Risikobasierter Brandschutz in der Lithium-Ionen-Batterieproduktion: Wie Hersteller Thermal Runaway & Brandgefahren wirksam beherrschen
Die Elektrifizierung zahlreicher Prozesse hat zu einem rasanten Anstieg des Bedarfs an Speichertechnologien geführt. Besonders stark ist die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien (LIB) aufgrund ihrer technischen Überlegenheit im Vergleich zu anderen Speichertechnologien, insbesondere für mobile und dezentrale Anwendungen. In der Produktion ebenso wie später im Einsatz bestehen für diese Zellen allerdings nicht zu vernachlässigende Brandrisiken, denen Hersteller, Betreiber und Anwender am besten mit einer ganzheitlichen, risikobasierten Brandschutzstrategie begegnen. Ein Beitrag von Manuel Obert, Senior Projekt und Business Development Manager bei TÜV Süd Industrie Service.

Die weltweite Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien (LIB) wächst kontinuierlich, denn sie bieten aktuell das beste Gesamtpaket aus Energiedichte, Effizienz, Lebensdauer, Leistungsfähigkeit und Kosten. Industrielle Anwendungsgebiete dieser Technologie sind beispielsweise Batteriespeichersysteme (BESS), E-Mobilität und Unterhaltungselektronik. Schätzungen zufolge wird eine weltweite Nachfrage für Batterien von 4,2 TWh im Jahr 2030 bis zu 6,8 TWh im Jahr 2035 erwartet, wobei mehr als 85 Prozent dieser Nachfrage durch LIB gedeckt werden soll – hauptsächlich aufgrund der starken Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen (EVs) und BESS.
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