Siemens AG erhält VdS-Anerkennung für sichere Ferndienste
Innerhalb des turnusmäßigen Anerkennungsverfahrens hat sich die Siemens AG erfolgreich einer erweiterten Prüfung seines Fernservices für Brandmeldeanlagen unterzogen. Mit diesem zusätzlichen Nachweis kann er künftig umfassend belegen, Fernzugriffe auf installierte Brandmeldeanlagen sicher und normkonform durchzuführen.

Als erster Errichter erhält die Siemens AG die VdS-Anerkennung mit dem Zusatz „Geprüfter Fernservice nach DIN EN 50710”. VdS bestätigt damit, dass das qualifizierte Fernwartungsangebot für Brandmeldeanlagen von Siemens die hohen Sicherheitsstandards der europäischen Norm erfüllt. Sie definiert die Anforderungen an eine sichere Bereitstellung von Ferndiensten für jegliche Gefahrenmeldeanlagen.
Fernservice: Zertifizierung erstmals Teil der VdS-Anerkennung
Die umfangreichen Prüfungen zur Umsetzung der Normanforderungen sind im Zuge der VdS-Errichteranerkennung für Gefahrenmeldeanlagen an den Siemens-Niederlassungen in Essen und Frankfurt durchgeführt worden. Dabei wurden alle relevanten Vorgänge rund um die Instandhaltung geprüft und der Fernzugriff nach DIN EN 50710 separat begutachtet. Anders als nach Abschluss des herkömmlichen Prüfverfahrens erfolgt der Nachweis nicht durch ein gesondertes Dokument, sondern als Zusatzvermerk auf dem Anerkennungszertifikat.
„Durch die Integration der Zertifizierung sicherer Ferndienste in die VdS-Errichteranerkennung schaffen wir einen echten Mehrwert für Errichter und Betreiber. Der hier erbrachte Nachweis dokumentiert die sichere und normkonforme Fernwartung bundesweit – das schafft Vertrauen, reduziert den Aufwand auf beiden Seiten und unterstützt den sicheren Einsatz innovativer Services“, betont Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS.
„Bei dieser noch vergleichsweise jungen Norm war es uns wichtig, es nicht bei einer Eigenerklärung zur Normenkonformität unserer Prozesse zu belassen, sondern unsere Interpretationen und deren Umsetzung zusätzlich durch einen unabhängigen Sachverständigen validieren zu lassen. Mit VdS hatten wir dabei einen kompetenten und vertrauenswürdigen Partner an unserer Seite“, ergänzt Stefan Crass, Portfoliomanager Safety Services, Siemens AG.
VdS als Innovationstreiber: Sicherheitslösungen für die Zukunft
Mit dem erfolgreichen Anerkennungsverfahren von Siemens unterstreicht VdS seine Rolle als Innovationsführer: Die renommierte, unabhängige Institution für Unternehmenssicherheit treibt die Entwicklung sicherer Fernwartungslösungen weiter voran – von klassischen Gefahrenmeldeanlagen über automatische Feuerlöschanlagen und Zutrittskontrollanlagen bis hin zu vernetzten Gebäudesystemen.
Bereits an der Erstellung der DIN EN 50710 haben Fachleute von VdS aktiv mitgewirkt und inzwischen auch ergänzende Richtlinien für Fernzugangsinfrastrukturen veröffentlicht. Die Richtlinien VdS 6041 definieren unter anderem Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen für technische Fernzugangs-Infrastruktur-Plattformen, die bei Fernzugriffen auf Gefahrenmelde- oder Löschanlagen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus bietet VdS auch Zertifizierungen für Selbsttesteinrichtungen (VdS 6038) an, die drohenden Störungen frühzeitig zu erkennen helfen und auch über Fernzugangsinfrastrukturen arbeiten.




















