BDSW: Covid-19 gefährdet Sicherheitsbranche

In der aktuellen Ausnahmesituation sind in Deutschland viele Arbeitsfelder bedroht – auch die Sicherheitsbranche. Durch das Corona-Virus ist die wirtschaftliche Situation der Branche deutlich angespannt, berichtet der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft. Für zahlreiche Unternehmen könnte bald eine existenzgefährdende Situation entstehen.

„Die Berichte in den Medien über die Einsätze von Sicherheitskräften in Supermärkten und Krankenhäusern erwecken einen völlig falschen Eindruck über die wirtschaftliche Lage der Sicherheitswirtschaft“, so BDSW Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok. Das Gegenteil sei der Fall: Durch das Corona-Virus sei die wirtschaftliche Situation völlig angespannt und verschlechtere sich täglich.

In vielen Tätigkeitsfeldern brechen die Umsätze durch Werkschließungen und Nachfragerückgängen weg. Das gelte für den Werkschutz, die Luftsicherheit und vor allem für den Schutz von Veranstaltungen und Messen, so Olschok. Für zahlreiche Unternehmen der Sicherheitswirtschaft werde in den nächsten Wochen und Monaten eine existenzgefährdende Situation entstehen.

Der Verband forderte bereits Maßnahmen, wie die Zahlung von Krankengeld durch die Krankenkassen ab dem ersten Krankheitstag und die Zahlung von Kurzarbeitergeld, um die wirtschaftlichen Engpässe zumindest zu reduzieren. Der Krankenstand liege bei rund 30 Prozent. Die Politik sei gefordert sich für die Beschäftigten und Unternehmen der privaten Sicherheit einzusetzen, um schnelle Lösungen zu finden.

„Der private Sicherheitssektor ist zu einem maßgeblichen Teil der Inneren Sicherheit geworden. Wir müssen in dieser Krise die Einsatzfähigkeit der Betrieb aufrechterhalten und auch für die Zeit danach genügend funktionsfähige und einsatzbereite Sicherheitsdienstleister vorhalten können, wenn sich das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder normalisiert“, so Olschok abschließend „Diese Kapazitäten dürfen jetzt nicht verloren gehen.“

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