Terrorwarnung: Wachsamkeit bei privaten Sicherheitsdiensten erhöht
Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. (BDWS), Dr. Harald Olschok, sieht auf Grund der erhöhten Terrorwarnstufe auch die priv...


Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V. (BDWS), Dr. Harald Olschok, sieht auf Grund der erhöhten Terrorwarnstufe auch die privaten Sicherheitsdienste in der Pflicht: „Der Innenminister hat am 17. November offiziell eine Erhöhung der Warnstufe erklärt. Die knapp 15.000 privaten Sicherheitsmitarbeiter in der Luftsicherheit und ca. 6.000 im Schutz des Öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) sind ebenfalls zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen." In beiden Aufgabenfeldern arbeiten die privaten Sicherheitskräfte eng mit der Bundespolizei zusammen. Im Bereich der Luftsicherheit als "Beliehene" auf Grundlage des Luftsicherheitsgesetzes. Eine zusätzliche Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen, wie von manchen Medien vermutet, sei dagegen nicht zu erwarten.
Mit Blick auf die am Donnerstag und Freitag in Hamburg stattfindende Innenministerkonferenz mahnte Olschok an, die auf Frühjahrskonferenz vom 27. bis 28. Mai 2010 in Hamburg beschlossene „Zertifizierung von Unternehmen im privaten Sicherheitsgewerbe" unverzüglich umzusetzen. Der Arbeitskreis II der IMK, dem alle Landespolizeipräsidenten bzw. Leiter der Länderpolizeiabteilungen angehören, sei mit der Umsetzung beauftragt worden. Der BDWS habe unmittelbar danach seine Vorschläge hiezu übermittelt und seine Zusammenarbeit angeboten. Eine Reaktion darauf gebe es leider noch nicht, so der BDWS-Hauptgeschäftsführer.
Weiterführende Links:
- De Maizière: Neue lageangepasste Sicherheitsmaßnahmen
- Konferenz: Experten debattieren Luftsicherheitsforschung
- Reaktion: Fünf-Punkte-Katalog
Die von der IMK in der Fortschreibung ihres Programms Innere Sicherheit im vergangenen Jahr den privaten Sicherheitsdiensten zugedachte Rolle in der Sicherheitsarchitektur könnten diese nur spielen, wenn Qualitätsstandards auch bei der öffentlichen Auftragsvergabe bedarf berücksichtigt werden würden. Hier, so Olschok, sei noch vieles zu verbessern. Zu verbessern sei aber auch die Zusammenarbeit im Bereich der Luftsicherheit. Die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Bundespolizei, Luftfahrtbundesamt und Länderbehörden, wie bspw. Regierungspräsidien, müssen dringend auf den Prüfstand, um eine geschlossene Sicherheitskette zu garantieren. Auch habe der BDWS bereits Anfang dieses Jahres dem Bundesinnenministerium sowie dem ebenfalls zuständigen BMVBS Vorschläge unterbreitet, wie die Ausbildung der eingesetzten Luftsicherheitskontrollkräfte verbessert werden kann.
Business Partner

BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft e.V. - ArchivNorsk-Data-Str. 3
61352 Bad Homburg
Deutschland
Meist gelesen

VfS Kongress 2026 in Berlin
Unter dem Titel „Neues Heavy Metal in der Sicherheitstechnik“ lädt der Verband für Sicherheitstechnik (VfS) am 07. und 08.07.2026 zu seinem Jahreskongress in das politische Berlin ein.

Advancis öffnet WinGuard: AOP schafft neue Möglichkeiten
Die Advancis Software & Services GmbH präsentiert auf der Security Essen ihre Lösungen für integriertes Sicherheits-, Gebäude- und Identitätsmanagement.

TAS stellt Geschäftsführung neu auf
Die TAS Sicherheits- und Kommunikationstechnik richtet ihre Führungsstruktur neu aus. Ziel der Neuausrichtung ist es, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden nahtlos fortzuführen.

Security Essen 2026: Ticketshop ist gestartet
Fachbesucher erwarten vom 22. bis 25. September in der Messe Essen einen umfassenden Marktüberblick, geballte Innovationskraft sowie ideale Voraussetzungen für Networking und Geschäftsanbahnung.

Nach lebensgefährlichem Angriff: BDSW fordert besonderen Schutz für Sicherheitskräfte
Der BDSW zeigt sich erschüttert über den Angriff auf einen Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn, der nach einer eskalierten Fahrscheinkontrolle aus einem fahrenden Regionalzug stürzte und schwer verletzt wurde.











