14.10.2026 • Topstory

protekt 2026: Resilienz ganzheitlich schaffen

IT, OT, physischer Schutz und Krisenmanagement zusammenführen? Die protekt 2026 zeigt, wie KRITIS resilienter werden.

Veranstaltungshalle mit vielen Teilnehmern und lpgo der protekt 2026
© Leipziger Messe

Ein Cyberangriff beginnt in der IT – seine Folgen können jedoch weit darüber hinausgehen. Wenn Produktionsanlagen ausfallen, Leitstellen nicht erreichbar sind oder Kommunikationswege zusammenbrechen, wird aus einem IT-Sicherheitsvorfall schnell eine weit über die kritische Infrastruktur hinausreichende Krise.

Für Betreiber kritischer Infrastrukturen stellt sich deshalb eine neue Frage: Wie gut funktioniert der Schutz, wenn nicht nur ein System, sondern mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sind? Genau hier beginnt Resilienz.

Sicherheit darf nicht in Silos denken

IT-Security, OT-Security und physischer Schutz werden häufig noch getrennt betrachtet. In der Praxis sind sie jedoch eng miteinander verbunden. Ein kompromittiertes IT-System kann Prozesse in der Produktion beeinflussen. Eine gestörte OT kann unmittelbar physische Auswirkungen haben. Und ein physisches Ereignis kann IT- und Kommunikationssysteme außer Betrieb setzen.

Wer kritische Leistungen schützen will, muss deshalb die gesamte Abhängigkeit betrachten:

  • Welche Systeme und Prozesse sind wirklich kritisch?
  • Wo bestehen Abhängigkeiten zwischen IT, OT und physischer Infrastruktur?
  • Wie wird ein Angriff oder Ausfall frühzeitig erkannt?
  • Wer entscheidet, wenn mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sind?
  • Wie lässt sich der Betrieb kontrolliert aufrechterhalten?

Technologie kann das Lagebild verbessern

KI, Sensorik und moderne Monitoring-Systeme eröffnen neue Möglichkeiten, Bedrohungen und Störungen frühzeitig zu erkennen. Doch Technologie allein schafft noch keine Resilienz.

Entscheidend ist, ob relevante Informationen schnell zusammengeführt werden und dort ankommen, wo Entscheidungen getroffen werden. Ebenso wichtig sind belastbare Schnittstellen, Datenqualität, Ausfallsicherheit und klare Verantwortlichkeiten.

Parallel steigt der regulatorische Druck. NIS2 und KRITIS-Dachgesetz machen Risikomanagement, Nachweise und Verantwortung zu zentralen Themen für Betreiber. Die Herausforderung besteht darin, daraus wirksame Sicherheits- und Krisenprozesse zu entwickeln.

Jetzt die Perspektiven zusammenbringen

Wer diese Herausforderungen bewältigen will, braucht nicht nur technische Lösungen, sondern Erfahrung, Austausch und den Blick über die eigene Disziplin hinaus.

Die protekt 2026 bringt genau diese Perspektiven zusammen. Am 10. und 11. November 2026 treffen sich in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig Verantwortliche und Experten zum Schutz kritischer Infrastrukturen.

Auf der Agenda stehen die Themen, die Betreiber aktuell besonders beschäftigen: Resilienz, NIS2, KRITIS-DachG, neue Technologien für Schutz und Lagebild sowie Regulierung, Nachweise und Verantwortung.

Dabei geht es nicht nur um Vorträge. Formate wie „Meet your Expert“ ermöglichen den direkten, niedrigschwelligen Austausch mit Fachleuten für diejenigen, die sich ganz neu mit dem KRITIS-Schutz beschäftigen (müssen). Der Krisenstab RoundTable richtet den Blick auf Entscheidungsprozesse und die praktische Bewältigung komplexer Lagen.

Eine kritische Infrastruktur ist nicht resilient, weil jedes einzelne System optimal geschützt ist. Sie ist resilient, wenn das Gesamtsystem auch unter Belastung funktioniert. Genau diesen ganzheitlichen Blick bietet die protekt 2026.

Weiterführende Informationen zur protekt 2026 sind hier verfügbar. Tickets zur Veranstaltung können hier bezogen werden.

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