10.02.2026 • Topstory

Video KI 2026: Datenschutzfirst – Wie agentische KI, digitale Zwillinge und vernetzte Smart City Plattformen die urbane Sicherheit neu definieren

2026 wird zu einem entscheidenden Jahr für Video-KI und Smart-City-Technologien. Was vor wenigen Jahren noch experimentell war, wächst zu einem festen Bestandteil der städtischen Infrastruktur. In Deutschland prägt vor allem der EU AI Act diese Entwicklung. Agentische KI, digitale Zwillinge und vernetzte urbane Plattformen setzen neue Maßstäbe. Zugleich steigt die Erwartung, dass städtische Systeme datenschutzfreundlich und dennoch eng miteinander verzahnt sind. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Videoanalysen zu einem regulierten, vernetzten und zunehmend intelligenten Bestandteil urbaner Ökosysteme werden. Ein Beitrag von Barry Norton von Milestone Systems.

Mann mit Hoody an Stehpult vor Monitor in einer Leitstelle
Was vor wenigen Jahren noch experimentell war, wächst zu einem festen Bestandteil der städtischen Infrastruktur
© Milestone

Ein zentrales Einsatzfeld der Videotechnik in Smart Cities ist die Echtzeitanalyse von Videos aus öffentlichen Bereichen. Kommunen in Deutschland rücken weg von überwachungsorientierten Lösungen, die auf Identifizierung abzielen, hin zu Systemen, die Muster, Bewegungen, Menschenströme und Auffälligkeiten erkennen. Diese Weiterentwicklung entspricht der Erwartung des Gesetzgebers, dass Video-KI das öffentliche Interesse unterstützt und gleichzeitig die Privatsphäre schützt.
In der Praxis führt das zu mehr Transparenz, strukturierten Risikoabwägungen und einer lückenlosen Nachvollziehbarkeit von Beschaffungsprozessen. Biometrische Identifikationen wie die Echtzeit-Gesichtserkennung bleiben auf eng umrissene Ausnahmefälle beschränkt. In allen anderen Situationen sorgen Anonymisierung und datenschutzfreundliche Verfahren dafür, dass Personen nicht identifizierbar sein müssen. Die Richtung ist klar: Video-KI konzentriert sich darauf, was an einem Ort geschieht, während die Frage, wer dort ist, bewusst in den Hintergrund rückt. 

Anonymisierung als Grundeinstellung

Parallel zu regulatorischen Vorgaben setzen sich technische Lösungen durch, die Anonymisierung als Grundeinstellung verankern. Anbieter wie das Berliner Unternehmen Brighter AI stellen Tools bereit, die Gesichter und Kennzeichen automatisch unkenntlich machen oder synthetisch ersetzen und dabei dennoch aussagekräftige Auswertungen ermöglichen.
In Deutschland werden Videoaufnahmen aus öffentlichen Räumen grundsätzlich anonymisiert verarbeitet, solange kein rechtlich begründeter Bedarf für identifizierbare Daten besteht. Datenschutzfreundliche Technologien gewinnen so an Bedeutung in öffentlichen Ausschreibungen. Viele Systeme analysieren Daten direkt an der Kamera, sodass sensible Informationen bereits vor der Übertragung geschützt sind. Datenschutz entwickelt sich damit zu einem zentralen architektonischen Prinzip urbaner Video-KI. 

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