06.10.2026 • Topstory

Sportpark Freiham: Intelligente Türvernetzung mit myGeze Control und myGeze Visu

Sport- und Bildungszentren haben es mit unterschiedlichen Nutzergruppen, wechselnden Belegungszeiten, hohen Sicherheitsanforderungen und der Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Betriebs zu tun. Mit einem Gebäudeautomationssystem Control, einer Visualisierungsplattform sowie einer direkten Serviceanbindung hat Geze dort ein Konzept für die zentrale Steuerung und Überwachung von Türsystemen realisiert.

Außenansicht des Sportparks Freiham mit modernen Gebäudeteilen und...
GEZE unterstützt den modernen Sportpark Freiham in München mit intelligenten Türtechniken und vereint dabei smarte Gebäudeautomation, um einen sicheren und effizienten Gebäudebetrieb zu ermöglichen
© Jürgen Biniasch / Geze GmbH

Der Sportpark Freiham ist Teil des Bildungscampus Freiham, eines der größten Stadtentwicklungs- und Bildungsprojekte der Landeshauptstadt München. Die Anlage umfasst mehrere Sporthallen, ein Hallenbad, Vereins- und Funktionsbereiche sowie weitläufige Außenanlagen.
Insbesondere die Verwaltung der Zugänge stellte die Betreiber bisher vor Herausforderungen. Unterschiedliche Nutzungszeiten, wechselnde Berechtigungen und eine hohe Anzahl an Personenbewegungen erforderten einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Gleichzeitig mussten jederzeit sämtliche Anforderungen an Brandschutz, Fluchtwegsicherheit und Barrierefreiheit erfüllt werden. Zudem bestand der Wunsch, die Arbeit des Facility Managements zu vereinfachen und technische Störungen frühzeitig zu erkennen.
Der Betreiber entschied sich für eine umfassende Digitalisierung der Tür- und Gebäudetechnik mit Geze. Das Ziel bestand darin, sämtliche relevanten Türsysteme intelligent miteinander zu vernetzen und zentral steuerbar zu machen.

Von der Analyse zur individuellen Lösung

Im Mittelpunkt der Überlegungen stand die Frage, wie sich Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit gleichermaßen erhöhen lassen, ohne die täglichen Betriebsabläufe zu erschweren. Darüber hinaus sollte die Lösung flexibel genug sein, um auf zukünftige Entwicklungen und Erweiterungen reagieren zu können.
Auf Basis dieser Anforderungen hat Geze ein maßgeschneidertes Konzept für die Gebäudeautomation entwickelt, das sämtliche relevanten Türsysteme in einer zentralen Plattform zusammenführt. Die digitale Vernetzung ist heute die Grundlage für einen transparenten und effizienten Gebäudebetrieb. „Die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Personen, der Stadt München und Geze war entscheidend für den Erfolg des Projekts“, erklärt Siegfried Effenberger, Head of Facility Management des Sportcampus Freiham.

Zentrale Steuerung

Übersicht zur Überwachung von Türen und Eingängen mit StatusmeldungenJürgen Biniasch / Geze GmbH
Durch die kontinuierliche Überwachung der Türen und Eingänge werden unnötig offenstehende Zugänge sofort erkannt, was Energieverluste effektiv reduziert und zu einem nachhaltigen Gebäudebetrieb beiträgt
© Jürgen Biniasch / Geze GmbH

Das Gebäudeautomationssystem myGeze Control bildet das Herzstück der Lösung. Es steuert und überwacht die angeschlossenen Türsysteme zentral und ermöglicht die intelligente Vernetzung verschiedener Gebäudefunktionen. Ergänzt wird das System durch die Visualisierungslösung myGeze Visu, die alle relevanten Informationen in einer übersichtlichen Benutzeroberfläche zusammenführt.
Zahlreiche Türsysteme im Sportpark Freiham wurden in die Gebäudeautomation integriert. Dazu gehören unter anderem Zugänge zu Sporthallen, Umkleidebereichen, Technikräumen und sicherheitsrelevanten Bereichen. Auch Flucht- und Rettungswegsysteme sind in das Gesamtkonzept eingebunden. Durch die zentrale Vernetzung können sämtliche Türzustände in Echtzeit überwacht werden. Das Facility Management erhält so jederzeit einen aktuellen Überblick darüber, welche Türen geöffnet, geschlossen oder verriegelt sind und ob sicherheitsrelevante Meldungen vorliegen. Dadurch entsteht eine Transparenz, die mit herkömmlichen Insellösungen kaum zu erreichen wäre. Gleichzeitig reduziert die zentrale Steuerung den organisatorischen Aufwand erheblich, da viele Prozesse, die bislang manuell durchgeführt werden mussten, heute automatisiert ablaufen.

Flexible Zutrittssteuerung

Eine besondere Herausforderung des Sportparks ist die Vielzahl unterschiedlicher Nutzergruppen. Während die Sportanlagen tagsüber überwiegend für den Schulbetrieb genutzt werden, stehen sie am Nachmittag und Abend Vereinen und weiteren Nutzern zur Verfügung. Hinzu kommen Veranstaltungen, Wettkämpfe und Sondernutzungen, die regelmäßig individuelle Zutrittsregelungen erfordern.
Mit myGeze Control können unterschiedliche Nutzungsprofile zentral definiert und automatisiert umgesetzt werden. Türen öffnen und schließen sich abhängig von Zeitplänen, Berechtigungen oder vordefinierten Szenarien. So ist sichergestellt, dass die betreffenden Personengruppen ausschließlich Zugang zu den jeweils für sie vorgesehenen Bereichen erhalten. Besonders hilfreich erweist sich dabei die integrierte Kalenderfunktion: Öffnungs- und Schließzeiten können langfristig geplant und automatisch umgesetzt werden.

Visualisierungsoberfläche mit Statusübersicht mehrerer vernetzter Türen
Die Visualisierungsplattform myGeze Visu bündelt alle relevanten Informationen übersichtlich und bietet dem Facility Management eine lückenlose Transparenz über sämtliche Türzustände in Echtzeit
© Jürgen Biniasch / Geze GmbH

Transparenz durch intelligente Visualisierung

Benutzeroberfläche zur zeitlichen Programmierung und Kalendersteuerung vernetzter Türen
Mit myGeze Control lässt sich der flexible Tagesbetrieb des Campus präzise abbilden, indem jede Tür individuell programmiert und über die integrierte Kalenderfunktion für Schulen und Vereine gesteuert werden kann
© Jürgen Biniasch / Geze GmbH

Während myGeze Control die Steuerungsaufgaben übernimmt, sorgt myGeze Visu für eine lückenlose Transparenz im Gebäudebetrieb. Die Visualisierungsplattform stellt sämtliche relevanten Informationen in Echtzeit dar und ermöglicht einen schnellen Überblick über den Zustand der gesamten Anlage. Facility Manager können so jederzeit erkennen, in welchem Betriebszustand sich einzelne Türen befinden und ob Störungen oder Warnmeldungen vorliegen. Die grafische Darstellung erleichtert die Orientierung und unterstützt schnelle Entscheidungen im laufenden Betrieb.

Gerade in großen Gebäudekomplexen wie dem Sportpark Freiham ist diese Transparenz von entscheidendem Vorteil. Anstatt verschiedene Systeme separat überwachen zu müssen, stehen sämtliche Informationen zentral zur Verfügung. Dadurch können Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Die digitale Übersicht trägt somit zur Sicherheit bei und verbessert auch die Wirtschaftlichkeit des Gebäudebetriebs, da sich Wartungs- und Serviceprozesse effizienter planen lassen und unnötige Kontrollgänge reduziert werden können.

Serviceanbindung reduziert Reaktionszeiten

Ein weiterer Baustein des Projekts ist die direkte Anbindung an den Geze Service. Wird eine Störung automatisch erkannt, wird sie unmittelbar an die zuständigen Serviceeinheiten weitergeleitet. Wird beispielsweise eine Störung an einer Tür festgestellt, erscheint die Meldung nicht nur in der Visualisierungsplattform, sondern kann gleichzeitig an Geze übermittelt werden. Die Servicetechniker erhalten dadurch bereits vor einem Einsatz wichtige Informationen über die Art der Störung und können entsprechende Maßnahmen vorbereiten.
Für die Betreiber bedeutet dies kürzere Reaktionszeiten und eine höhere Betriebssicherheit. Gleichzeitig wird das Facility Management entlastet, da zahlreiche Kommunikations- und Abstimmungsprozesse automatisiert erfolgen.

Offene Schnittstellen schaffen Zukunftssicherheit

Moderne Gebäudeautomation endet längst nicht mehr an der Tür. Deshalb setzt der Hersteller auf offene Kommunikationsstandards wie BACnet und OPC UA. Über diese Schnittstellen lassen sich unterschiedliche Systeme und Gewerke miteinander vernetzen und in übergeordnete Gebäudemanagementstrukturen integrieren. Für den Sportpark Freiham schafft dies eine wichtige Grundlage für zukünftige Entwicklungen: Weitere technische Anlagen können bei Bedarf in das bestehende System eingebunden werden, ohne dass grundlegende Veränderungen an der Infrastruktur erforderlich sind. Diese Offenheit erhöht die Investitionssicherheit, da sie auch zukünftige Erweiterungen unterstützt.

Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit im Fokus

Neben Sicherheit und Effizienz spielte auch die Benutzerfreundlichkeit eine zentrale Rolle bei der Projektentwicklung. Die eingesetzten Türsysteme ermöglichen einen komfortablen und barrierefreien Zugang zu den verschiedenen Bereichen des Sportparks. Dadurch profitieren Menschen mit eingeschränkter Mobilität ebenso wie die Sportler, Schüler und Besucher der Anlage. Gleichzeitig leistet die intelligente Gebäudeautomation einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Gebäudebetrieb.

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