Elektronische Zutrittslösung für die Volksbank Backnang

Die Volksbank Backnang hat ihre 17 Standorte mit einer einheitlichen Zutrittskontrolle von Salto Systems ausgestattet. Sie profitiert nun von höherer Sicherheit, mehr Flexibilität bei der Berechtigungsverwaltung und langfristig weniger Kosten.

Die Volksbank Backnang eG ist eine der großen Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg und betreibt 17 Geschäftsstellen im nördlichen Rems-Murr-Kreis. Nach einem Objektkauf vor einigen Jahren haben sich die Verantwortlichen erstmals Gedanken über ein elektronisches Schließsystem gemacht und in ausgewählten Geschäftsstellen die Außentüren mit einer reinen Offline-Anlage ausgerüstet. In allen anderen Objekten verblieben die – jeweils unterschiedlichen – mechanischen Schließsysteme. „Wir waren mit dieser heterogenen Landschaft allerdings unzufrieden, weil sie wenig Flexibilität bot und mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden war“, erklärt Thomas Schmid, Teamleiter Organisation bei der Volksbank Backnang und verantwortlich für die Zutrittskontrolle. Folglich wurde die Einführung einer einheitlichen Lösung für alle Standorte beschlossen.


Schneller reaktionsfähig bei Schlüsselverlust

Die Ziele der Neuorganisation waren klar umrissen, führt Thomas Schmid aus: „Uns ging es in erster Linie darum, langfristig Kosten zu senken, einen höheren Sicherheitsstandard zu etablieren und bei Schlüsselverlusten schneller reaktionsfähig zu sein. Parallel wünschten wir uns eine flexiblere Rechtevergabe. Das kommt bei Türöffnungen außerhalb der Öffnungszeiten sowie insbesondere bei den Mitarbeitern in den sechs Beratungszentren zum Tragen. Diese arbeiten standortübergreifend, auch mit kurzfristigen Personalwechseln. Diese Änderungen sollte das neue System komfortabel abbilden können“. Entsprechend lag der Fokus darauf, Außenzugänge und wichtige Innentüren aller Geschäftsstellen mit der neuen Zutrittskontrolle auszustatten.

Zu den technischen Anforderungen zählte eine serverfähige Infrastruktur für ein zentrales Zutrittsmanagement, hohe IT-Sicherheit beim Leseverfahren und der Datenspeicherung sowie multiapplikationsfähige Identmedien, um z.B. Pool-Printing umzusetzen. „Darüber hinaus kam für uns nur eine Lösung in Betracht, die über die Zertifizierung nach den Richtlinien der Atruvia AG (vormals Fiducia & GAD IT AG) verfügt. Damit stellen wir sicher, dass die Zutrittskontrolle unsere Bankensysteme nicht beeinflusst“, ergänzt Thomas Schmid.


Atruvia/Fiducia-Zertifizierung

Der Weg zur neuen Zutrittslösung war kurz. Das Team kontaktierte den Spezialisten T.E.D. com aus Winnenden, der die Bank im Bereich Sicherheitstechnik als langjähriger Partner unterstützt. „Wir haben uns intensiv beraten lassen und verschiedene Optionen diskutiert. Letztlich hat T.E.D. com die Salto Space Systemplattform empfohlen. Uns hat vor allem der hohe Sicherheitsstandard und die Möglichkeit einer zeitlichen Beschränkung der Zutrittsrechte überzeugt. Und natürlich die Atruvia/Fiducia-Zertifizierung, die der Anbieter umgehend in Angriff genommen hat“, begründet Thomas Schmid die Systemauswahl.

Die Installation erfolgte schrittweise, erläutert Marcel Böhme, Geschäftsführer des Salto Premium Plus Partners T.E.D. com: „Begonnen haben wir in der Hauptstelle in Backnang, daran schlossen sich die sechs Beratungszentren mit den jeweiligen Geschäftsstellen an. Dabei haben wir uns eng mit der IT-Abteilung der Volksbank abgestimmt. Einerseits, weil wir natürlich deren Infrastruktur nutzen, andererseits, um die Haussteuerung nicht zu beeinträchtigen“.

Die Zusammenarbeit lobt Thomas Schmid als „sehr gut, besonders wegen der schnellen Erreichbarkeit und gewissenhaften Umsetzung. Eine große Rolle hat hier auch das gegenseitige Vertrauen gespielt, das sich über die Jahre der Zusammenarbeit aufgebaut hat“.


150 Zutrittspunkte in 17 Standorten

Insgesamt wurden 150 Zutrittspunkte verteilt über die 17 Standorte ausgestattet. Das schließt Außentüren, zentrale Zugangsbereiche, Aufzüge, Werteräume (die zusätzlich alarmgesichert sind), Zugänge zu Tiefgaragen sowie vereinzelt Besprechungsräume und Bürotüren ein. An Außentüren, Stockwerkstüren und in den Aufzügen sind Salto Online- und Offline Wandleser installiert. Elektronische Salto Neo Zylinder befinden sich an den Innentüren. Hauptsächlich sind Knaufzylinder, z.T. mit Antipanikfunktion, aber auch einige Doppel- und Halbzylinder verbaut.

Technologisch basiert die Zutrittslösung auf dem Salto Virtual Network (SVN) mit patentierter Schreib-Lese-Funktionalität und verschlüsselter Datenübertragung. Im SVN werden die Zutrittsrechte auf dem Identmedium gespeichert, wodurch eine Verkabelung der elektronischen Zylinder entfällt. Gleichzeitig schreiben die Zylinder Informationen über gesperrte Identmedien sowie Batteriestände auf die Identmedien und geben sie somit weiter. Die Update-Punkte – bei der Volksbank Backnang sind das Online-Wandleser – übertragen die ausgelesenen Daten an den zentralen Server und übermitteln im gleichen Zuge die aktuellen Zutrittsrechte auf die Identmedien.

Als Identifikationstechnologie fungiert Mifare Desfire EV2. Diese gewährleistet nicht nur die geforderte hohe Sicherheit, sondern bietet zudem die Möglichkeit der Multiapplikation. Die Volksbank wollte die Transponder aber nicht nur für die Zutrittskontrolle und Drittanwendungen nutzen, sondern zugleich für das Schalten der Alarmanlagen. Daher kommen Hybridchips zum Einsatz. Die Zutrittslösung ist über die Salto Türsteuerungen außerdem mit der Aufzugssteuerung sowie den automatischen Türsystemen verbunden.


Einfache Handhabung

Rund 300 Nutzer werden in 72 Zutrittsgruppen, organisiert nach Geschäftsstelle und Abteilung, zentral in der Hauptdirektion über die Managementsoftware ProAccess Space verwaltet. Für die Vergabe der Zutrittsrechte hat die Bank definierte Freigabeprozesse etabliert.

„Die Handhabung der Software ist gut verständlich. Wir haben uns im laufenden Betrieb eingearbeitet“, freut sich Dana Schunn aus dem Team Organisation, die zusammen mit ihrer Kollegin Michelle Trajkovic das Berechtigungsmanagement übernimmt. „Für die Verwaltung finden wir das schnelle Anlegen von Personen sowie die Benachrichtigungen über niedrige Batteriestände durch das Zusatzmodul ‚Alarm Events‘ besonders hilfreich. Zu mehr Sicherheit tragen das umgehende Sperren von Zutrittsrechten und die Ereignisliste maßgeblich bei.“

Thomas Schmid zieht daher ein positives Fazit zur Vereinheitlichung der Zutrittskontrolle bei der Volksbank Backnang: „Wir haben an Sicherheit und Flexibilität gewonnen und gleichzeitig den Aufwand für die Verwaltung gesenkt“.

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