Pepperl+Fuchs: Digitalisierung in Service und Wartung

Im November lud Pepperl+Fuchs Kunden, Interessenten und Partner zum Online Summit „Your Future Automation“ ein.

Der Fokus lag dabei auf der Zukunft der Automatisierung und der Frage, wie neue Technologien gepaart mit bewährten Anwendungen für optimierte Prozesse ­sorgen können. Auch die Pepperl+Fuchs Marke Ecom Instruments präsentierte dabei aktuelle Anwendungsfälle und gab gleichzeitig einen Ausblick auf kommende Innovationen.

Die Digitalisierung bietet Unternehmen immer bessere Möglichkeiten, Prozesse zu optimieren. Besonders die Wartung und Inspektion von Anlagen wird dank moderner Technologie effizienter gestaltet. Intelligente mobile Geräte ermöglichen eine effektivere Planung der Arbeitsabläufe und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Anleitung durch Experten an anderen Standorten und digitale Maßnahmen unterstützen Techniker mobil bei der Ausführung von komplexen Aufgaben direkt in der Anlage. Hierbei ermöglicht die Anbindung aller Assets die Echtzeitverfügbarkeit sämtlicher relevanter Daten. Daraus wiederum resultiert ein immenser Kenntnisgewinn bei Unternehmen und Mitarbeitern über den Zustand der Anlage und die laufenden Prozesse.

                                    

Aktivieren und Verknüpfen der Systeme und Anlagen
Damit dies im Unternehmen umsetzbar ist, bedarf es allerdings einer entsprechenden Infrastruktur. Alle Daten müssen fortlaufend in ein verknüpftes Backend eingespeist und über dieses ausgewertet werden. Durch die Verknüpfung von Back- und Frontend sind die Daten jederzeit und ortsunabhängig verfügbar und können so unter Einsatz von Kollaborations-Tools zielführend genutzt werden. Nur ein zuverlässiger Datenbestand und -strom sichert die Prozessqualität und sorgt schlussendlich dafür, dass eine effektive Planung und Umsetzung der Wartung vorgenommen werden kann und mögliche Problemquellen vermieden oder schnell entdeckt und behoben werden können.

Die Einbindung mobiler Endgeräte und Tools hilft dabei, dem Ziel einer digitalen Produktion einen Schritt näher zu kommen. Ecom passt daher seine mobilen Endgeräte perfekt auf die Bedürfnisse des modernen Mobile Workers an. Sie müssen den Mitarbeiter sinnvoll bei seiner täglichen Arbeit unterstützen und gleichzeitig den Bedingungen einer rauen Industrieumgebung standhalten. Zudem sollten Geräte weltweit einsetzbar sein. Dies setzt neben einer generellen Verfügbarkeit auch die Erfüllung unterschiedlicher Auflagen und der Einsatzfähigkeit in diversen Infrastrukturen voraus. An erster Stelle steht immer die Sicherheit des Arbeiters, daher ist die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards und Vorkehrungen zur schnellen Notfallalarmierung im Ernstfall bei allen Geräten von Ecom gegeben.

Doch mobile Geräte sind mehr als nur Kommunikationswerkzeuge. Als Teil einer Gesamtlösung unterstützen sie mobile Mitarbeiter auch dabei, Daten zu erfassen, auszuwerten und autark schnell auf jegliche Eventualitäten zu reagieren. „Ecom versteht, dass Unternehmensmobilität neue Geschäftsmodelle und -prozesse innerhalb der Industrie 4.0 unterstützen muss. Aus diesem Grund entwickeln wir Produkte und Systeme, die nahtlos miteinander interagieren, um die bestmögliche Benutzererfahrung zu bieten“, erklärt Jörg Hartleb, Chief Operating Officer bei Ecom Instruments.

Inspektion und vorausschauende Wartung
Die optimale Planung von Wartungsvorgängen sowie Minimierung von Ausfallzeiten durch vorausschauende Wartungen und den rechtzeitigen Austausch von Bauteilen sind entscheidende Schritte für eine effektive Betriebsführung. Durch die Digitalisierung des Betriebs und die Nutzung von Echtzeitdaten, etwa mittels Sensorik und digitalen Anwendungen, wird das Personal im Falle einer Abweichung schnell alarmiert. So können sowohl geplante als auch ungeplante Ausfallzeiten drastisch reduziert werden. Kürzere Ausfallzeiten und geringere Kosten für Neuanschaffungen sind die positiven Effekte.

Um die erhobenen Daten im Backend entsprechend auswerten zu können, bedarf es einer Software, die in der Lage ist, die richtigen Schlüsse aus den vorhandenen Daten, sowohl historischen als auch aktuellen, zu ziehen und daraus eine bessere Planung für die eigene Anlage zu entwickeln.

Ein bedienerfreundliches Interface in Kombination mit praktischen Endgeräten sorgt schlussendlich für eine hohe Akzeptanz und Nutzung der Vorteile, die die digitale Transformation mit sich bringt. Das neue Tablet für den Ex-Bereich Tab-Ex Pro von Ecom mit 10-Zoll-Bildschirm vereint zum Beispiel den Industrieeinsatz im Feld und im Büro dank eines integrierten Desktop-Modus, der das Tablet mit einem Schritt als Desktop Variante nutzbar macht. Pogo-Pin-Aufladung und ein leistungsstarker und austauschbarer Akku mit einer Kapazität von 7.400 mAh für eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden sorgen zusätzlich für einen einwandfreien Betrieb und eine lange Einsatzzeit des Tab-Ex Pro im Gelände. Der hochauflösende Bildschirm garantiert zudem ein einwandfreies Bild bei Unterstützung durch Fernwartung oder Video-Tutorials.

Unternehmen nicht nur aus der Öl- und Gasindustrie können dank der Implementierung entsprechender Systeme mit der Unterstützung von Ecom hier schon einige Erfolge verzeichnen: Durchgeführte Projekte zeigen, dass die vorausschauende Wartung auf Grundlage intelligenter Datenauswertung schnell sowohl die Anzahl an Inspektionen und Wartungsvorgängen als auch Kosten für Neuanschaffungen und Ausfallzeiten reduziert.

Fernunterstützung und vorbeugende Wartung
Ein großer Vorteil des Einsatzes intelligenter Endgeräte in der Industrie ist die Möglichkeit der Fernunterstützung von Technikern bei der Durchführung komplexer Inspektionsvorgänge. Hierzu können Videoanrufe oder Augmented Reality (AR)-Anwendungen auch im Ex-Bereich über intelligente Geräte genutzt werden. Entsprechende Peripherie wie Headsets und Halterungen sorgen dabei für freie Hände zur ungehinderten Durchführung der Aufgaben. Die Echtzeitanalyse von Daten zeigt sofort den Erfolg der Wartung an. Diese Möglichkeiten in Kombination mit der vorausschauenden Wartung zur Bestimmung des Zustands in Betrieb befindlicher Bauteile garantiert eine optimale Planung der Arbeitsabläufe und die schnelle Behebung von Problemquellen durch die Mitarbeiter.

Die Fernwartung schließt besonders in Zeiten von Fachkräftemangel entstehende Lücken beim Personal vor Ort. Techniker im Feld haben so jederzeit Zugang zu allen notwendigen Informationen und Experten können ortsunabhängig bei speziellen Problemstellungen oder Fragen unterstützen.

Die Tab-Ex-Serie von Ecom zum Beispiel verfügt zusätzlich über unterschiedliche Funktionalitäten, einschließlich eines Beschleunigungsmessers, eines elektromagnetischen Gyroskops und GPS. Das Zusammenspiel eröffnet auch die Anwendung von AR-Programmen im Remote-Support, digitalen Schulungen und kundenspezifischen Tools, die für alle Aufgabenbereiche von der Anlagenverwaltung bis zur Anlageninspektion eingesetzt werden können.

Fernunterstützung und digitale ­Prozesse
Um die Fernunterstützung auf ein neues Level zu heben, arbeitet Ecom derzeit mit einem Partner an der Entwicklung weiterer digitaler Produkte, die in Kombination mit den Smartphones eingesetzt werden können. Für eine optimale Hands-free-Bedienung auch mittels Sprachsteuerung durch den Mitarbeiter vor Ort und eine optimale Sicht auf die Vorgänge durch den Remote-Experten stehen besonders Smart Glasses im Fokus der Entwicklung.

Ein Experte kann so Unterstützung oder Anweisungen geben, während Informationen und Anweisungen live und direkt in das Sichtfeld des Arbeiters gespielt werden. Ecom legt dabei ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Glasses und Ihre Funktionalitäten perfekt an den Industriealltag und auch den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen angepasst werden. Besonders die kombinierte Lösung aus Smartphone und Glasses eröffnet neue Möglichkeiten bzw. Vorteile und merzt Schwachpunkte der bisher verfügbaren Modelle aus. Die Herausforderung liegt darin, sich von bisherigen Merkmalen zu lösen und das Konzept Smart Glasses neu zu denken.

Digitalisierung in Service und Wartung
Um eine Anlage im Sinne der Industrie 4.0 zu digitalisieren und die Möglichkeiten der Digitalisierung optimal auszureizen, ist es essentiell, Daten zu erfassen, zentral zu sammeln, zu aggregieren und auszuwerten zu können, sowie die daraus entstandenen Erkenntnisse den Mitarbeitern jederzeit und überall in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. Beim Aufbau einer solchen Infrastruktur spielen intelligente Endgeräte wie Smartphones, Smartwatches, Tablets und Smart Glasses, die sowohl für den Einsatz in Industrie als auch im Ex-Bereich geeignet sind, eine große Rolle. Sie sorgen dafür, dass Mitarbeiter nicht nur untereinander vernetzt sind, sondern auch Daten und Systeme. So ist es möglich, vorausschauend zu planen, Expertise zu teilen und Ausfälle von Geräten zu vermeiden. Das Ergebnis sind optimierte Prozesse, bessere Planbarkeit und Kosteneinsparungen sowie eine höhere Produktivität. Hardware, Software und Mensch bilden dabei ein komplexes und effektives Ökosystem.

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