10.06.2026 • Topstory

Wenn autonome Systeme das Sicherheitspersonal stärken

Steigende Sicherheitsanforderungen, zunehmende Komplexität von Infrastrukturen und ein spürbarer Fachkräftemangel prägen die Arbeit vieler Sicherheitsabteilungen. Technologische Unterstützung rückt dabei stärker in den Fokus – nicht als Ersatz für menschliche Expertise, sondern als Ergänzung im operativen Alltag. Welche Rolle autonome Systeme dabei spielen können, zeigen aktuell die Innovation Days 2026 in Leipzig anhand konkreter Anwendungen aus der Praxis. GIT SICHERHEIT vor Ort.

Mann zeigt eine Grafik am Monitor vor Publikum
Aleksej Tokarev, Co-Founder und CEO von Security Robotics: Darstellung realer Anwendungsszenarien
© GIT SICHERHEIT

Sicherheitsverantwortliche stehen heute vor der Aufgabe, ein immer breiteres Aufgabenspektrum mit begrenzten personellen Ressourcen abzudecken. Klassische Konzepte geraten dabei zunehmend an organisatorische und wirtschaftliche Grenzen. Gleichzeitig entwickeln sich Technologien rasant weiter und eröffnen neue Möglichkeiten, Sicherheitsprozesse strukturiert zu unterstützen.

Die Innovation Days 2026, die vom 9. bis 11. Juni in Leipzig stattfinden, setzen genau an diesem Punkt an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mensch und Technologie gemeinsam Sicherheitsaufgaben übernehmen können – praxisnah, nachvollziehbar und ohne visionäre Überhöhung.

Sicherheitsrobotik als Antwort auf veränderte Rahmenbedingungen

Roboterhund vor Kleingarage, im Hintergrund ein Mast mit Kameras
Sicherheitsoboter Spot: Auch in Verbindung mit mobilen Videotürmen einsetzbar
© GIT SICHERHEIT

Der Einsatz autonomer Systeme in der Sicherheitswirtschaft ist kein Selbstzweck. Er folgt konkreten Anforderungen aus der Praxis: größere Areale, höhere Dokumentationspflichten, kontinuierliche Verfügbarkeit und steigende Erwartungen an Reaktionszeiten. Autonome Robotik und Drohnentechnologien können hier unterstützend wirken, indem sie repetitive, zeitintensive oder physisch belastende Aufgaben übernehmen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um den Abbau von Arbeitsplätzen. Vielmehr zeigen aktuelle Projekte, dass Sicherheitsroboter das vorhandene Personal entlasten und dessen Einsatz effizienter gestalten. Mitarbeitende gewinnen Zeit für bewertende, koordinierende und kommunikative Tätigkeiten – also für Aufgaben, bei denen menschliche Erfahrung und Entscheidungskompetenz unverzichtbar bleiben.

Praxisnahe Einblicke statt theoretischer Konzepte

Ein zentrales Merkmal der Innovation Days ist die Darstellung realer Anwendungsszenarien. Besucherinnen und Besucher erleben autonome Systeme im laufenden Betrieb und erhalten Einblicke in deren Integration in bestehende Sicherheitsstrukturen.

Zu den vorgestellten Lösungen zählen unter anderem stationäre Systeme zur Objektüberwachung, mobile Roboter für Kontroll- und Inspektionsgänge sowie Plattformen zur zentralen Steuerung und Auswertung sicherheitsrelevanter Daten. Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Umsetzbarkeit und der Zusammenarbeit mit menschlichen Einsatzkräften.

Innovation Days 2026

Jetzt noch bis zum 11. Juni 2026 die Innovation Days 2026 besuchen:
Security Robotics Development & Solutions GmbH
Mühlweg 44, 04319 Leipzig

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Mobile und stationäre Systeme im Zusammenspiel

Stationäre Überwachungslösungen wie Beehive eignen sich für klar definierte Areale, in denen eine kontinuierliche Präsenz erforderlich ist. Mobile Systeme wie Spot, Argus oder Go2 erweitern diesen Ansatz, indem sie flexibel eingesetzt werden können – etwa für Patrouillen, Lageerkundungen oder Inspektionen in anspruchsvollen Umgebungen.

Die Systeme erfassen dabei Sensordaten, Bildmaterial und Zustandsinformationen, die dem Sicherheitspersonal in strukturierter Form zur Verfügung gestellt werden. Entscheidungen und Maßnahmen verbleiben bewusst beim Menschen. Robotik fungiert hier als verlängerter Arm der Sicherheitsorganisation.

Datenintegration als Schlüssel zur Wirksamkeit

Neben der physischen Präsenz autonomer Systeme spielt die intelligente Verarbeitung von Informationen eine zentrale Rolle. Lösungen wie Nucron ermöglichen die Zusammenführung und Auswertung sicherheitsrelevanter Daten aus unterschiedlichen Quellen. Ergänzt wird dies durch Plattformen wie ACUDA, die als zentrale Steuerungs- und Visualisierungsebene dienen.

Für Sicherheitsabteilungen entsteht so ein konsistentes Lagebild, das Transparenz schafft und fundierte Entscheidungen unterstützt. Auch hier zeigt sich: Technologie ersetzt keine Fachkräfte, sondern stellt Werkzeuge bereit, die deren Arbeit strukturierter und belastbarer machen.

Akzeptanz durch Transparenz und Qualifikation

Die Einführung autonomer Systeme erfordert neben technischer Expertise auch kommunikative Begleitung. Akzeptanz entsteht dort, wo Mitarbeitende frühzeitig eingebunden werden und den konkreten Nutzen für ihre tägliche Arbeit erkennen. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Schulung, klare Rollenverteilung und transparente Prozesse entscheidend sind.

Die Innovation Days greifen auch diesen Aspekt auf und bieten Raum für fachlichen Austausch. Sicherheitsverantwortliche, Planer und Anwender können sich über organisatorische, rechtliche und betriebliche Rahmenbedingungen informieren.

Innovation Days 2026 noch live erlebbar

Die Innovation Days 2026 finden noch heute, am 10. Juni, sowie morgen, am 11. Juni 2026, in Leipzig statt. Interessierte aus Sicherheitsmanagement, Werkschutz und Unternehmenssicherheit haben damit kurzfristig die Möglichkeit, autonome Sicherheitslösungen im praktischen Einsatz kennenzulernen und deren Potenzial für den eigenen Verantwortungsbereich einzuordnen.

Weitergehende Informationen zu den Systemen sind auch über die untenstehenden Kontaktdaten erhältlich.

Mann hält Vortrag vor Monitor
"Nicht zu überwachende Bereiche werden verpixelt": CEO Aleksej Tokarev zeigt, wie Sicherheitsoboter bei der Perimetersicherung helfen
© GIT SICHERHEIT

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