12.03.2026 • News

75 Jahre Bundeskriminalamt

Das Bundeskriminalamt (BKA) feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 hat sich die Behörde zu einer zentralen Säule der deutschen Sicherheitsarchitektur entwickelt. Über sieben Jahrzehnte hinweg hat das BKA seine Aufgaben stetig an neue Herausforderungen in einem sich wandelnden Deutschland angepasst – von der Bekämpfung des politischen Extremismus und Organisierter Kriminalität bis hin zur Abwehr internationaler Terror- und Cyberbedrohungen.

Erster Standort Bundeskriminalamt in Hamburg.
Erster Standort Bundeskriminalamt in Hamburg.
© BKA

Mit dem offiziellen Festakt im Kurhaus Wiesbaden startet das BKA in sein Jubiläumsjahr unter dem Motto „Sicherheit, Verantwortung, Innovation. 75 Jahre BKA: Gemeinsam das Richtige machen“.

„75 Jahre Bundeskriminalamt stehen für Professionalität, Innovationskraft und enge Zusammenarbeit im nationalen wie internationalen Sicherheitsverbund. Unsere Arbeit hat sich mit den gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen verändert – unser Auftrag bleibt derselbe: die Demokratie und die Menschen in Deutschland zu schützen und so dazu beizutragen, dass Deutschland ein sicherer Ort bleibt. Die mehr als 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BKA aus über 70 unterschiedlichen Berufen arbeiten jeden Tag mit großem Engagement und hoher Professionalität daran, Kriminalität zu bekämpfen und Gefahren abzuwehren – im Inland und Ausland, analog und digital, strategisch und operativ“, sagt BKA-Präsident Holger Münch.

Von der Nachkriegszeit zur modernen Sicherheitsbehörde

Das Bundeskriminalamt wurde 1951 als Zentralstelle der deutschen Polizei gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern zu koordinieren. Von Anfang an hatte das BKA außerdem die Aufgabe, Repräsentanten des Staates zu schützen – zunächst mit wenigen Beamten in der „Sicherungsgruppe Bonn“, die sich im Laufe der Jahre zu einer eigenen Abteilung entwickelte. In den 1970er-Jahren übernahm das BKA eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Terrorismus der Rote-Armee-Fraktion (RAF). Das BKA bekam Ermittlungsaufgaben und entwickelte neue Fahndungsmethoden.

Technologische Innovation und internationale Zusammenarbeit

1972 wurde außerdem die erste Ausbaustufe des bundesweiten Fahndungs- und Informationssystems INPOL eingeführt. Das BKA setzte somit früh auf digitale Vernetzung, analytische Verfahren und ein integriertes Informationsmanagement.

Bis heute arbeitet das BKA daran, den polizeilichen Verbund stetig weiterzuentwickeln, denn auch die Zukunft von Polizeiarbeit ist datengetrieben. Auch die internationale Zusammenarbeit wurde in den vergangenen 75 Jahren kontinuierlich ausgebaut. In den 1980er-Jahren nahm beispielsweise der erste Verbindungbeamte des BKA in Thailand seinen Dienst auf – als Reaktion auf den wachsenden internationalen Rauschgifthandel. Als zentrale Stelle für die polizeiliche Kooperation Deutschlands arbeitet das BKA eng mit Partnerbehörden weltweit sowie mit europäischen und internationalen Polizeiorganisationen zusammen.

Neue Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Seit den 2000er-Jahren stehen insbesondere internationaler Terrorismus, Cyberkriminalität und digitale Ermittlungsarbeit im Fokus. Das BKA hat hierfür spezialisierte Einheiten aufgebaut, innovative Analysemethoden entwickelt und seine technischen Fähigkeiten kontinuierlich erweitert. Die zunehmende Digitalisierung von Gesellschaft und Kriminalität erfordert neue Ermittlungsansätze – von der Auswertung großer Datenmengen bis zur Bekämpfung komplexer internationaler Cyberangriffe. 

Aktuell rücken auch Phänomene wie Spionage und Sabotage zunehmend in den Fokus. Aber auch die Bekämpfung von Organisierter Kriminalität sowie der politisch motivierten Kriminalität mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen bleiben wichtige Aufgabe des BKA.

Polizeiliche Kriminalstatistik und Lagebilder

Das BKA nimmt seine Verantwortung auch durch die Erstellung von Statistiken und Lagebildern wahr – also der systematischen Analyse und Darstellung der Kriminalitätslage in Deutschland. Beispiele sind die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) oder Lagebilder zu verschiedenen Kriminalitätsphänomenen wie Rauschgiftkriminalität oder Cybercrime. 

Das BKA stellt mit diesen Produkten faktenbasierte Informationen zur Verfügung, zeigt Entwicklungen und Trends auf. Ergänzt werden sie durch Forschungsberichte und Studien zu verschiedenen Themen, wie etwa Dunkelfeldbefragungen.

Blick in die Zukunft

Zum 75-jährigen Jubiläum blickt das Bundeskriminalamt nicht nur auf eine bewegte Geschichte zurück, sondern richtet den Blick nach vorn. Der zunehmenden Digitalisierung von Kriminalitätsphänomenen setzt das BKA den verantwortungsvollen Einsatz moderner Technologien entgegen. Hierfür betreibt es eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, nutzt KI-basierte Anwendungen und bietet innovative, rechtssichere und nachhaltige Lösungen für gegenwärtige und künftige Herausforderungen.

Business Partner

Bundeskriminalamt


65173 Wiesbaden
Deutschland

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