Safexpert 10: Risikobeurteilungen effizient, nachvollziehbar und zukunftssicher erstellen
Risikobeurteilungen entstehen selten an einem einzigen Schreibtisch. Konstruktion, CE-Verantwortliche, technische Dokumentation und Instandhaltung bringen unterschiedliche Perspektiven ein. Mit Maschinenvarianten, Änderungen und neuen Normenfassungen wächst jedoch der Abstimmungs- und Dokumentationsaufwand. Safexpert 10 setzt hier an: Die Risikobeurteilung wurde grundlegend neu strukturiert, damit Teams Gefährdungen klarer erfassen, Maßnahmen effizienter ableiten und Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren können.
Im Mittelpunkt steht die konkrete Gefährdungssituation. Drei Leitfragen geben Orientierung: Wo tritt das Risiko auf? Was kann geschehen? In welcher Lebensphase der Maschine? Einer Situation lassen sich mehrere Gefährdungen und Lebensphasen zuordnen. Das reduziert Doppelerfassungen. Gruppierungen, Drag-and-drop und Filter erleichtern zugleich die Arbeit in umfangreichen Projekten.
Der Workflow folgt der Logik der EN ISO 12100: Gefährdungen identifizieren, Risiken einschätzen und bewerten sowie durch geeignete Maßnahmen hinreichend vermindern. Das IN-Risiko wird direkt nach der Gefahrenbeschreibung erfasst. Anschließend dokumentiert das Team, ob eine Gefährdung nicht signifikant ist oder Maßnahmen erforderlich sind. Nach deren Umsetzung kann das OUT-Risiko bewertet und der Abschluss begründet werden. Safexpert ersetzt dabei nicht die fachliche Entscheidung, sondern unterstützt einen transparenten, normorientierten Prozess.
Auch vorhandenes Wissen lässt sich besser nutzen. In der erweiterten Lösungsbibliothek können Gefährdungssituationen, Beschreibungen und Maßnahmen gemeinsam als Vorlagen verwaltet, verglichen und wiederverwendet werden. Der Änderungs-Assistent prüft verwendete Dokumente projektweit auf Nachfolger und zeigt betroffene Maßnahmen. Offene und abgeschlossene Gefährdungssituationen bleiben sichtbar; ein neuer Standardbericht führt die relevanten Informationen entlang der Struktur der Risikobeurteilung zusammen. So sinkt der Aufwand für Suchen, Mehrfacherfassungen und manuelle Pflege, während Wissen im Team verfügbar bleibt.
Mit Blick auf die ab 20. Januar 2027 anzuwendende EU-Maschinenverordnung gewinnt eine belastbare Verbindung von Risikobeurteilung, Anforderungen und technischer Dokumentation weiter an Bedeutung. Safexpert unterstützt dabei, Anforderungen und Maßnahmen nachvollziehbar miteinander zu verknüpfen.
Diese umfassenden Änderungen sind die Basis für die Zukunft. Bereits für die nächsten Monate sind umfassende KI-Unterstützungsfunktionen in Vorbereitung. Statt pauschaler KI-Antworten soll die 30-jährige Erfahrung von IBF mit dem Prozesswissen rund um Risikobeurteilung und Maschinensicherheit so in Safexpert einfließen, dass KI zur echten Arbeitserleichterung wird – und nicht zum Datenproduzenten, dessen Ergebnisse erhebliche Nacharbeiten verursachen. Besonders wichtig: KI-generierte Einträge werden immer als solche gekennzeichnet und müssen stets von einem Menschen geprüft und angenommen werden. Denn bei Risikobeurteilungen geht es letztlich darum, Leid durch Unfälle an Maschinen zu vermeiden. Die KI-Funktionen sollen helfen, sicherere Maschinen zu bauen und Zeit für Routinetätigkeiten zu reduzieren. Das darf sich weder negativ auf die Qualität noch auf die Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit der Produktentwicklungsprozesse auswirken.
Weitere Informationen zur neuen Risikobeurteilung in Safexpert 10 sind auf der Website von IBF verfügbar.



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