PFAS-Verbot ab 2025: Fluorfrei löschen mit nachhaltigen Feuerlöschern von Total und Johnson Controls
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) galten in zahlreichen Industrien als unverzichtbar, so auch in Feuerlöschschäumen. Wegen ihrer negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit, arbeitet die EU-Kommission seit Jahren an einer generellen PFAS-Verbotsrichtlinie. Bei Feuerlöschschäumen gibt es bereits wirksame fluorfreie Alternativen und so wurde zum 23.10.2025 die EU-Verbotsrichtlinie für PFAS in Feuerlöschschäumen in Kraft gesetzt. Unternehmen wie Johnson Controls und Total Feuerschutz sind schon lange darauf vorbereitet. Ein Beitrag von Philip Sigesmund, Senior Business Development Manager und Leiter Bereich Technischer Brandschutz bei Total Feuerschutz.

PFAS zeichnen sich durch eine hohe chemische Stabilität und Wasser- sowie Fettabweisung aus – Eigenschaften, die sie in Feuerlöschmitteln zu effektiven Helfern gemacht haben. Doch diese Substanzen bauen sich nicht ab, sondern reichern sich über Jahrzehnte in Böden, Gewässern und letztlich auch im menschlichen Körper an. Laut einer Eurobarometer-Umfrage sind 81 % der Europäer besorgt über die gesundheitlichen Folgen, 84 % über die ökologischen Konsequenzen.
Im Juli 2020 initiierten fünf EU-Mitgliedstaaten – Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Schweden – ein gemeinsames Vorhaben zur Beschränkung von PFAS unter der EU-Chemikalienverordnung REACH. Am 13. Januar 2023 reichten sie offiziell ein umfassendes Dossier bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) ein. Die endgültige Richtlinie zur Beschränkung von PFAS in Feuerlöschschäumen wurde schließlich am dritten Oktober 2025 veröffentlicht und markiert einen Meilenstein im europäischen Chemikalienrecht: Bei tragbaren Feuerlöschern ist das Inverkehrbringen ab dem 23.10.2026 und ab dem 30.12.2030 die Verwendung PFAS-haltiger Feuerlöschschäume in der EU verboten.
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