Euchner auf der SPS 2026: Vom Gefahrenbereich bis ins Netzwerk
Euchner zeigt auf der SPS 2026 Sicherheitslösungen für Maschinen und Anlagen, die sich effizient integrieren und an veränderte Produktionsanforderungen anpassen lassen. Am Messestand stehen unter anderem die neue EKS2-Leseeinheit, das CTS Gate System und der Cyber Resilience Act (CRA) im Mittelpunkt.

Besucher können sich am Messestand von Euchner ein Bild davon machen, wie funktionale Sicherheit und Cybersicherheit im Maschinenbau Hand in Hand gehen. Der Safety-Spezialist zeigt zudem, wie Maschinenbauer und -betreiber diese Anforderungen flexibel umsetzen und integrieren können.
Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) steigen die Anforderungen der Europäischen Union an Produkte mit digitalen Elementen. Das Unternehmen informiert die Standbesucher auf der SPS über den CRA-Status seiner Produkte und Baureihen sowie über Sicherheitsmaßnahmen für Maschinen und Anlagen.
„Wir haben früh die richtigen Schritte eingeleitet: Seit Anfang des Jahres ist unser Entwicklungsprozess nach IEC 62443-4-1 zertifiziert. Damit ist Euchner CRA-ready. Parallel haben wir ein Product Security Incident Response Team (PSIRT) eingerichtet und eine Kooperation mit dem Cyber Emergency Response Team des VDE (CERT@VDE) geschlossen. Damit untermauern wir unseren Anspruch, im Sinne des Cyber Resilience Act dauerhaft sichere und robuste Produkte zu liefern“, erklärt Bernd Hermann, Entwicklungsleiter bei Euchner.
Mit seinen Safety Services unterstützt das Unternehmen Maschinenhersteller und -betreiber weltweit bei allen Fragen rund um die Maschinensicherheit, die neue Maschinenverordnung und den CRA. Die Leistungen umfassen Bedrohungs- und Risikoanalysen, die Identifikation von Security-Schwachstellen sowie die Begleitung bei der Umsetzung von Security-by-Design-Konzepten. Bei Fragen zu Konformität, Schwachstellenmanagement und Security-Updates steht Euchner als kompetenter Partner zur Seite und schafft somit Orientierung und Planungssicherheit.
Griff dran, Sicherheit drin
Ein Produkt-Highlight am Messestand ist das CTS Gate System, das die kompakte Zuhaltung CTS um ein Griffmodul für Schwenk- und Schiebetüren erweitert. Das platzsparende Design ermöglicht den Einsatz auch bei schmalen Schutzeinrichtungen mit begrenzten Platzverhältnissen.
Die optionale Fluchtentriegelung lässt sich bei begehbaren Türen mit einer einzigen Bewegung betätigen. So können Mitarbeiter Gefahrenbereiche im Notfall noch einfacher und intuitiver verlassen. Maschinenbauer benötigen für die Montage weder einen separaten Türgriff noch einen zusätzlichen Anschlag. Das Griffmodul lässt sich an bestehenden CTS-Anwendungen nachrüsten und eignet sich für links und rechts angeschlagene Türen. Varianten mit integriertem Sperreinsatz ergänzen das Konzept. Das robuste System mit einer Zuhaltekraft bis 5.000 Newton erfüllt Sicherheitsanforderungen bis PL e und schützt Personen zuverlässig.
Maximale Flexibilität bei der Zugriffssteuerung
Auch in Nürnberg zu sehen ist die EKS2-Leseeinheit, mit der der Hersteller die Einsatzmöglichkeiten des Electronic-Key-Systems EKS2 in Kombination mit dem bestehenden Auswertegerät erweitert. Neben EKS2-Schlüsseln und Transpondern kann das System jetzt auch Chipkarten – sogenannte Smartcards – lesen. Das gibt Anwendern maximale Flexibilität bei der Steuerung und Verwaltung von Zugriffsberechtigungen an der Maschine.
Die Komponente lässt sich einfach in bestehende Strukturen integrieren, etwa in Anwendungen mit vorhandenen Werks- oder Mitarbeiterausweisen. Die kompakte Bauform erleichtert zudem den Einbau in kleine Bedienpanels und Gehäuse, auch bei begrenztem Platzangebot. Für eine einfache Überwachung sorgt ein LED-Konzept auf Front- und Seitenflächen, das den Betriebszustand optisch anzeigt.
Eine Leitung für Signale und Daten
Auf der SPS zeigt Euchner zudem, wie sich sichere Maschinenkommunikation vereinfachen lässt. Die letzten 20 Meter zwischen Steuerung, Sensoren und Aktoren verursachen in vielen Maschinen noch hohen Verdrahtungsaufwand. Vor allem bei zahlreichen Sicherheitssignalen und Diagnosedaten steigt die Komplexität.
Mit seinen IO-Link-Safety-Produkten löst das Unternehmen dieses Problem. Statt mit vielen Adern überträgt Euchner Daten und Signale über eine einzige Leitung. Durch die Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht der Hersteller auf dem gesamten Weg von der Steuerung bis zum Sensor eine durchgängige sichere Kommunikation. Die standardisierte Schnittstelle vereinfacht die Anbindung und reduziert Planungs- und Installationsaufwand. Zusätzlich senken umfassende Diagnosefunktionen den Wartungsaufwand und steigern dadurch die Anlagenverfügbarkeit.
Skalierbares Schutztürsystem mit EtherNet/IP
Mit der MGB2 Modular können Betreiber ihre Maschinensicherheit flexibel an neue Anforderungen anpassen. Das vollständig modulare Schutztürsystem wächst mit veränderten Maschinen- und Anlagenkonzepten, Linienumbauten sowie Retrofit-Projekten mit, Bedienung und Signalisierung sind in einem Gerät gebündelt.
Das reduziert den Komponenten- und Integrationsaufwand. Dank der Unterstützung von Profinet, EtherCAT(P) und EtherNet/IP lässt sich die MGB2 Modular in gängige Steuerungen integrieren. Ein integrierter Ethernet-Switch verringert zudem den Verdrahtungsaufwand und vereinfacht die Netzwerktopologie. Auch unter anspruchsvollen Bedingungen bleibt das System zuverlässig: Es ist für Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius ausgelegt, erreicht Schutzart IP65 und erfüllt Sicherheitslevel bis PL e / SIL 3.
SPS: Halle 7, Stand 280




















