Optimale Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen spielt insbesondere in modernen Kraftfahrzeugen eine wichtige Rolle. Steuergeräte kommunizieren heutzutage über echtzeitfähige Fahrzeugbusse miteinander; hierbei ist genau festgelegt, wann welches Steuergerät Daten über den gemeinsam genutzten Bus überträgt. Bisher ist hier eine feste Zuordnung zwischen übertragenen Daten, wie zum Beispiel der Fahrzeuggeschwindigkeit, und dem zur Kommunikation genutzten Bus üblich. Dies macht das System anfällig für Störungen und Ausfälle von Kommunikationsbussen.
Das von der TU Kaiserslautern und vom Fraunhofer IESE gemeinsam patentierte Verfahren ermöglicht ein sicheres Umschalten dieser Zuordnung in Ausnahmesituationen. Fällt ein Kommunikationsbus aus, kann ein anderer innerhalb fester Zeitschranken von seinem normalen Betriebsmodus in einen Notfallmodus umgeschaltet werden, und wichtige Kommunikationsverbindungen können so aufrechterhalten werden. Dies ist insbesondere im Hinblick auf Steer-By-Wire und Brake-By-Wire relevant, da es bei diesen Technologien keine hydraulische Verbindung zwischen dem Fahrer und den Bremsen bzw.
Lenkachsen mehr gibt und ein Kommunikationsausfall katastrophal wäre.
Diese Erfindung zeigt die effiziente Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Fraunhofer, wie sie im im Kontext des Kaiserslauterer Innovationszentrums für Applied System Modeling gefördert wird. Diese Zusammenarbeit ermöglicht einen effizienten, interdisziplinären Wissensaustausch, der dazu beiträgt, dass Forschungsergebnisse schnell Marktreife erreichen und für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden können, wie die erfolgreiche Patentierung dieser Anwendung zeigt.















