Ausfall im CAN Netz: Wenn Kommunikation zum Sicherheitsproblem wird
Ob in der Industrie, der Energieversorgung oder in Verkehrsanlagen: Sicherheitsrelevante Systeme sind zunehmend vernetzt. Sensoren, Steuerungen und Überwachungseinrichtungen tauschen permanent Daten aus – häufig über etablierte Bussysteme wie CAN. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Verfügbarkeit, Diagnosefähigkeit und Schutz vor Störungen. Kommunikationsausfälle können sicherheitskritische Folgen nach sich ziehen und ganze Anlagen oder Prozesse beeinträchtigen – insbesondere in kritischen Infrastrukturen wie Notstrom oder Brandschutzsystemen.
Mit dem Ringkoppler DL‑CAN‑FD‑R‑FV bietet eks Engel eine Lösung, die gezielt auf diese Sicherheitsanforderungen ausgelegt ist. Das Gerät ermöglicht den Aufbau redundanter CAN‑ und CAN‑FD‑Netzwerke über Lichtwellenleiter und erhöht damit die Ausfallsicherheit der Datenübertragung deutlich.
Das Bussystem Controller Area Network (CAN) wurde ursprünglich für den Einsatz in Fahrzeugen entwickelt, ist heute jedoch in zahlreichen sicherheitsrelevanten Anwendungen fest etabliert. Mit der Weiterentwicklung CAN‑FD (Flexible Data Rate) lassen sich im Vergleich zum klassischen CAN‑Standard deutlich höhere Datenraten realisieren. Dies schafft die Grundlage für datenintensivere Sicherheits‑ und Überwachungskonzepte – vorausgesetzt, die zugrunde liegende Kommunikationsinfrastruktur bleibt auch unter Störbedingungen stabil.
Der DL‑CAN‑FD‑R‑FV koppelt CAN‑Segmente in einer Ringtopologie. Kommt es zu einem Faserbruch oder dem Ausfall einzelner Komponenten, wird der Datenverkehr automatisch über den verbleibenden Ringpfad geführt. Die Kommunikation bleibt erhalten, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist. Durch die Übertragung über Lichtwellenleiter profitieren Anwender zusätzlich von galvanischer Trennung sowie hoher Immunität gegenüber elektromagnetischen Störungen, Blitzereignissen und Potentialunterschieden.
Gerade aus sicherheitstechnischer Sicht ist diese Eigenschaft entscheidend: Nicht der Ausfall einer einzelnen Komponente stellt das größte Risiko dar, sondern ein unerkannter Kommunikationsabbruch. Redundante Netzstrukturen sorgen dafür, dass sicherheitsrelevante Informationen weiterhin verfügbar bleiben und Steuer‑ oder Überwachungsfunktionen kontrolliert arbeiten können – etwa in Notstrom‑ oder Brandschutzanwendungen, bei denen Kommunikationssicherheit eine zentrale Rolle spielt. Gleichzeitig verkürzt eine klare Fehlerlokalisierung die Reaktionszeiten für Instandhaltung und Service – ein wichtiger Beitrag zur Risikominimierung und zum sicheren Anlagenbetrieb.
Neben klassischen CAN‑Protokollen wie CANopen oder DeviceNet unterstützt der Ringkoppler CAN‑FD mit Übertragungsraten von bis zu 8 Mbit/s. Zwei getrennte Versorgungseingänge ermöglichen eine redundante Spannungsversorgung. Für Diagnose und Betrieb stehen ein integriertes OLED‑Display, Status‑LEDs sowie ein Fehlerrelais zur Verfügung. So lassen sich Störungen schnell erkennen und gezielt beheben.
Der Ringkoppler eignet sich insbesondere für Anwendungen, bei denen eine stabile und fehlertolerante Kommunikation ein zentrales Sicherheitsmerkmal darstellt – etwa in industriellen Anlagen, in der Energie- und Verkehrstechnik oder in komplexen Überwachungs- und Schutzsystemen.
Weitere Informationen zum DL‑CAN‑FD‑R‑FV sowie eine anwendungsbezogene Beratung erhalten Interessierte direkt bei eks Engel.


















