Kompakte Sicherheitslösungen in der industriellen Automatisierung
In der automatisierten Industrie müssen Effizienz und Sicherheit Hand in Hand gehen: Doch in engen Fertigungsstraßen, an fahrerlosen Transportsystemen oder Robotern ist der Platz oft begrenzt. Hier punkten ultra-kompakte Sicherheits-Laserscanner. Dr. Albrecht von Pfeil, Director Business Area Safety bei Leuze erläutert, worauf Anlagenbetreiber bei der Wahl eines passenden Laserscanners achten sollten.
Sicherheits-Laserscanner stehen in vielen Branchen zunehmend im Fokus. Die Geräte sind oft unverzichtbar, wenn es gilt, hohe Sicherheitsstandards für den Schutz von Personen zu gewährleisten. Sie lassen sich durch konfigurierbarer Schutz- und Warnfelder flexibel zur Gefahrbereichs- und Zugangssicherung einsetzen, sowohl für stationäre als auch für mobile Anwendungen. Ein typischer Einsatzbereich ist die Absicherung gefährlicher Arbeitsbereiche einer Maschine gegen den Zutritt und die Anwesenheit von Personen. Ebenso eignen sich Laser-Sicherheitsscanner zur Sicherung autonomer mobiler Roboter (AMRs) und fahrerloser Transportsysteme (FTS), auch als Automated Guided Vehicle bezeichnet (AGV).
Sicherheit, die wenig Platz braucht

Moderne Sicherheits-Laserscanner müssen mehrere Anforderungen erfüllen: Neben der Hauptaufgabe, Maschinen oder Anlagen sicher abzuschalten, dürfen sie die Maschinenverfügbarkeit nicht beeinträchtigen und zu unnötigen Stillstandzeiten führen. Darüber hinaus sollen Laserscanner über Reichweite und Scanwinkel verfügen, während Sicherheitsklassifizierungen gemäß Typ 3, SIL 2 und PLd gewährleistet sein sollen. Auch muss sich der Anlagenbetreiber auf eine einfache Konfiguration und Diagnose verlassen können, die über verschiedene Schnittstellen wie Bluetooth, USB oder Ethernet-TCP/IP intuitiv erfolgen. Zu guter Letzt entscheidet die Gerätegröße. Denn mit zunehmender Automatisierung gewinnt räumliche Effizienz an Bedeutung. Anlagen werden komplexer, zugleich schwindet der verfügbare Platz für die Sicherheitstechnik, vor allem im mobilen Einsatz am FTS.
Der Sicherheits-Laserscanner RSL 200 von Leuze arbeitet mit LiDar-Technologie auf einem Raum von nur 80 x 80 x 86 Millimetern. Dadurch ist seine Integration selbst bei beengten Platzverhältnissen möglich.
Installation und Wartung
Leuze hat für den Scanner eine eigene Halterung entwickelt, womit sich die Scanebene horizontal und vertikal ausrichten lässt. Im Servicefall kann der Scanner schnell getauscht und die Sensorparameter können über eine Speicherkarte vom alten auf den neuen Sensor übertragen werden.
Drehbare M12-Anschlüsse des Scanners erlauben eine flexible Kabelführung für I/Os und Stromversorgung sowie zur Datenübertragung. Dies ist wichtig für den Einsatz an kleinen FTS. Mithilfe einer mobilen Diagnose-App bietet Leuze dem Anwender zudem Unterstützung bei schwer zugänglichen Installationsorten des Laserscanners an.
Auf alle Anforderungen ausgerichtet
Damit ein-Laserscanner die anwendungsspezifische Sicherungsaufgabe zuverlässig erfüllen kann, muss sein Scanwinkel groß genug sein. Etwa, um tote Winkel oder schwer einsehbare Zonen hinter Maschinen oder Förderbändern lückenlos abzudecken. Aber auch, um kleine omnidirektionale FTS/AMR in alle Richtungen abzusichern. Der Laserscanner von Leuze bietet einen 275-Grad-Scanwinkel bei drei Meter Reichweite. Dieser erlaubt eine Rundumsicherung mit nur zwei diagonal positionierten Geräten, selbst mit Montagetoleranzen.
32 umschaltbare Sets aus Schutz- und Warnfeldern ermöglichen dem Anwender des FTS/AMR eine permanente Anpassung an Fahrtrichtung und Geschwindigkeit. Die überwachten Bereiche können so bei Kurvenfahrten, unterschiedliche Geschwindigkeiten und verschiedene Beladungszustände angepasst werden.




- Lesen Sie hier das Interview mit Benjamin Schmid, Chief Innovation Officer bei Leuze
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