14.01.2026 • News

BSI und Ionos schließen Kooperation

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Ionos, einer der größten europäischen Anbieter von Hosting-Dienstleistungen und Cloud-Infrastrukturen mit Sitz in Montabaur, schließen eine strategische Kooperation. Ziel ist, die Sicherheit und Souveränität der digitalen Infrastruktur in Deutschland zu erhöhen.

(v.l.n.r.:) Markus Noga, Chief Technology Officer von Ionos, und Claudia...
(v.l.n.r.:) Markus Noga, Chief Technology Officer von Ionos, und Claudia Plattner, BSI-Präsidentin, haben in Berlin eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
© BSI

Unter anderem unterstützt Ionos in Abstimmung mit dem BSI die Bundesverwaltung beim Aufbau einer Private-Enterprise-Cloud-Umgebung. Ein weiterer Fokus der Zusammenarbeit liegt auf der Zukunftsfähigkeit kryptografischer Verfahren mit dem Ziel, sensible Daten der öffentlichen Verwaltung schon heute so zu schützen, dass sie auch gegenüber künftigen Entschlüsselungstechnologien resilient bleiben.

Kooperationsvereinbarungen bieten einen verbindlichen Rechtsrahmen, um hoch vertrauliche Informationen auszutauschen und weitreichende technische Analysen durchzuführen. Auf diese Weise ist es dem BSI möglich, Cloud-Dienste sorgfältig auf ihre Sicherheitseigenschaften zu prüfen, um diese in ihrer Wirksamkeit einschätzen und Risiken für die Informationssicherheit bewerten zu können.

„Wir freuen uns, mit Ionos einen starken europäischen Partner an unserer Seite zu haben, der mit seinen Hosting- und Cloud-Lösungen eine Schlüsselrolle im digitalen Deutschland spielt. Mit dem Aufbau einer souveränen Cloud für den Bund leistet Ionos zudem einen wichtigen Beitrag zur Cybernation Deutschland. Für das BSI als Cybersicherheitsbehörde Deutschlands ist es essenziell, Technologien in der Tiefe zu verstehen, um fundierte Sicherheitsbewertungen durchführen zu können – Basis dafür ist die nun geschlossene Kooperationsvereinbarung“, so BSI-Präsidentin Claudia Plattner.

Souveränität brauche Transparenz und technische Belegbarkeit. Durch den direkten Austausch mit dem BSI stelle Ionos sicher, dass die souveräne Cloud-Architektur nicht nur höchste regulatorische Anforderungen erfüllt, sondern diese aktiv mitgestaltet. Man biete damit eine technologische Alternative, die Sicherheit „Made in Germany“ mit der Innovationskraft moderner Cloud-Dienste verbinde, so Markus Noga, Chief Technology Officer von Ionos.

Digitale Souveränität bedeutet für das BSI, Wahloptionen zu schaffen: Je mehr vertrauenswürdige Produkte verfügbar sind, desto souveräner kann je nach Nutzungsszenario entschieden werden. Zur Erreichung digitaler Souveränität verfolgt das BSI eine Doppelstrategie: Zum einen müssen der europäische Markt und die hiesige Digitalindustrie gestärkt werden, zum anderen müssen außereuropäische Produkte so angepasst und eingebettet werden, dass eine sichere und selbstbestimmte Nutzung möglich wird.

Aus Sicht des BSI müssen Anbieterwechsel schneller und einfacher möglich werden. Dies kann durch die Kombination einheitlicher Sicherheitsvorgaben und hoher Anforderungen an die Interoperabilität gelingen. Das BSI unterhält daher Kooperationsvereinbarungen sowohl mit europäischen als auch mit außereuropäischen Anbietern. Kooperationsvereinbarungen beinhalten keine Vergabe- oder Implementierungsentscheidungen – diese liegen außerhalb der Zuständigkeit des BSI.

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