22.10.2026 • News

ISL: Drohnenabwehr rückt in den Fokus von Objekt- und Perimeterschutz

Die ISL Initiative Berlin sieht einen wachsenden Handlungsbedarf bei der frühzeitigen Erkennung und Abwehr unautorisierter Drohnen. Denn unerlaubte und sicherheitsrelevante Drohnenflüge stellen Betreiber von Flughäfen, Kritischen Infrastrukturen sowie großflächigen Industrie- und Logistikarealen vor neue Herausforderungen. Während Gebäude, Zugänge und Gelände heute mit etablierten Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden können, entsteht durch unbemannte Fluggeräte eine zusätzliche Bedrohungsebene.

Wie konkret das Gefahrenpotenzial sein kann, hat zuletzt der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle gezeigt. Dort wurde eine mit Sprengstoff präparierte Drohne in unmittelbarer Nähe von Frachtflugzeugen entdeckt. Der Fall verdeutlicht, dass Drohnen längst nicht mehr nur ein Thema unerlaubter Luftaufnahmen oder kurzfristiger Störungen des Flugbetriebs sind.

Auch andere sensible Standorte müssen sich mit unterschiedlichen Bedrohungsszenarien auseinandersetzen. Dabei sind Drohnen nicht nur ein Gefahrenfaktor, sondern können auch Teil der Lösung sein. Bei Energieanlagen und anderen Kritischen Infrastrukturen können Drohnen beispielsweise zur Aufklärung von Anlagen und Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt werden. Auf weitläufigen Industrie-, Logistik- oder Infrastrukturarealen stellt sich zudem die Frage, wie unbekannte Flugobjekte möglichst früh erkannt, bewertet und im Gefahrenfall abgewehrt werden können.

„Bei der Drohnenabwehr ist Zeit ein entscheidender Faktor. Ein unbekanntes Fluggerät muss möglichst früh erkannt und eingeordnet werden, damit anschließend die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden können“, sagt Oleksii Chuvpylo, Geschäftsentwicklung Robotics & ISL bei Ares Robotics. „Deshalb reicht es nicht, erst im konkreten Vorfall über Zuständigkeiten und Reaktionen nachzudenken. Diese Prozesse müssen Teil des Sicherheitskonzepts sein.“

Innerhalb der ISL Initiative Berlin bringt Ares Robotics spezialisierte Lösungen zur Drohnendetektion und Drohnenabwehr ein. Moderne Systeme können unbekannte Fluggeräte frühzeitig erkennen und identifizieren sowie – abhängig von der eingesetzten Technologie – Flugbewegungen analysieren und weitere Informationen zur Herkunft oder Steuerung einer Drohne bereitstellen. Technisch bestehen darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten, auf unautorisierte Fluggeräte einzuwirken.

Gerade bei der aktiven Abwehr sind die rechtlichen Rahmenbedingungen jedoch komplex. Maßnahmen wie das Stören von Funkverbindungen oder andere Eingriffe in die Steuerung eines Fluggeräts können von privaten Unternehmen nicht ohne entsprechende Befugnisse eingesetzt werden. Neben der technischen Ausstattung müssen deshalb Zuständigkeiten, Meldewege und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden bereits vor einem möglichen Zwischenfall definiert sein. 

„Die Technik kann heute sehr viel leisten. Entscheidend ist aber, sie in ein belastbares Gesamtkonzept einzubinden“, so Oleksii Chuvpylo. „Detektion, Bewertung und Reaktion müssen ineinandergreifen. Nur dann entsteht aus einzelnen technischen Komponenten eine wirksame Drohnenabwehr.“

Drohnen selbst können dabei auch Bestandteil moderner Sicherheitslösungen sein. Insbesondere auf weitläufigen Arealen wie Energie- oder Industrieanlagen können sie Sicherheitskräfte beispielsweise bei der schnellen Lagebeurteilung oder der Kontrolle großer Distanzen unterstützen. Sie ersetzen dabei nicht grundsätzlich bestehende Sicherheitsmaßnahmen, sondern erweitern deren Möglichkeiten.

Business Partner

ISL Initiative Berlin

Regattastr. 189
12527 Berlin
Deutschland

Kontakt zum Business Partner







Videos

Videos auf GIT SICHERHEIT

Videos auf GIT SICHERHEIT

Jetzt alle entdecken: Messen, Talks, Produkt-Demos – die Videos auf GIT SICHERHEIT

SPECIAL

Schutz für Museum & Kultur
GIT SICHERHEIT Pro Special

Schutz für Museum & Kultur

Schwerpunkt rund um den Schutz von Museen, Ausstellungen und wertvollen Kulturgütern.

Meist gelesen