IoT-Leckage-Warnsystem entlastet Betreiber von Auffangwannen

Denios hat mit der kürzlich erworbenen DIBt-Zulassung für das IoT-Leckage-Warnsystem SpillGuard connect einen wichtigen Durchbruch erzielt. Betreiber von Auffangwannen sind gesetzlich nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) dazu verpflichtet, eine wöchentliche Sichtprüfung durchzuführen, um mögliche Leckagen zu erkennen und zu beseitigen. Diese Sichtprüfung kann nun entfallen, wenn SpillGuard connect zum Einsatz kommt. Das gerade mal handgroße, autark betriebene Gerät spart produzierenden Unternehmen wertvolle Arbeitszeit und erhöht zusätzlich die Sicherheit im Betrieb.

Beim SpillGuard connect handelt es sich um ein innovatives Warnsystem im Bereich der Gefahrstofflagerung: Das Gerät ist mit Batterie und Mobilfunk ausgestattet und mit nur einem Knopfdruck autark funktionsfähig. Es detektiert jede Art von Flüssigkeiten. Sollte es nun zu einer Leckage kommen, erkennt der SpillGuard connect dank des eingebauten Sensors diese Gefahrensituation und schlägt Alarm – per Blinken und Piepton macht das Gerät auf sich aufmerksam. Gleichzeitig wird per E-Mail oder SMS über den Vorfall informiert, so dass eine schnelle Reaktion erfolgen kann. Dadurch werden effektiv Unfallrisiken, Folgekosten sowie rechtliche Konsequenzen minimiert.
 

Zeitraubende Sichtprüfungen ­entfallen

Bislang mussten Unternehmen ihren wöchentlichen Betreiberpflichten nachkommen, indem sie regelmäßig und mühsam alle Auffangwannen im Betrieb einer Sichtkontrolle unterzogen, ob sich darin Flüssigkeiten befinden. Eine Prozedur, die viel Zeit in Anspruch genommen hat: Ein Unternehmen mit beispielsweise 20 Auffangwannen hat bislang mehrere Stunden pro Woche dafür benötigt, um den vorgeschriebenen Kontrollgang zu absolvieren. Rechnet man diese Arbeitszeit auf ein ganzes Jahr hoch, so hat dieses Unternehmen mehr als sieben Arbeitstage mit der Sichtkontrolle der Auffangwannen verbracht. Wertvolle Arbeitszeit, die nun dank des SpillGuard connect mit DIBt-Zulassung sinnvoller eingesetzt werden kann. Das Reporting erfolgt ebenfalls einfach per Knopfdruck. Auch wenn kein Leckage-Ereignis eintritt, speichert der SpillGuard connect einmal wöchentlich den Status und belegt so im Reporting in Kombination mit der DIBt-Zulassung die Erfüllung der betreiberseitigen Prüfpflichten.
 

Keine Leckage bleibt mehr ­unerkannt

Dass flüssige Gefahrstoffe auslaufen, kann jederzeit passieren. Wer das Gebinde auf einer Auffangwanne lagert, hat erst einmal alles richtig gemacht: Sie verhindert zuverlässig, dass die gefährlichen Stoffe ins Erdreich gelangen. Häufig werden ausgelaufene Flüssigkeiten in der Auffangwanne aber nicht sofort entdeckt – zum Beispiel, wenn nicht ständig Personal anwesend ist. Eine nicht bereinigte Leckage kann jedoch schnell gefährlich werden. Bei besonders heiklen Stoffen, die etwa gefährliche Dämpfe absondern, ist schnelles Handeln gefragt. Außerdem muss die Funktionsfähigkeit der Auffangwanne – und damit auch das gesetzlich vorgeschriebene Auffangvolumen – zu jeder Zeit gegeben sein. Wenn sich bereits Flüssigkeit in der Wanne befindet, ist dies womöglich nicht mehr gewährleistet. Das IoT-Leckage-Warnsystem Spillguard connect detektiert rund um die Uhr auslaufende Flüssigkeiten und meldet Leckagen sofort – auch wenn kein Mensch in der Nähe ist. Eine Statushistorie sorgt für die Nachvollziehbarkeit von Meldungen.
 

Datenübertragung per Narrowband IoT

Die Anbindung der Leckage-Überwachung an ein Mobilfunknetz ermöglicht einen vom Firmennetzwerk unab-hängigen Zugriff auf die Daten und Alarmmeldungen. NarrowBand IoT ist eine sichere und effiziente Mobilfunk-Netztechnologie für diese Anwendung. Dieser weltweite Industriestandard basiert auf LTE und nutzt die zugehörigen Sicherheitsmechanismen nach 3GPP. Da die Technologie speziell auf kleinere Datenmengen ausgerichtet ist, bietet sie eine besonders kosteneffiziente und zuverlässige Mobilfunk-Kommunikation.
 

Sicherheit mit Brief und Siegel

Bei der DIBt-Zulassung für SpillGuard connect handelt es sich um eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ). Mit dieser können regelungsbedürftige Bauprodukte und konstruktive Lösungen deutschlandweit in Einklang mit den Bauordnungen ver- und angewendet werden. Für den Erwerb der DIBt-Zulassung wurde das IoT-Leckage-Warnsystem umfangreichen Prüfungen unterzogen. Im Fokus standen neben Hard- und Softwaretests aufwendige Prozessnachweise insbesondere für IoT-Tauglichkeit und Medienbeständigkeit (Dämpfe und Flüssigkeiten). Neben der Bauprodukte-Zulassung (abZ) verfügt der SpillGuard connct über eine Zulassung nach ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und Funkzulassung nach RED Richtlinie 2014/53/EU.

Um den SpillGuard connect gesetzeskonform zu betreiben müssen bei Stahlwannen die Vorgaben der StawaR beachtet werden. Generell ist das Gerät gemäß der Herstellervorgaben in der Wanne zu positionieren. Danach ist eine einmalige Sicherstellung der Funkverbindung erforderlich. Die erstmalige Verbindungsprüfung erfolgt im Rahmen der Registrierung in der Web-Applikation. Eine wöchentliche Verbindungsprüfung sorgt für eine Fehlermeldung, wenn die Verbindung gestört ist.

Registrierung und initiale Konfiguration der Web-Applikation übernimmt das Denios Service Team. Sobald der Kunden-Account in der Web-Applikation aktiviert wurde, können Betreiber ihre Geräte direkt einsehen und Benachrichtigungen individuell verwalten. Der SpillGuard connect kann nach einmaliger Aktivierung in der Web-Applikation vollumfänglich genutzt werden.

Der Leckagesensor verfügt zudem über die Ex-Schutzklasse Ex II 1G Ex ia ma IIB T4 Ga und ist für Ex-Zone 0 zugelassen. Vor dem Einsatz des Gerätes in einer Ex-Zone ist vom Betreiber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu bewerten, ob und wo das Gerät eingesetzt werden darf.
 

Branchenübergreifend und in vielen Anwendungen einsetzbar

SpillGuard connect ist hersteller- und ortsunabhängig, so dass beliebige Auffangwannen und Lager damit ausgestattet werden können. Die Medienbeständigkeit ist für den Einsatz mit allen gängigen flüssigen Gefahrstoffen gegeben. Über den QR-Code am Ende dieses Beitrags ist eine Beständigkeitsliste abrufbar, die angibt, für welche Gefahrstoffe die Funktionalität des SpillGuard connect über den definierten Zeitraum von mindestens 24 Stunden nachgewiesen wurde. Für einen in der Beständigkeitsliste nicht aufgeführten Stoff kann auf Wunsch ein Labortest durchgeführt werden, der die Eignung des SpillGuard connect überprüft. Einsetzbar ist das neuartige Leckage-Warnsystem nicht nur in Lagerräumen, sondern überall dort, wo Gefahrstoff-Leckagen detektiert werden sollen, wie Pumpensümpfe, Prüfstände, Rohrleitungen, Labore, in Werkhallen oder anderen z. T. schlecht zugänglichen oder Ex-Schutzzonen.
 

Die Anschaffungskosten sind schnell amortisiert

Bereits nach ca. 5 eingesparten Arbeitsstunden haben sich die Anschaffungskosten amortisiert. Der Sicherheitsgewinn kommt noch hinzu. Mobilfunk und Cloud-Services sind für die Dauer von 5 Jahren bereits inbegriffen, denn bis zu 5 Jahre Laufzeit bietet die Batterie. Diese kann aufgrund der ATEX-Schutzvorkehrung nicht ausgetauscht werden.

Durch die aktuell erteilte Zulassung vom „Deutschen Institut für Bautechnik“ entwickelt sich das IoT-Warnsystem SpillGuard connect der Denios SE zu einem unverzichtbaren Rund-um-die-Uhr-Wächter für alle, die mit dem Thema Gefahrstofflagerung zu tun haben.

 

Weitere Informationen zur Beständigkeitsliste

 

Per NarrowBand IoT werden sicher und effizient Alarmmeldungen und das Reporting...
Per NarrowBand IoT werden sicher und effizient Alarmmeldungen und das Reporting auf die App der Nutzer weitergeleitet. © Bilder: Denios SE

 

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