IHK-Lehrgang ‚Manager Wirtschaftsschutz‘: VSW Mainz qualifiziert Fachkräfte gegen Spionage, Extremismus und hybride Bedrohungen
In Zeiten wachsender sicherheitspolitischer und gesellschaftlicher Unsicherheiten stehen Organisationen vor zunehmend komplexen Bedrohungen. Das Seminar vermittelt einen praxisorientierten Überblick über die Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland und zeigt, wie sich daraus konkrete Schutzmaßnahmen für Organisationen ableiten lassen.
Teilnehmende lernen, Auswirkungen von Extremismus, Kriminalität sowie Wirtschafts- und Industriespionage zu erkennen und Risiken frühzeitig zu bewerten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der realistischen Einschätzung hybrider Bedrohungen sowie der Entwicklung wirksamer, alltagstauglicher Sicherheitsstrategien. Zudem wird vermittelt, wie Wirtschaftsschutz systematisch in Organisationsstrukturen integriert und die Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden effektiv gestaltet werden kann. Der VSW bietet gemeinsam mit der IHK für Rheinhessen die bundesweit einzigartige Möglichkeit, den IHK-Abschluss „Manager:in Wirtschaftsschutz“ zu erwerben.
3 Fragen an . . .

. . . Timo Keim, Leiter des Lehrgangs Manager Wirtschaftsschutz beim VSW Mainz
Herr Keim, für wen ist der Lehrgang gedacht?
Timo Keim: Der Lehrgang richtet sich an Mitarbeiter, Personalverantwortliche sowie Entscheider, die in folgenden Bereichen tätig sind: Unternehmenssicherheit / Corporate Security; Informationssicherheit; KRITIS‑Organisationen sowie an Personen, die sich beruflich mit Prävention, Risikoanalyse, Spionageabwehr, Extremismusprävention oder organisatorischer Sicherheit befassen. Dabei eignet sich der Lehrgang sowohl für Berufserfahrene, die ihre Kompetenzen professionalisieren möchten, als auch für Einsteiger, die einen systematischen, IHK‑zertifizierten Zugang zum Wirtschaftsschutz benötigen.
Was kann man dort lernen?
Timo Keim: Der Lehrgang „Koordinator Wirtschaftsschutz“ umfasst 54 Unterrichtseinheiten und vermittelt umfassendes, praxisnahes Wissen aus drei großen Themenbereichen:
1. Wirtschaftsschutz & Kriminalität
Die Teilnehmenden lernen u. a.: Aufbau und Funktionsweise der Sicherheitsorganisation in Deutschland; zentrale Dokumente, Konzepte und Netzwerke des Wirtschaftsschutzes;
Grundlagen der organisatorischen und informationellen Sicherheit; Einschätzung und Bewertung von Extremismus, Terrorismus und organisierter Kriminalität
2. Wirtschaftsschutz & Spionageabwehr
Die Teilnehmenden erwerben Wissen über: Formen, Methoden und Ziele der Wirtschafts‑ und Industriespionage; Akteure ausländischer Nachrichtendienste und hybride Bedrohungen, Spionageabwehr, inkl. Drohnenabwehr.
3. Anwendung & Praxisübungen
Mit realitätsnahen Trainings: Extremismus‑, Spionage‑ und Cyberabwehr in Fallstudien; Awareness‑Management und Sensibilisierung der Mitarbeiter; Stakeholder‑ und Netzwerkmanagement; Entwicklung konkreter Handlungsoptionen für interne und externe Sicherheitsprozesse.
Was kann man damit machen?
Timo Keim: Die Teilnehmer können nach Abschluss Bedrohungen wie Spionage, Extremismus, Kriminalität und Cyberangriffe einordnen, Wirtschaftsschutzkonzepte praxisnah anwenden und die Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden gestalten.
Mit dem IHK‑Zertifikat als Koordinator Wirtschaftsschutz können Absolventinnen und Absolventen als Sicherheitsverantwortliche oder Koordinatoren in Unternehmen arbeiten,
Konzepte des Wirtschaftsschutzes eigenständig umsetzen, Sicherheitsrisiken professionell bewerten und präventive Maßnahmen entwickeln und in Sicherheitsabteilungen, Compliance, Risikomanagement oder KRITIS‑Bereichen Verantwortung übernehmen.
Unternehmen profitieren durch Mitarbeiter, die in der Lage sind, Risiken durch Spionage, Extremismus, Kriminalität und Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen, wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen, Sicherheitsstrukturen zu verbessern und Awareness‑Programme aufzubauen sowie Behördenkontakte professionell zu managen.












