KRITIS-Sicherheit neu denken: Offene, hybride Sicherheitsarchitekturen für mehr Resilienz, Compliance und Effizienz in kritischen Infrastrukturen
In vielen Kritis-Bereichen führt gewachsene Sicherheitstechnik zu komplexen Insellösungen, die Zeit, Personal und Transparenz kosten. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen und geopolitische Risiken, während moderne Systeme zunehmend IT Know-how verlangen. Offene, hybride Architekturen ermöglichen eine schrittweise Modernisierung ohne Systembruch: Sie integrieren bestehende Gewerke, schaffen zentrale Übersicht, erhöhen Resilienz und erfüllen aktuelle Sicherheits- und Compliance Standards. Ein Beitrag von Klaus Herget, Channel Development Manager bei Nox Systems in Liechtenstein.

Die Sicherheitslandschaft in kritischen Infrastrukturen gleicht in vielen Fällen einem gewachsenen Flickenteppich. Über Jahrzehnte wurden Zutrittskontrollen, Brand- und Einbruchmeldeanlagen oder Videotechnik jeweils separat angeschafft und erweitert – häufig von unterschiedlichen Herstellern und ohne gemeinsame Integrationsstrategie, da jedes Gewerk seine eigene Steuerung hat. Was zu Beginn praktikabel erschien, erweist sich heute als problematisch, denn die Betreuung unterschiedlicher Systeme und Steuerungen ist personal- und zeitintensiv. Zudem sprechen Systeme nicht dieselbe Sprache, Schnittstellen funktionieren nur eingeschränkt, und zentrale Transparenz fehlt. Alarmmeldungen laufen ins Leere, Redundanzen erzeugen unnötige Kosten, und jede Erweiterung wird zur organisatorischen Mammutaufgabe.
Besonders kritisch ist, dass sich die Sicherheitstechnik in den vergangenen Jahren stark verändert hat: Moderne Systeme sind heute IT-basiert, nutzen IP-Netzwerke, Verschlüsselungstechnologien und komplexe Kommunikationsprotokolle. Sie lassen sich kaum noch mit den Mitteln des klassischen Facility-Managements betreiben, sondern erfordern Know-how in der IT-Sicherheit, Netzwerkarchitekturen und Cyber-Security-Strategien. Statt einfacher Technikpflege ist heute tiefes IT- und Prozessverständnis gefragt. Betreiber verlieren dadurch nicht nur Effizienz, sondern auch Sicherheit. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Leitstellen mitunter bis zu 40 Prozent ihrer Kapazitäten für reinen Koordinationsaufwand benötigen.
Weiterlesen mit Login
Noch nicht registriert?
Geschützter Bereich: Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und erhalten Sie vollen Zugriff auf alle exklusiven Inhalte von GIT SICHERHEIT. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen regelmäßig Top-Meldungen aus der Sicherheitsbranche sowie die aktuelle E-Ausgabe.
RegistrierenBusiness Partner
Nox SystemsKanalstrasse 18
9490 Vaduz
Liechtenstein
Meist gelesen

Interview mit Klüh Security-Geschäftsführer Sven Horstmann über integrierte Alarmempfangsstelle (AES) und Notruf- und Serviceleitstelle (NSL)
Klüh Security: Zertifizierte AES/NSL setzt neue Maßstäbe für KRITIS-Schutz, Alarmmanagement und Informationssicherheit

VIP-Interview: Linda Voigtländer, Leitung Gefahrenabwehr Prävention, Infraserv Höchst
VIP in der Welt der Sicherheit: Linda Voigtländer, Leitung Gefahrenabwehr Prävention, Infraserv Höchst

Drohnen statt Streckengänge: DB plant automatisierte Überwachung zur Abwehr von Manipulationen und Störungen
DB-Chef Hennies: Wie KI, Drohnen & Bodycams die Bahnsicherheit revolutionieren. Ein Blick auf die neue Strategie

Grüner Bunker Hamburg: Intelligente Videoüberwachung und Personenzählung für ein sicheres, modernes Stadtgarten-Konzept“
Grüner Bunker Hamburg: Moderne Sicherheitstechnik, Besucherzählung und Videoüberwachung für einen einzigartigen Stadtgarten

BHE-Kongress: Zwischen Perimeter, Cloud und KI – Neue Praxisfragen für Video und Zutritt
BHE-Fachkongress Videosicherheit und Zutrittssteuerung 2026: KI in der Videosicherheit, Cloud-Modelle, CRA/NIS2, Videoaufschaltung auf Leitstellen, Perimeterschutz, Biometrie und Besuchermanagement.













