14.05.2025 • News

Bundesregierung greift PMeV-Vorschläge auf

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat die Auswertung der Konsultation „Wie verhelfen wir Schlüsseltechnologien wie 5G/6G in vertikalen Industrien zum Durchbruch?“ veröffentlicht. Insgesamt gingen 34 Stellungnahmen von Netzbetreibern, Verbänden, Projekten, Wissenschaftseinrichtungen, Anwendern, Systemintegratoren und Herstellern ein, darunter auch eine des PMeV.

Beide – BMDV und PMeV – betonen die Bedeutung von 5G als Schlüsseltechnologie für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die eingereichten Thesen dienen dem BMDV als Grundlage für die weitere Diskussion und Auseinandersetzung mit kritischen Sichtweisen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem bislang unzureichenden Austausch von Erfahrungen zwischen Unternehmen, insbesondere im Mittelstand. Viele Betriebe berichten nicht öffentlich über ihre 5G-Projekte und betrachten frühe Investitionen als Wettbewerbsvorteil. Der PMeV plädiert dafür, Investitionszuschüsse an die Weitergabe von Praxiserfahrungen zu koppeln.

Kritisch wird zudem bewertet, dass Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung oft nicht praxisnah sind und für kleine und mittlere Unternehmen schwer nutzbar bleiben. Die bereits verfügbaren 5G-Leistungsmerkmale bieten jedoch erhebliche Potenziale zur Steigerung von Effizienz, Sicherheit und Flexibilität und sollten breiter kommuniziert werden, um die Nutzung insbesondere bei KMU zu fördern.   Zudem wird die Diskussion über 6G kritisch gesehen: Sie könnte Unternehmen davon abhalten, kurzfristig in 5G zu investieren. Es sollte daher sichergestellt werden, dass heutige Investitionen in 5G auch mit zukünftigen 6G-Technologien kompatibel bleiben.

Das Fazit des Ministeriums

Ob es gelingt, unterschiedliche Funktechnologien konvergent zu nutzen, wird unterschiedlich beurteilt. Im Fokus steht der Aufbau eines ausreichend großen 5G-Ökosystems – mit wirtschaftlich tragfähigen Komponenten, einer breiten Verfügbarkeit der Ausrüstung und aktivem Wissenstransfer. Die Interoperabilität von Netztechnologien und 5G-Endgeräten soll dabei gewährleistet sein. Ein solches Ökosystem würde nicht nur die vertikale Anwendung von 5G stärken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität Deutschlands und Europas leisten. Fördermaßnahmen könnten sowohl die Nachfrage als auch das Angebot an 5G-Lösungen gezielt stärken.

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