13.07.2026 • Topstory

Sicherheitslösung für Medizintechnik: Schutz für Reinraum & Produktion

Medizintechnikhersteller Albomed setzt anlässlich des Ausbau seines Standorts und dessen Sicherheitsinfrastruktur auf eine Lösung von Telenot, die Einbruchschutz, Brandschutz und Zutrittskontrolle intelli-gent miteinander verbindet

Albomed ist Entwickler und Hersteller moderner viskoelastischer Medizinprodukte in Deutschland. Die Produkte kommen im medizinischen Alltag unter anderem in der Augenheilkunde (Ophthalmologie) und der Orthopädie zum Einsatz. In der Ophthalmologie stabilisieren sie während chirurgischer Eingriffe empfindliche Strukturen im Auge und schützen das Gewebe – etwa bei Operationen zur Behandlung Intelligente Technik für schnelle Reaktion im Ernstfall des Grauen Stars. In der Orthopädie weist Hyaluronsäure ähnliche Eigenschaften wie die natürliche Gelenkflüssigkeit (Synovia) auf. Sie wirkt schmerzlindernd und fungiert im Gelenk als „Schmiermittel“, das die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen verbessert. Dadurch kann sie die Beweglichkeit bei Arthrose positiv beeinflussen. Ein Markt mit großem Potenzial – und entsprechend dynamischer Entwicklung.

Neben dem Hauptsitz im fränkischen Schwarzenbruck bei Nürnberg hat Albomed in den vergangenen Jahren den Gründungsstandort im nordrhein-westfälischen Unna weiter auf- und ausgebaut. In zwei Bauabschnitten entstanden dort moderne Produktions- und Logistikhallen. Ein weiterer Ausbau ist schon geplant. Die beiden bereits fertiggestellten Gebäude bieten auf jeweils rund 1.600 Quadratmetern Platz für etwa 35 Mitarbeitende aus den Bereichen Produktion, Logistik, Verpackung und Verwaltung.

Hygiene und Sicherheit

Die Produktionsprozesse bei Albomed stellen auch besondere Anforderungen an die Sicherheitsinfrastruktur eines Gebäudes. Eine Herausforderung: der Reinraum. Dort muss verhindert werden, dass kleinste Staub- oder Keimpartikel eindringen und in die sensiblen Prozesse gelangen. Daher ist exakt geregelt, wer den Bereich betreten darf – und zu welchem Zeitpunkt. Gleichzeitig sind Medizintechnikunternehmen mit ihren hochwertigen Anlagen und Geräten potenzielle Ziele für Einbruchversuche. Für Sven Reese, Geschäftsführer von Albomed, war daher klar, dass auch die Sicherheitslösung höchsten Ansprüchen genügen muss.

Beim Einbruch- und Brandschutz sowie bei der Zutrittskontrolle nutzt Albomed Technik von Telenot. Als Vollsortiments-Anbieter kann Telenot mit einem wichtigen Trumpf punkten: Alle Komponenten stammen aus einem System und sind optimal aufeinander abgestimmt. „Es gibt keine Schnittstellen, die überbrückt werden müssen. Alles passt zusammen. Das ist eine wichtige Grundlage für das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Bausteine und damit für die Zuverlässigkeit der gesamten Lösung“, erklärt Andreas Haas, Geschäftsführer von Schrödel und Haas Sicherheitstechnik. Das Unternehmen aus der Nähe des Albomed-Stammsitzes in Schwarzenbruck betreut den Medizintechnikhersteller bereits seit mehreren Jahren und hat dort wiederholt Sicherheitslösungen konzipiert und installiert.

Für das Projekt in Unna arbeitete das Unternehmen mit MAB Meldeanlagenbau aus Bissendorf zusammen. „Wir kennen uns seit vielen Jahren, sind beide autorisierte Telenot-Stützpunkte und zudem Teil der Integral Security Gruppe. Die Zusammenarbeit lief deshalb von Anfang an unkompliziert und reibungslos“, berichtet Christoph Siebert, Geschäftsführer von MAB.  

Digitales Bedienfeld an weißer Wand
Umfangreiche Schaltfunktionen ermöglichen bei den Bedienteilen den Zu-griff auf alle Komponenten der Gebäudeautomationstechnik
© Albomed

Das Herz der Sicherheitslösung

Zentrale Komponente der Anlage ist die Gefahrenmelderzentrale Hiplex 8400H – das Flaggschiff im Telenot-Portfolio. Dank ihrer hohen Flexibilität und Erweiterbarkeit lassen sich mit ihr unterschiedlichste Sicherheitsfunktionen in einem System integrieren. Dazu gehört auch die Zutrittskontrolle, durch die klassische Schlüssel bei Albomed überflüssig geworden sind.

Mitarbeiter öffnen Türen mit individuellen RFID-Chips, die einfach an die Cryplock-Leser gehalten werden. „Das System erkennt anhand des Chips automatisch, ob eine Person berechtigt ist, einen bestimmten Bereich zu betreten“, erklärt Haas. Sollte ein Chip verloren gehen, wird er einfach aus dem System entfernt. Dies kann der Betreiber über die Verwaltungssoftware sogar selbst vornehmen. Ein teures Auswechseln des gesamten Schließsystems ist nicht notwendig. Die zentrale Steuerung des Zutritts für Gebäudeteile wie Finanzbuchhaltung, Lager, Umkleidebereiche oder den Serverraum erfolgt über das Auswerte- und Steuergerät Hilock 5500 von Telenot. Mit diesem lassen sich individuelle Zutrittsregeln für einzelne Türen, Räume oder Mitarbeiter definieren.

Eine Funktion der Hilock 5500 war für Albomed besonders wichtig: In bestimmten Bürobereichen sollten einmal entriegelte Türen für einen festgelegten Zeitraum geöffnet bleiben. „So müssen Mitarbeiter ihren Chip nicht jedes Mal erneut hervorholen“, erläutert Siebert. Erst wenn am Abend die Alarmanlage aktiviert wird, verriegeln sich die Türen wieder automatisch. In sensibleren Bereichen wie der Produktion hingegen muss der Zugang bei jedem Betreten erneut freigegeben werden.

Schutz für Reinräume

In dem Reinraumbereich erfüllt die Zutrittskontrolle zugleich auch eine wichtige Anforderung. Durch eine Schleusenfunktion lässt sich sicherstellen, dass eine Tür zum Reinraum erst geöffnet werden kann, wenn die Tür zur Außenumgebung vollständig geschlossen ist. „So verhindern wir zuverlässig, dass Staub oder Keime in die sensiblen Bereiche gelangen“, erklärt Haas. Entwickelt wurde diese Lösung gemeinsam mit dem Hersteller der Reinraumanlagen.

Intelligenter Schutz vor Einbruch

In beiden Hallen sorgen verschiedene Bewegungsmelder für zuverlässigen Einbruchschutz. „Je nach Einsatzort haben wir bewährte Comstar-Modelle oder Dual-Bewegungsmelder von Telenot eingesetzt, die mit Infrarot- und Mikrowellentechnik arbeiten“, erläutert Siebert. Zusätzlich überwachen Kontakte an den Rolltoren jeden Versuch, diese unerlaubt zu öffnen. Wird eine Bewegung erkannt, kann das Team von Albomed sofort sehen, in welchem Bereich des Gebäudes ein Alarm ausgelöst wurde. „Für uns ist es entscheidend zu wissen, ob sich jemand beispielsweise in der Produktion, im Lager oder nur im Verwaltungsbereich befindet“, sagt Geschäftsführer Reese.

Hochregallager mit beladenem Gabelstapler
Die Lagerhallen sind mit einer Zutrittskontrolle gegen unbefugtes Eindringen geschützt. Im Alarmfall erkennen Bewegungsmelder, wo sich Eindringlinge befinden
© Albomed

Früherkennung bei Bränden

Auch der Brandschutz ist integraler Bestandteil der Sicherheitslösung. In den Gebäuden sind zahlreiche optische Rauchmelder installiert, die mithilfe einer Lichtstreuung in einer Rauchkammer zuverlässig Rauchpartikel erkennen. Überschreitet die gemessene Partikelkonzentration einen bestimmten Schwellenwert, löst das System automatisch Alarm aus. In besonders sensiblen Bereichen kommen zusätzlich Mehrsensormelder zum Einsatz. Diese kombinieren optische und thermische Sensorik und werten die erfassten Daten mithilfe intelligenter Algorithmen aus. Eine automatische Lernfunktion sorgt dafür, dass das System auch in anspruchsvollen Umgebungen zuverlässig arbeitet und Fehlalarme minimiert.

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