22.02.2018 • Produkt

Kaspersky: Spam-und Phishing-Analyse für 2017

Deutsche Nutzer empfangen weltweit die meisten bedrohlichen Spam-Nachrichten, E-Mails mit kompromittiertem Anhang oder Links zu gefährlichen Webseiten. Während im Fußball die Fans einer erfolgreichen Titelverteidigung entgegenfiebern, ist Deutschland beim Empfangen gefährlicher Nachrichten mittlerweile zum dritten Mal in Folge Weltmeister.

So landeten in den Jahren 2015, 2016 und 2017 die meisten E-Mails, in denen der Anti-Virus-Alarm von Kaspersky Lab anschlug, auf deutschen Konten; 2017 wurde beispielsweise jede sechste gefährliche E-Mail (16,25 Prozent) an ein deutsches Mail-Postfach geschickt, was gegenüber 2016 einen leichten Anstieg von 2,12 Prozentpunkten entspricht. Diese Zahlen gehen aus dem Spam- und Phishing-Report von Kaspersky Lab für das Jahr 2017 hervor.

Top-Themen der Spammer: Fußball-WM und Bitcoins
Ob kostenlose Tickets oder Verlosungen für Eintrittskarten, im Jahr 2017 wurden die Vorbereitungen auf die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2018 intensiviert – ein willkommener Anlass für Cyberkriminelle. So wurden E-Mails mit den offiziellen Logos der Veranstalter, einschließlich der Markeninformationen und Sponsoren versehen, um Nutzer dazu zu bringen, auf einen kompromittierten Anhang oder Link zu einer gefährlichen Webseite zu klicken.

Ein weiteres heißes Thema für Spam und Phishing im vergangenen Jahr: Kryptowährung – der Bitcoin-Preis ist dramatisch gestiegen, zeitgleich hat sich die Bekanntheit unter den Nutzern – laut Bitkom haben inzwischen zwei Drittel der Deutschen schon einmal etwas von Bitcoin gehört – drastisch erhöht, und damit auch die Klickwahrscheinlichkeit auf gefährliche Inhalte. Die Experten von Kaspersky Lab haben bereits im dritten Quartal 2017 einen Anstieg von Spam-Mails rundum das Thema Blockchain gemeldet.

Kriminelle nutzen verschiedene Tricks: beispielsweise Webseiten, die sich als Kryptowährungsbörsen tarnen, oder als gefälschte Dienste, die Cloud-Mining anbieten. Neben traditionelleren Betrugspraktiken, wie gefakten Lottogewinnen, verwendeten Kriminelle das Thema Bitcoin als Köder, um zusätzlich zu zielgerichteten Adressdatenbanken, die durch Spam beworben wurden, auch Datenbanken mit E-Mails für Kryptowährung zum Kauf anzubieten.

 

 

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