Praxisnahe Drohnendetektion: Radar, Video, Audio und KI im realen Testeinsatz bei Walaris
NEUE SERIE: TEST-GELÄNDE IM TEST – TEIL 2. MIT MARKUS PIENDL UND DAVID SONNTAG – Praxisnahe Drohnendetektion: Radar, Video, Audio und KI im realen Testeinsatz bei Walaris, begleitet von unseren beiden unabhängigen Sachverständigen Markus Piendl und David Sonntag

Keine Showrooms, keine PowerPoint-Bühnen – sondern Umgebungen, in denen Sicherheitstechnik zeigen muss, was sie wirklich kann. In Teil 2 der Serie „Testgelände im Test“ war GIT SICHERHEIT gemeinsam mit dem Sachverständigen Markus Piendl auf dem Testgelände der Walaris GmbH unterwegs. Im Fokus: praxisorientierte Prüfungen unterschiedlicher Sensoren zur Drohnendetektion, KI-gestützte Videoanalyse sowie das hauseigene Command-and-Control-System (C2).
Das Thema Drohnenschutz gewinnt angesichts wachsender Bedrohungslagen in urbanen Räumen und bei kritischen Infrastrukturen deutlich an Bedeutung. Auf dem Testgelände von Walaris untersucht Markus Piendl für GIT SICHERHEIT Radar-, Audio-, Remote-ID- und Videosensorik – jeweils im Zusammenspiel mit KI-basierter Auswertung und dem zentralen C2-System. Gleichzeitig wurden mit dem Hersteller konkrete Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Betreiber kritischer Infrastrukturen diskutiert.
Das „Drei-in-Eins-Testgelände“ – und wie es dazu kam
Walaris ist ein auf KI-gestützte Lageerkennung spezialisiertes Unternehmen für Drohnen- und Perimeterschutz. Das globale Headquarter befindet sich in Atlanta (USA), die deutsche Gesellschaft inklusive Entwicklung ist in Nürnberg ansässig. Seit der Gründung im Jahr 2017 hat sich Walaris von einem Anbieter optik- und KI-basierter Drohnenerkennung zu einem breit aufgestellten Spezialisten für autonome Lagebilder weiterentwickelt.
Zu den Kunden zählen Militär, Behörden sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Rund 40 Mitarbeitende arbeiten an der Softwareplattform AirScout Verify, die Sensordaten in Echtzeit verarbeitet, Bedrohungen erkennt, klassifiziert und verfolgt. Ergänzt wird dies durch ein eigenentwickeltes C2-System, in dem zahlreiche Sensoren über Schnittstellen intelligent in einer Multisensor-Oberfläche zusammengeführt werden.
Das firmeneigene Testgelände – dessen genaue Lage nicht öffentlich genannt werden darf – ist umfassend gesichert: Zäune, Kameras, Perimeter-Sensorik und Sicherheitspersonal sorgen für kontrollierten Zugang. Der besondere Mehrwert liegt jedoch in der Struktur des Geländes selbst: Ein Waldstück mit Lichtung, ein Gebäude sowie die Möglichkeit zur Installation von Systemen auf Langdistanz ermöglichen drei realistische Anwendungsszenarien an einem Ort.
Die Entscheidung für ein eigenes Testgelände ist historisch gewachsen. Erste Tests fanden in einfachen Holzbaracken statt – nur wenige Meter von einer Freifläche entfernt. Mit steigenden Projektanforderungen, insbesondere aus dem militärischen und behördlichen Umfeld, wurde der Platz knapp. Heute nutzt das Technikteam das Gelände exklusiv, während Verwaltung sowie große Teile der Software- und KI-Entwicklung in Nürnberg angesiedelt sind.
Der Besuch von Markus Piendl im März 2026 resultierte aus mehreren konkreten Anfragen von Bedarfsträgern. Gesucht wurde jeweils eine leistungsfähige, zuverlässige und bezahlbare Drohnendetektion auf Basis von Radar, Video, Audio, Remote-ID und ADS-B – ergänzt durch KI-Analyse und ein in Europa entwickeltes C2-System.
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