Boden und Luft im Blick: So gelingt der Einstieg in die Drohnendetektion
Wie Unternehmen ihre Videoüberwachung um Drohnendetektion erweitern und was dabei rechtlich erlaubt ist.
Kurz nach Mitternacht kreist eine Drohne über einem Umspannwerk. Die Kameras am Zaun erfassen jede Bewegung am Boden, doch was darüber geschieht, bleibt unbemerkt. So sieht die Lage in vielen Unternehmen aus. Kunden von NSTR.security und LivEye können ihre Videoüberwachung jetzt um Drohnendetektion erweitern. Dafür stehen die LivEye-Lösungen Drone Detect und Drone Locate zur Verfügung, buchbar über beide Marken. Sie lassen sich ohne Systemwechsel mit bestehenden Installationen kombinieren.
Warum lohnt der Blick nach oben?
Drohnen sind günstig, leise und aus großer Entfernung steuerbar. Für Betreiber Kritischer Infrastrukturen, Industrieanlagen und Logistikzentren entsteht dadurch ein neues Risiko. Luftbilder zeigen Lagerflächen, Kabeltrassen und Materialdepots. Aufnahmen über mehrere Nächte verraten Schichtwechsel und Streifenrhythmen. Wer Spionage oder Sabotage vorbereitet, muss das Gelände dafür nicht betreten.
Wie oft Drohnen auftauchen, zeigen Zahlen aus der Luftfahrt. An den 15 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland meldete die Deutsche Flugsicherung im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 166 Drohnensichtungen. Im Vorjahreszeitraum waren es 101.
Was dürfen Unternehmen?
Die aktive Abwehr von Drohnen, etwa durch Störsender oder physische Gegenmaßnahmen, ist in Deutschland Sache der Behörden. Unternehmen dürfen Drohnen aber erkennen und dokumentieren. Diese Information ist der erste Schritt, um Polizei und Behörden gezielt und mit belastbaren Daten zu informieren.
Wie funktioniert die Detektion?
Drone Detect erkennt Drohnen im Umfeld des überwachten Geländes und meldet sie in Echtzeit. Drone Locate ergänzt die genaue Position und Flugbewegung. Beide Meldungen laufen rund um die Uhr bei den LivEye Security Operations auf. Diese Leitstelle betreut auch die Geländeüberwachung der NSTR- und LivEye-Systeme. Boden und Luftraum werden damit an einer Stelle bewertet.
Carsten Simons, CEO: „Bisher wussten die meisten Unternehmen genau, wer nachts am Zaun steht, aber nicht, was darüber fliegt. Mit der Drohnendetektion bekommen unsere Kunden dieses Wissen, ohne ein neues System anschaffen oder einen zweiten Dienstleister beauftragen zu müssen. Technik, Leitstelle und Schulung kommen aus einer Hand.“
Wie gelingt der Einstieg?
Am Anfang steht ein Beratungsgespräch mit NSTR.security oder LivEye. Dabei geht es um das Gelände, die bestehende Installation und den Bedarf vor Ort. Wer sich vorab tiefer mit dem Thema befassen möchte, kann das Drohnenkompetenzzentrum in Landscheid nach Absprache und vereinbartem Termin besuchen. Dort lernen Unternehmen, KRITIS-Betreiber, Behörden und Sicherheitsverantwortliche in Tagesseminaren, wie Drohnenbedrohungen entstehen und welche Schritte im Ernstfall folgen. Nach Vertragsabschluss wird die Drohnendetektion vor Ort angeschlossen. Bei bestehenden NSTR- und LivEye-Systemen erfolgt die Einbindung Plug and Play, ein Systemwechsel ist dann nicht nötig.
Wer Boden und Luft gemeinsam betrachtet, hat das ganze Gelände im Blick.
Weitere Hintergründe zur Drohnendetektion werden in einem Blogbeitrag von NSTR besprochen.



















