Drohnen statt Streckengänge: DB plant automatisierte Überwachung zur Abwehr von Manipulationen und Störungen
Der Deutsche Bahn Konzern steht vor einer umfassenden Sicherheitstransformation, die Resilienz, Digitalisierung und Kooperation in den Mittelpunkt stellt. Dr. Patrick Hennies, Chief Security Officer Deutsche Bahn, schildert im Gespräch mit GIT SICHERHEIT, wie die DB sich gegen multiple Bedrohungen stärkt – von langfristigen Drohneneinsätzen über KI gestützte Video Analyse bis hin zu Body Cams für das Zugpersonal. Im Kontext des neuen Kritis-Dachgesetzes betont Hennies die enge Partnerschaft mit Bundes und Sicherheitsbehörden sowie die Notwendigkeit einheitlicher Sicherheitsstandards im europäischen Schienennetz. Durch verstärkte Kommunikation mit Kommunen, den Ausbau von Kameras an stark frequentierten Bahnhöfen und den Einsatz moderner Sensorik soll die Sicherheit für Kunden, Mitarbeitende und die Gesellschaft nachhaltig erhöht werden.
GIT SICHERHEIT: Herr Dr. Hennies, bei der Deutschen Bahn ist vieles im Umbruch – wir werden gleich davon reden. Könnten Sie zum Einstieg bitte einmal sich selbst, Ihren professionellen Background und Ihre eigene Vision für die Konzernsicherheit skizzieren?
Patrick Hennies: Inzwischen blicke ich auf fast zwei Jahre bei der Deutschen Bahn zurück. Eine Zeit, in der ich eine neue Welt kennenlernen durfte. In meinem bisherigen Berufsleben habe ich vielfältige Erfahrungen gesammelt – in Europa, in Asien, weltweit und in ganz unterschiedlichen Kulturen. Von Tag zu Tag wird mir aber deutlicher, warum so viele von der Bahn als eigene Welt sprechen. Im Securitybereich arbeiten wir mit modernster Technik und KI, und doch bleibt zugleich vieles analog. Ein Beispiel dafür ist die gigantische Infrastruktur, deren Zugänge nicht wie ein Werksgelände verschlossen werden können. Wir produzieren 365 Tage im Jahr, 24/7 unter ständiger Aufsicht der der Politik und unseres Eigentümers und immer live vor einem Millionen-Publikum.
...im Prinzip eine kaum überschaubare Aufgabe?

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