20.04.2026 • News

Hannover Messe: Bundeskanzler Merz besucht die David-Roentgen-Schule am ZVEI-Stand

Bundeskanzler Friedrich Merz setzt auf der Hannover Messe ein Zeichen für die Ausbildung junger Fachkräfte. Gemeinsam mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva diskutierte er mit Schülern der David-Roentgen-Schule. „Der Besuch von Bundeskanzler Merz zeigt, wie wichtig die Nachwuchsförderung für den Industriestandort Deutschland ist. Die Elektro- und Digitalindustrie ist die Branche mit dem größten Wachstumspotenzial. Um diese Position zu sichern, müssen wir konsequent den Nachwuchs fördern“, sagte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung.

Bundeskanzler Merz mit Schülern der DRS Neuwied.
Bundeskanzler Merz mit Schülern der DRS Neuwied.
© ZVEI | Christian Behrens

Den ZVEI und die David-Roentgen-Schule verbindet eine langjährige Partnerschaft. Bereits seit 2013 engagiert sich der ZVEI für die Nachwuchsförderung im Projekt Industrie4.0@School. Die Produktionsweisen der Industrie 4.0 werden interdisziplinär in die Lehrpläne der Schule integriert.

Welche Erfolge die Schule damit erzielt, zeigen die Schüler auf der Hannover Messe: Ein selbst entwickelter Co-Roboter identifiziert mittels Bilderkennung verschiedene Materialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Vor Ort produziert eine Smart Factory kabellose Ladegeräte für die Messegäste.

„Die Hannover Messe ist jedes Jahr ein Highlight für unsere Schülerinnen und Schüler. Für sie ist es motivierend zu sehen, wie Digitalisierung und KI die Produktion verändern – und welchen Beitrag sie hierzu leisten können. Zurück im Klassenzimmer gibt uns die Hannover Messe neue Begeisterung für die Berufe der Elektro- und Digitalindustrie“, sagt Thomas Hennig, Berufsschullehrer und Koordinator an der David-Roentgen-Schule. Schulleiter Dirk Oswald betont, dass dieses Projekt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der beruflichen Bildung und das Engagement der Lehrkräfte an der David-Roentgen-Schule unter Beweis stellt.

Ausbildungen in der Elektro- und Digitalindustrie sind nach wie vor beliebt, trotzdem kämpft die Branche um künftige Fachkräfte. Im Jahr 2024 stieg die Anzahl der Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr zwar um 3,9 Prozent auf 31.937 Personen. Die Anzahl der Auszubildenden ist jedoch noch immer niedriger als vor der Corona-Pandemie. Zum Vergleich: 2019 waren 33.524 Auszubildende gemeldet – das sind 4,7 Prozent mehr als 2024.

Um den Standort zu sichern, müssen Industrie und Politik die technische Ausbildung weiter stärken. Allein durch den demografischen Wandel müssten in den kommenden zehn Jahren mehr als 200.000 Beschäftigte in der Elektro- und Digitalindustrie ersetzt werden.

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