Videosicherheitslösung von Dallmeier bei Flottweg

Zur Sicherheit auf dem knapp sechs Hektar großen Betriebsgelände der Firma Flottweg, einem Spezialisten für Separations­technik, trägt maßgeblich eine Videoüber­wachungslösung von Dallmeier bei.

Werkshalle und Produktionsstätte für die Flottweg-Zentrifugen. © Flottweg
Werkshalle und Produktionsstätte für die Flottweg-Zentrifugen. © Flottweg

In Vilsbiburg, unweit von München, befindet sich der Sitz der Firma Flottweg, einem Spezialisten für Separations­technik. Das Unternehmen baut dort auf rund 110.000 qm Anlagen und Maschinen für die Fest-Flüssig-Trennung. Im Jahr 2021 hat das Unternehmen das neue Werk II eingeweiht und seine Produktionsfläche um rund 18.000 qm erweitert. Zur Sicherheit auf dem knapp sechs Hektar großen Betriebsgelände und der Bewilligung als zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (AEO) trägt maßgeblich eine Videoüber­wachungslösung des Regensburger Herstellers Dallmeier bei.

Was haben Schweröl, Wasser, chemische Flüssigkeiten und Getränke wie etwa Bier gemeinsam? Für eine industrielle Weiterverarbeitung ist eine Reinigung bzw. Trennung der Inhaltsstoffe erforderlich. Die Anlagen für diese mechanische Separation liefert Flottweg. In den Werkshallen in Vilsbiburg wird unter anderem auch die größte Dekanter-Zentrifuge der Welt hergestellt. Auf das „Made in Germany“ sowie den Erhalt und die Schaffung von regionalen Arbeitsplätzen ist Flottweg sehr stolz. Verantwortung und Qualität gehören zur Firmenphilosophie des Unternehmens. Das gilt sowohl für die Prozessoptimierung und Sicherung der Produktqualität sowie für den Schutz der Mitarbeiter und des Werksgeländes.
 

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Sicherheit für sechs Hektar ­Betriebsgelände

Für den Neubau in Vilsbiburg mit rund 18.000 qm Produktionsfläche und dem ca. sechs Hektar großen Betriebsgelände suchte das Unternehmen eine Sicherheitslösung nach neuesten technischen Standards, u. a. um die Kriterien für eine AEO-Zertifizierung zu erfüllen. „Innovativ, nachhaltig, Made in Germany, DSGVO-konform“, so skizziert Robert Waxenberger, Stellvertretender Leiter IT bei Flottweg, die Anforderungen an die neue Lösung. Seine Erfahrungen aus Werk I, in dem Single-Sensor-Kameras des Regensburger Herstellers Dallmeier seit Jahren zuverlässig zum Einsatz kommen, waren entscheidungsgebend bei der weiteren Auswahl. In enger Zusammenarbeit entwickelten Flottweg und das Errichter-Unternehmen Franz Sicherungstechnik ein neues Sicherheitskonzept für Werk II mit Komponenten aus dem Dallmeier-Portfolio, bestehend aus den Multifocal-Sensorkameras Panomera, Megapixel Dome-Kameras, dem Aufzeichnungssystem IPS 10.000 und der Videomanagement-Software Semsy Compact.

Die Zentrifugen und Dekanter durchlaufen vor der Auslieferung ein strenges Prüfverfahren, wobei die Testläufe unter Kameraüberwachung in neun dafür eigens gebauten Testbunkern stattfinden. „Sollte bei einem Test-Durchlauf etwas passieren, kann man sich nicht vorstellen, mit welcher Kraft uns hier die Teile um die Ohren fliegen würden. Um die Mitarbeiter zu schützen, muss der Testprozess „personenfrei“ erfolgen. Da wir gleichzeitig die reibungslose Durchführung sehen müssen, setzen wir an dieser Stelle Kameras ein“, erklärt Robert Waxenberger. Die Dome-Kameras unterstützen den Operator bei der Prozessüberwachung.


Keine AEO-Zertifizierung ohne ­geschlossenen Perimeterschutz

Mit einem Exportanteil von ca. 80 Prozent hat die Zertifizierung zum zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO – Authorized Economic Operator) eine große wirtschaftliche Bedeutung für Flottweg, da dadurch die Versandabwicklung wesentlich erleichtert wird. Ein Dreiklang an physischen Sicherungsmaßnahmen ist ein Teil der Voraussetzungen für den Erhalt der Zulassung. Dieser besteht aus der Sicherung des Perimeters, der Überwachung der Versandhalle und der optischen Kontrolle des Verladebereichs. Das Gelände rund um die Werkshalle wird in einem sogenannten geschlossenen Perimeter überwacht. Jeder Zaunabschnitt mit einem Korridor von etwa 90 Meter Länge unterliegt einer lückenlosen Detektion durch Panomera-Kameras der S-Serie.

Die Multifocal-Sensorsysteme sind besonders geeignet für die großen Distanzen am Zaun, da sie durch ihr spezielles Sensorkonzept auch bei großen Entfernungen eine hochqualitative Bildauflösung gewährleisten. Bewegungen von Objekten, wie beispielsweise Personen oder Fahrzeugen, können so auch über lange Strecken ohne Aufzeichnungslücken oder Kamerawechsel nachvollzogen werden. Zusätzlich zum Schutz gegen unerlaubten Zutritt und zur Vorfallsklärung werden die Versandhalle und der Versandplatz bzw. der Verladebereich, mit einer Fläche von 1.700 Quadratmeter, lückenlos durch Kameras optisch überwacht.
 

Teurere Hardware – aber geringere Gesamtkosten

Neben der Bildqualität waren die geringen Infrastrukturkosten ein starkes Argument für den Einsatz der Panomera-Systeme: „Betrachtet man die reinen Hardwarekomponenten, sind Vergleichsangebote günstiger. Wirft man den Blick auf das große Ganze, benötigen wir um ein Vielfaches weniger an Infrastruktur in Form von Kabeln, Masten, Netzwerk und Kameras. In der Gesamtkostenbetrachtung ist damit die Panomera die günstigste Variante. Aber auch für den Operator erleichtert es die Arbeit wesentlich, da er nun auf der Monitor-Wall nicht die Bilder von zig Kameras verfolgen muss, sondern nur von ein paar wenigen“, erläutert Andreas Franz, Geschäftsführer Franz Sicherungstechnik.

Für die Alarmaufschaltung und Analyse setzt Flottweg die Video Management Software (VMS) „Semsy Compact“ ein. Diese VMS-Lösung für kleinere und mittlere Anforderungen macht es den Operatoren als innovatives Assistenzsystem leicht, relevante Sequenzen über die „Komfortsuche“ schnell zu finden. Gekoppelt mit einer graphischen Benutzeroberfläche in Form eines verlinkten Lageplans und einem anwenderfreundlichen Dashboard lassen sich Vorfälle schnell zuordnen und ermöglichen ein effizientes Aufklärungsmanagement.

Das prämierte Montagekonzept Mountera (iF Design Award & Red Dot Award Winner) beweist auch bei Flottweg die Effizienz bei der Installation der Panomera-Kameras. Andreas Franz ist begeistert: „Mountera macht uns das Leben sehr viel leichter, da es die Montage der 17 Kilogramm schweren Panomera-Systeme durch das Quick-Lock-Konzept um ein Vielfaches vereinfacht.“


Zeitersparnis durch Kennzeichen­erkennung

Hinter dem automatisierten Zufahrtsmanagement für die Mitarbeiter steckt das neue Dallmeier Kennzeichen-Erfassungssystem. Die ANPR-Kameras und die dazugehörige Software lesen die Fahrzeugkennzeichen aus und die Schranke öffnet sich für die registrierten Kennzeichen automatisch. „Für die Mitarbeiter ist so eine bequeme Zufahrt möglich und Flottweg hat die Garantie, dass sich keine unbefugten Fahrzeuge auf dem Firmengelände aufhalten“, erzählt Andreas Franz. Aber auch vorab registrierte Zulieferer und Verlader, die im Rahmen der AEO-Zertifizierung bei Flottweg zugelassen sind, profitieren von einer vereinfachten Zufahrt zu den Verladeplätzen.

Datenschutz und Nachhaltigkeit

„Als Hersteller tragen wir eine Verantwortung, unseren Kunden sichere Produkte an die Hand zu geben“, so Christian Linthaler, Dallmeier Sales Director national / international. „Mit unserer Leitlinie „Privacy by Design“ bieten wir produktseitig umfassende Möglichkeiten für Datenschutz- und Datensicherheitseinstellungen an.“ Die Privatsphäre der Mitarbeiter lässt sich über Privacy Zones in den Kameraeinstellungen schützen. Sensible Mitarbeiter-Bereiche können z. B. ausgeschwärzt oder vollständig aus dem Überwachungsbereich ausgegrenzt werden. Des Weiteren sorgen Zugriffskonzepte für umfassenden Schutz.

Hinter dem ganzheitlichen Lösungskonzept steckt ein Hersteller mit einer hohen Fertigungstiefe in Forschung, Entwicklung und Produktion, der seine Komponenten am Standort Regensburg entwickelt und produziert. „Made in Germany“ mit höchstem Qualitätsanspruch an Material und vor allem Langlebigkeit. Durch den Einsatz von Panomera ist eine wesentlich geringere Anzahl an Material, Produkten und Infrastruktur notwendig. Zusätzlich können nahezu alle Komponenten via Upgrades auf den neuesten Stand gebracht werden, ohne dafür extra ausgetauscht werden zu müssen. Alle Faktoren zusammengenommen schonen Ressourcen und den Energieverbrauch.


Fazit

„Mit der kundenorientierten Lösung und dem Projekthandling durch Franz Sicherungstechnik waren wir sehr zufrieden. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet“, resümiert Waxenberger. „Als Global Player mit regionalen Wurzeln vereinen Flottweg und Dallmeier Tradition und Moderne. Gleichzeitig haben wir denselben Anspruch an die Qualität in der Planung, Umsetzung und an die Produkte. Wir sind sehr froh, uns wieder für eine Dallmeier Lösung in Kooperation mit Franz Sicherungstechnik entschieden zu haben.“

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