Frequentis: Starkes Wachstum bei Umsatz, Ergebnis und Jobs
Frequentis verzeichnete 2025 das fünfte Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum. Der Umsatz stieg um 20,8 % auf EUR 580,1 Mio., das Ebit erhöhte sich um fast die Hälfte auf EUR 46,8 Mio. bei einer Ebit-Marge von 8,1 %. Die eingegangenen Aufträge stiegen um 16,5 % oder fast EUR 100 Mio. auf EUR 680,2 Mio.

Und die Nachfrage bleibt unverändert hoch: Der Auftragsstand konnte gegenüber dem Wert des Vorjahrs noch einmal um über ein Drittel auf fast EUR 800 Mio. (EUR 794,9 Mio.) gesteigert werden. Mit Blick auf diese starke Auslastung wurde der Personalstand weltweit um mehr als 200 Mitarbeiter erhöht.
„Unser Wachstum und die Profitabilität zeigen, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig trägt – gerade in herausfordernden Zeiten. Sie sind Ausdruck unserer Innovationskraft und unseres klaren Fokus auf die Betreiber sicherheitskritischer Kontrollzentralen“, sagt Frequentis‑CEO Norbert Haslacher. „Vor allem aber sind sie das Ergebnis des außergewöhnlichen Engagements unserer rund 2.600 Mitarbeiter weltweit.“
For a safer world: Vernetzte Sicherheit & intelligente Systeme
In einer zunehmend instabilen Welt gewinnen Systeme an Bedeutung, die auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Frequentis sei dabei weltweit führend, übernehme in der Ausgestaltung der globalen Sicherheitsinfrastrukturen eine zentrale Rolle und arbeite an den Rahmenbedingungen und Lösungen von morgen mit, so das Unternehmen. „Wir sind keine Passagiere, unser Platz ist im Cockpit. Unser Kurs: offene Standards und echte Interoperabilität – damit Einsatzorganisationen über Systeme und Grenzen hinweg zusammenarbeiten können“, bringt es Frequentis-CEO Norbert Haslacher auf den Punkt. Aktuell gibt es drei große Wachstumsthemen mit Potenzial:
Mission-Critical Services (MCX) markieren einen Quantensprung für die sicherheitskritische Kommunikation von Einsatzorganisationen wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Technologien wie TETRA oder GSM-R werden den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. MCX nutzt 5G-basierte Netze und gewährleistet die Echtzeit-Übermittlung von Sprache, Daten und Video über Landes- und Organisationsgrenzen hinweg, mittels eines Standards. Frequentis ist bereits an großflächigen Implementierungen beteiligt, etwa beim MCX‑Rollout in Großbritannien für rund 300.000 Einsatzkräfte.
Der wachsende Drohnenverkehr verändert den Luftraum grundlegend und stellt neue Anforderungen an Sicherheit und Koordination. Allein das Drohnen-Ökosystem in Europa wird bis 2030 auf einen Wert von mehr als zehn Milliarden Euro geschätzt. Das Unternehmen liefert Lösungen für die sichere Überwachung und das Management von Drohnen durch die Kombination klassischer Radarsysteme mit intelligenten Sensor- und Erkennungstechnologien. Durch die Integration sicherheitskritischer Daten und die Vernetzung von Drohnen-Traffic-Management, Flugsicherung und Einsatzleitsystemen stärkt Frequentis seine Position im Management des unteren Luftraums und beim Schutz kritischer Infrastruktur.
Der Remote Digital Tower ermöglicht Flughäfen mithilfe von Kameras und Sensoren die Fernüberwachung des Flugverkehrsmanagements für zivile und militärische Nutzer. Die Flughafenbetreiber profitieren von der zentralen Steuerung mehrerer Flughäfen und der Entlastung bei Personalmangel von Fluglotsen in entlegenen Gebieten. In Deutschland, England und Brasilien ist diese Technologie bereits seit mehreren Jahren im Einsatz.
Vorschlag für abermals erhöhte Dividende, Eigenkapital gestiegen
Für das Jahr 2025 betrug das Konzernergebnis EUR 33,7 Mio., das Ergebnis je Aktie EUR 2,13. Frequentis schlägt dieses Jahr eine abermals erhöhte Dividende von 30 Cent vor (+11,1 %). Das Eigenkapital stieg auf EUR 196,8 Mio., die Eigenkapitalquote lag bei 38,6 %, das Nettoguthaben betrug EUR 104,7 Mio.














