29.05.2017 • News

Hochsicherheit und Emergency Response

Die zunehmend digitale Gesellschaft ist anfällig für Cyberattacken: Angriffs- und Abwehrtechnologien unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung. Am 23. Mai haben das Fraunhofer F...

Eröffnung Lernlabor Cybersicherheit: Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Prof. Dr....
Eröffnung Lernlabor Cybersicherheit: Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Prof. Dr. Hartmut Ihne, Dr. Doris Schnabel, Thomas Rachel, Prof. Dr. Peter Martini (v.l.n.r.). Foto: Fraunhofer FKIE/Hans-Jürgen Vollrath

Die zunehmend digitale Gesellschaft ist anfällig für Cyberattacken: Angriffs- und Abwehrtechnologien unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung. Am 23. Mai haben das Fraunhofer FKIE und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) das gemeinsame Lernlabor Cybersicherheit »Hochsicherheit und Emergency Response« auf dem Campus Sankt Augustin im Beisein des BMBF-Staatssekretärs Thomas Rachel und Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle bei Fraunhofer, eröffnet. Gemeinsam bieten sie dort IT-Fachkräften in öffentlichen Einrichtungen sowie Betreibern kritischer Infrastrukturen die Möglichkeit, sich umfassend fortzubilden.

Die Bedrohungen durch Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage nehmen rasant zu. Jedes Jahr entstehen der deutschen Wirtschaft 51 Milliarden Euro Schaden durch Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage. Laut einem aktuellen Bericht über Cyberbedrohungen für industrielle Automationssysteme waren zwei von fünf Computern im industriellen Umfeld im zweiten Halbjahr 2016 betroffen. Zunehmend treten auch Angriffe auf kritische Infrastrukturen in den Vordergrund.

»Im Lernlabor Cybersicherheit ›Hochsicherheit und Emergency Response‹ erhalten Fach- und Führungskräfte eine kompakte Qualifizierung zu den Themenfeldern Erkennung, Analyse und Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle. Dies geschieht in hochwertigen Laboren mit aktueller IT-Infrastruktur«, sagte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Fraunhofer-Initiative, die alle sechs Lernlabore umfasst, mit einem jährlichen Betrag von sechs Millionen Euro.

Die Seminare des Lernlabors Cybersicherheit richten sich sowohl an öffentliche Einrichtungen und Behörden als auch an Organisationen, die mit der Abwehr oder der Aufklärung von Computer-Straftaten befasst sind. Auch Betreiber von vernetzten IT-Infrastrukturen wie beispielsweise Gebäudeautomationssysteme profitieren von den praxisorientierten Programmen. »Mit dem Lernlabor Cybersicherheit ›Hochsicherheit und Emergency Response‹ leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Cyberkriminellen einen Schritt voraus zu sein«, betonte Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Mitglied im Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft.

 

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