Interschutz 2026 als internationale Innovationsplattform
Steigende Einsatzzahlen, komplexere Schadenslagen, technologische Dynamik und begrenzte personelle Ressourcen stellen das Rettungswesen weltweit vor wachsende Herausforderungen. Wie sich Einsatzorganisationen zukunftsfähig aufstellen können, zeigt die Interschutz vom 1. bis 6. Juni 2026 in Hannover. Als internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz bringt sie unter dem Leitthema „Safeguarding tomorrow“ Entscheidungsträger, Anwender, Hersteller und Forschung zusammen.

Die Anforderungen an Rettungsdienste veränderten sich weltweit spürbar, so Hendrik Rawe, Global Director Interschutz bei der Deutschen Messe AG. „Internationale Zusammenarbeit ermöglicht den Blick über nationale Systeme hinaus. Der Austausch von Erfahrungen und Lösungen macht Rettungsstrukturen widerstandsfähiger und trägt dazu bei, Menschenleben zu retten.“
Anforderungen an Rettungskräfte steigen weltweit
Ein zentrales Thema aller Akteure im Rettungswesen ist der Umgang mit steigenden Einsatzzahlen bei begrenzten Ressourcen. Demografische Veränderungen, regionale Unterschiede und Fachkräftemangel erfordern neue organisatorische und technische Ansätze.
Die Interschutz zeigt, wie Prozesse beschleunigt, Einsatzkräfte entlastet und Systeme resilienter gestaltet werden können. Zugleich nehmen komplexere Einsatzszenarien zu: Extremwetterereignisse, Ausfälle kritischer Infrastrukturen oder mehrere parallel verlaufende Lagen stellen hohe Anforderungen an Führung, Koordination und Technik. Moderne Lageführung, vernetzte Einsatzmittel und robuste Kommunikationssysteme stehen daher genauso im Fokus wie die Digitalisierung des Rettungswesens. Dabei geht es nicht nur um neue Technologien, sondern auch um deren verlässliche und verantwortungsvolle Integration in den Einsatzalltag.
Interschutz-Aussteller als Lösungsanbieter im Rettungswesen
Im Ausstellungsbereich Rettungswesen präsentieren internationale Anbieter auf der Interschutz 2026 Lösungen entlang der gesamten Rettungskette – von Rettungs- und Sonderfahrzeugen über Medizintechnik, Tragen und Sanitätsmaterialien bis hin zu digitalen Anwendungen und Dienstleistungen. Die Interschutz bietet damit einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Innovationen für den Einsatzalltag.
Begleitet wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Fach- und Konferenzprogramm. So befasst sich eine Vortragsveranstaltung mit dem Rettungswesen im europäischen Vergleich. Zudem kommen im „Länderausschuss Rettungswesen“ Vertreter aller 16 deutschen Bundesländer zusammen, um aktuelle Entwicklungen und notwendige Reformen zu diskutieren. Hintergrund ist die föderale Verantwortung der Länder für den Rettungsdienst in Deutschland.
Als globale Austauschplattform betrachtet die Interschutz das Rettungswesen im internationalen Gesamtzusammenhang. Unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen – von urbanen Ballungsräumen bis zu weitläufigen ländlichen Regionen – fließen in das Messeprogramm ein. Fachforen, Live-Demonstrationen und Best-Practice-Beispiele aus aller Welt zeigen, wie moderne Rettungssysteme heute und in Zukunft aufgestellt sein müssen, um Einsatzkräfte nachhaltig zu entlasten und die Bevölkerung zuverlässig zu schützen.
Erste FEU Leadership-Konferenz auf der Interschutz 2026
Mit der ersten FEU Leadership Konferenz während der Interschutz 2026 in Hannover möchte die Federation of European Fire Officers am 3. und 4. Juni 2026 europäische Feuerwehrchefs in einem Premieren-Konferenzformat zusammenbringen. Die Organisation erwartet mehr als 350 Führungskräfte aus Feuerwehren und Katastrophenschutzbehörden aus Europa und der Welt. Die Veranstaltung orientiert sich am Interschutz-Leitthema „Safeguarding Tomorrow“ und verfolgt das Ziel, eine führende europäische strategische Plattform für diejenigen zu schaffen, die die Zukunft europäischer Feuerwehren und des Bevölkerungsschutzes gestalten.
Angesichts einer Verdichtung unterschiedlicher Belastungen – darunter hybride Bedrohungen, geopolitische Instabilität, digitale Verwundbarkeiten, extreme Klimaereignisse und steigende Erwartungen von Bürgern – war der Bedarf an klarem, zukunftsgerichtetem Führungshandeln noch nie so groß.
An den zwei Konferenztagen bringt die FEU hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission, der NATO, nationaler Feuerwehr- und Bevölkerungsschutzbehörden sowie internationale Führungspersönlichkeiten aus den Feuerwehren der Vereinigten Staaten, Australiens, Singapurs und weiterer internationaler Länder zusammen, um zu beleuchten, wie sich europäische Feuerwehr- und Bevölkerungsschutzbehörden weiterentwickeln müssen, um in einer zunehmend disruptiven Welt handlungsfähig, widerstandsfähig und strategisch ausgerichtet zu bleiben.












