Generationengerechter Arbeitsschutz: Wie digitale Tools, KI und Risikokultur modernes Lernen nachhaltiger machen
„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“ – so lautet ein altbekanntes Sprichwort. Es soll besagen, dass im jungen Alter Informationen zumeist leichter aufgenommen werden als in späteren Jahren. Tatsächlich bleibt unser Gehirn ein Leben lang lernfähig und genau diese Fähigkeit ist im modernen Berufsleben auch zunehmend gefordert. In puncto sicheres Arbeiten bedeutet dies, jederzeit und in jedem Alter genau zu wissen, was man wie tut und wo wann welche Gefährdungen bestehen können. Um diese zu vermeiden oder sich angemessen vor ihnen zu schützen, genau dafür gibt es entsprechende Betriebsanweisungen, Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen. Aber berücksichtigen diese auch, dass Hänschen vielleicht doch anders „lernt“ als Hans?

Der demographische Wandel in unserer Gesellschaft schreitet weiter voran, die geburtenstarken Jahrgänge nähern sich zunehmend dem Rentenalter, weniger Jüngere müssen nachrücken und mit den mittleren Jahrgängen irgendwie die Lücken schließen. Inzwischen sprechen wir nicht mehr nur von „alt“ und „jung“, sondern von den einzelnen Generationen. Ob Babyboomer (1956-66), Gen X (1966-80), Millennials (1981-95) oder Gen Z (1996-2012) – jede Generation hat ihre Besonderheiten, gerade auch geprägt durch den jeweiligen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungsstand während ihres Heranwachsens. Die Unterschiede sind besonders prägnant bei der unterschiedlichen Mediennutzung für Informationsaufnahme und -verarbeitung. Die Spanne reicht von den „klassischen“ über digitale und soziale Medien bis zu KI-gestützten oder -generierten Formen.
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