Ei Electronics: Rauchwarnmelder-Report 2026
97 Prozent der Wohnungen in deutschen Mehrfamilienhäusern sind bereits mit den gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmeldern ausgestattet – der Ausstattungsmarkt gilt damit als nahezu gesättigt. Das ist ein zentrales Ergebnis des aktuellen Rauchwarnmelder-Reports 2026, den das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Ei Electronics durchgeführt hat.

Der Schwerpunkt verschiebt sich entsprechend auf den laufenden Betrieb: Inspektion, Störungsbehebung und turnusmäßiger Austausch rücken in den Vordergrund.
Sicherheitsrisiken im laufenden Betrieb
Dabei zeigt der Report, dass es hier deutliche Defizite zu beheben gibt: In 14 Prozent der Wohnungen findet überhaupt keine Überprüfung der Geräte statt – mit spürbaren Risiken für die Sicherheit der Bewohner. Die Störungsquote liegt bei 16 Prozent und bei einem Viertel der Melder dauert die Behebung des Defekts vier Wochen oder länger. Das liegt häufig an den langen Vorlaufzeiten der betreuenden Serviceunternehmen.

Ferninspektion als Wachstumsfeld
Das Elektrohandwerk wird gerade einmal von 7 Prozent der befragten Haushalte als verantwortlicher Dienstleister genannt – sowohl für die Ferninspektion als auch für die Vor-Ort-Prüfung. Das steht in auffälligem Kontrast zu ihrem eigentlichen Kompetenzprofil: Installation, Konfiguration und Inspektion technischer Systeme gehören zum Kerngeschäft. Damit bietet sich ein wachsender Markt mit deutlichem Ausbaupotenzial. Insbesondere im Bereich der Ferninspektion besteht noch Luft nach oben: Bundesweit sind erst 20 Prozent der Rauchwarnmelder ferninspizierbar.

Verantwortung liegt bei den Eigentümern
Die rechtliche Dimension betont Prof. Dr. Florian Ebrecht, Geschäftsführer der Meravis Immobiliengruppe und Professor für Immobilienmanagement an der IU Internationalen Hochschule: „Wenn Prüf- und Instandhaltungsprozesse von Rauchwarnmeldern nicht sauber organisiert werden, steigen die Haftungsrisiken auch mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht.“ Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und private Vermieter stehen damit zunehmend vor der Frage, wie sie sich rechtssicher aufstellen – und achten entsprechend gezielt auf technische Kompetenz bei der Partnerwahl.
Servicegeschäft lässt sich in bestehende Leistungen integrieren
Für Elektrofachbetriebe bietet sich die Chance, Rauchwarnmelder-Services in bestehende Leistungen wie E-Check oder die Modernisierung von Zählerschränken im Zuge des Smart-Meter-Rollouts zu integrieren – von der fachgerechten Inspektion über die Störungsdiagnose bis zum turnusmäßigen Austausch. So lässt sich eine bestehende Kundenbeziehung ausbauen, statt ein gänzlich neues Geschäftsfeld von aufbauen zu müssen.

















