06.03.2026 • News

ZVEI: KRITIS-Dachgesetz muss Klarheit, Einheitlichkeit und Zuverlässigkeit gewährleisten

Der Bundesrat stimmt über den Entwurf des KRITIS-Dachgesetzes ab. Dieser sorgt erstmals für sektorenübergreifende Regelungen zur Identifizierung und Registrierung kritischer Anlagen in Deutschland. Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, fordert Nachbesserungen insbesondere bei den Resilienzpflichten und den Regelschwellenwerten:

„Das Ziel, die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu erhöhen, findet unsere volle Unterstützung. Der Entwurf des KRITIS-Dachgesetzes muss jedoch an einigen Stellen nachgebessert werden, damit er praxistauglich wird. Die physischen Resilienzpflichten sind für die Betreiber kritischer Anlagen überwiegend anhand der aktuellen Regeln der Technik auszurichten. Somit könnten Betreiber die bereits existierenden Normen aus dem Bereich der physischen Sicherheitstechnik anwenden, ohne dass neue Resilienzstandards erarbeitet werden müssen. Der Regelschwellenwert von 500.000 zu versorgenden Einwohnern bei einer Anlage ist deutlich zu weit gefasst. Wir halten hier einen Wert von 100.000 Einwohner für zielführend.

Es sollte nicht den Bundesländern überlassen bleiben, festzustellen, ob eine Anlage für die Erbringung einer kritischen Dienstleistung erheblich ist. Denn das würde fast unweigerlich zu einem Flickenteppich bei der Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes in Deutschland führen. „Der ZVEI setzt sich für die Einrichtung eines nationalen Resilienzfonds ein. Dieser kann die Betreiber finanziell unterstützen und Investitionen in innovative physische Sicherheitstechnik ermöglichen. 

Damit wäre ein wesentlicher Schritt getan, um Resilienzmaßnahmen effizient umzusetzen. Das KRITIS-Dachgesetz muss für Klarheit, Einheitlichkeit und Zuverlässigkeit sorgen. Wir haben unlängst bei den Anschlägen in Berlin erlebt, wie wichtig dieser Dreiklang ist, um die Versorgungssicherheit vollumfänglich zu gewährleisten beziehungsweise im Notfall wiederherzustellen.“

Business Partner

Logo:

ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie

Lyoner Str. 9
60528 Frankfurt/Main
Deutschland

Kontakt zum Business Partner







KULTURGÜTER

Datenschutz und Kameraauswahl: Videoüberwachung im Museum

Datenschutz und Kameraauswahl: Videoüberwachung im Museum

Sicherheit für Kulturgüter ist - auch angesichts des Diebstahls im Pariser Louvre - ein wichtiges Thema. Dabei ist auch von Bedeutung: die Überwachung mittels Videotechnik. Was in Sachen Datenschutz zu beachten ist und welche Kameras sich gut eignen.

GSA

GIT SICHERHEIT AWARD Gewinner - Anmeldung

GIT SICHERHEIT AWARD Gewinner - Anmeldung

Anmeldung zum nächsten Award - und die aktuellen Sieger aller Kategorien.

Meist gelesen