Sick auf der SPS 2026: Gemeinsam Werte schaffen
Sicherheitstechnik, Bildverarbeitung und Digitalisierung stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von Sick auf der SPS 2026 in Nürnberg. Zu sehen sein werden industrielle, anpassbare Sicherheitslösungen für die intelligente Absicherung von Gefahrstellen und Zugängen. Hinzu kommen innovative Codeleser und KI-gestützte Machine-Vision-Lösungen für die Qualitätskontrolle in 2D- und 3D.

Mit der Sick IIoT-Plattform Sentio können Besucher des Messestands zudem erleben, wie skalierbare, digitale Lösungen für die einfache und intuitive Einbindung von IO-Link Sensorik aufgebaut werden können. Ferner zeigt das Unternehmen, welche Mehrwerte durch die Vernetzung von Sensordaten entstehen. Track & Traceability-Lösungen ermöglichen zusätzlich eine lückenlose Materialverfolgung im Warenfluss. Darüber hinaus stehen die Experten des Unternehmens für Fragen rund um die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 und den Cyber Resilience Act (CRA) für die Besucher zur Verfügung.
Auch in diesem November bildet die Messe Smart Production Solutions SPS 2026 als Ideengeber und Innovationsplattform das komplette Spektrum der smarten und digitalen Automation ab – vom einfachen Sensor bis hin zu intelligenten Lösungen.
„Mit der Leitidee ‚We create value together‘ präsentieren wir uns als ganzheitlich agierender Partner mit branchenübergreifender und innovativer Lösungskompetenz für die zukunftssichere Automatisierung und Digitalisierung“, sagt Tobias Güttler, Vice President Product Management von der Sick Vertriebs-GmbH in Düsseldorf. „Ob einzelne Sensorapplikation oder leistungsstarke Systemlösung – wir begleiten unsere Kunden über den gesamten Engineeringprozess und Lifecycle unserer Lösungen. Dabei denken wir gemeinsam mit ihnen die aktuellen Herausforderungen der Maschinenverordnung und des Cyber Resilience Act gleich mit.“
Passgenaue Sicherheitslösungen zur sicheren Mensch-Material Unterscheidung
Gefahrstellen und Zugänge an Maschinen intelligent und damit effizient absichern – dieser Herausforderung stellen sich Sicherheitssensoren und individuell anpassbare Sicherheitslösungen von Sick. So überwacht die Systemlösung Safe Adaptive Access (SAA) als berührungslos wirkende Schutzeinrichtung für Materialflusssysteme Ein- und Auslaufstrecken an Maschinen mit gefahrbringenden Bewegungen.
Sie bietet unter anderem die Sicherheitsfunktion zur Unterscheidung zwischen Mensch und Material, die ohne externe Signale und Sensoren auskommt. Die SAA – sie besteht aus zwei Sicherheitslaserscanner microScan3, einem Interface SIM1200 und einer Sicherheitssteuerung FlexiNet – erfüllt Typ 4 / SIL3 / pl d (Performance Level und Ergänzung nach dem aktuellen Stand der Technik EN ISO 415-8) und zeichnet sich zum einen durch die dynamische und automatische Anpassung der Schutzfelder an die Höhe, Breite und Position der Fördergüter, z. B. Kartons auf Paletten, aus. Damit bietet die SAA höchste Flexibilität bei der Umsetzung anspruchsvoller, flexibler und arbeitsgerechter Schutzmaßnahmen in automatisierten fördertechnischen Anlagen.
Smarte Sicherheitsfunktionen für Sicherheitslichtvorhänge deTec4 bietet das Erweiterungsmodul DCM4 von Sick. Das Funktionspaket umfasst smarte Funktionen wie Ausblendung (Fixed und Floating Blanking), intelligente Wiederanlaufsperre und erweiterte reduzierte Auflösung in der Advanced Version. Diese erhöhen die Produktivität der Sicherheitslichtvorhänge in Anwendungen mit sicherer Finger- und Handdetektion.
Als Alternative zum Muting lassen sich mit der OPR-Objektmustererkennung (Object Pattern Recognition) des DCM4 Zugänge zu Gefahrbereichen auch bei aktivem Materialfluss sicher überwachen. Zudem ermöglicht sie bei aktivem Schutzfeld die zuverlässige Unterscheidung zwischen Mensch und Material und damit den sicheren Durchlauf von Paletten, Querverschiebewagen und mobilen Robotern.
Die bis PL e zertifizierte neue Sicherheitssteuerung Flexi Net wurde für stationäre und mobile Applikationen in modernen Maschinen und vernetzten Anlagen entwickelt. Ihre skalierbare Steuerungsarchitektur ermöglicht die CPU-Erweiterung um bis zu zwölf Module, z. B. Flexi-IOs und Flexi-Gateways, sowie die Vernetzung mehrerer Maschinen in einer Produktionslinie.
Für die einfache Umsetzung komplexer Anwendungen bietet Flexi Net eine Konfiguration von bis zu 512 Funktionsbausteinen in der Logik – wobei TÜV-zertifizierte Bausteine die Validierung deutlich beschleunigen und damit den Aufwand für die intensive CE-Konformitätsbewertung reduzieren. Sämtliche Smarte Sensoren und Prozessperipherie Signalgeber lassen sich flexibel in die Sicherheitssteuerung integrieren – und Safe Motion über integrierte HTL-Eingänge und applikationsspezifische Funktionsbausteine erfüllt auch die Anforderungen der mobilen Robotik in Industrie- und Logistikprozessen.
Weitere Safety-Themen auf dem Sick-Messestand sind die realitätsnahe Simulation und effiziente Gefahrbereichsabsicherung für mobile Roboter und Fahrzeuge im Innen- und Außenbereich durch bewährte Sicherheitslösungen und intelligenter Software sowie die sichere Mensch-Roboter-Interaktion durch ganzheitliche Absicherung von Roboterbewegungen sowie die zuverlässige Objektidentifizierung in Pick-and-Place-Prozessen.
Sicherheitstechnik von Sick im Einklang mit MVO und CRA
Mit der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 und dem Cyber Resilience Act (CRA) treten im Jahr 2027 gleich zwei Regelwerke in Kraft, die für die Maschinenbau- und die Automatisierungsbranche relevant sind. Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 bezieht sich primär auf Safety, also die physische und funktionale Sicherheit beim Inverkehrbringen und Betreiben von Maschinen. Allerdings adressiert sie im Gegensatz zur bisherigen Maschinenrichtlinie die Aspekte Softwaresteuerung, Künstliche Intelligenz und vernetzte Maschinen aktiv - und stellt mit der Forderung nach Schutz vor Korrumpierung von sicherheitsrelevanter Hard- und Software auch Anforderungen an die Cybersicherheit.
Mit dem CRA ist ab dem 11.12.2027 eine zweite Verordnung verbindlich anzuwenden, die Mindeststandards für die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen festlegt.
Mit einer verbindlichen Cybersecurity-Strategie entwickelt das Unternehmen schon seit vielen Jahren Produkte der digitalen Infrastruktur, die dem bislang anerkannten und normtechnisch gültigen Stand der Technik im Hinblick auf die Datensicherheit entsprechen. Bei allen neuen Produkten mit digitalen Elementen verfolgt Sick einen CRA-konformen Produktentwicklungsprozess.
Für die Produkte und Systemlösungen der Sicherheitstechnik von Sick bedeutet dies, dass sie zum einen entsprechend ihrer PL- und SIL-Einstufung die Vorgaben an die funktionale Sicherheit gemäß Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, die ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden sein, erfüllen.
Mit den Sicherheitssteuerungen der Flexi-Serie ist das Unternehmen zum Beispiel Vorreiter bei der Umsetzung der neuen CRA-Anforderungen für industrielle Automatisierungslösungen.
KI-gestützte Qualitätskontrolle mit intelligenten Bildverarbeitungslösungen
Mit Sick Nova 3D präsentiert das Unternehmen auf der SPS 2026 die 3D-Variante der Softwareplattform Sick Nova für industrielle Bildverarbeitung. Sie ermöglicht es, 3D-Sensordaten ohne klassische Programmierung mit grafisch konfigurierbaren Analysewerkzeugen auszuwerten. Hierzu nutzt Sick Nova 3D räumliche Information zur Objekt- und Qualitätsprüfung wie beispielsweise Volumen, Position, Form oder Oberflächenstruktur.
Mithilfe von Nova 3D Intelligent Inspection lassen sich somit KI-Prüfung auf Basis der 3D-Daten durchführen. Die Software läuft u. a. in Visionlösungen wie Ruler3000, Visionary-T Mini und LMS4000 – unterstützt also unterschiedliche Technologien wie 3D-Bildverarbeitung und LiDAR.
Der Lector82x ist ein kompakter kamerabasierter Codeleser für die automatische Identifikation in industriellen und logistischen Prozessen. Seine zuverlässige Codeerfassung bei kurzen Leseabständen und hoher Schärfentiefe ermöglicht den Einsatz auch unter beengten Einbaubedingungen. Gleichzeitig sorgt das Gerät mit einem durchdachten Anschlusskonzept, industrieller Robustheit und umfangreichen Schnittstellen für eine nahtlose Integration in automatisierte Anlagen.
SPS 2026: Halle 7A, Stand 340



















