VfS fordert 20 Milliarden Euro pro Jahr aus Sondervermögen
Die Entscheidung ist gefallen: Das Grundgesetz wird geändert, um ein Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro bereitzustellen. Jörg Marks, als 1. Vorsitzender des Verbands für Sicherheitstechnik (VfS), fordert in diesem Zusammenhang, dass hiervon jährlich mindestens 20 Milliarden Euro gezielt für Industrie und Mittelstand eingesetzt werden. Insbesondere günstige KfW-Kredite und Steuererleichterungen sollen helfen, die Sicherheits- und Resilienzmaßnahmen der Unternehmen kritischer Infrastrukturen und deren wichtigste Zulieferer zu stärken.
Sicherheit und Resilienz als oberste Priorität
Mit der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie und des geplanten KRITIS-Dachgesetzes stehen Unternehmen in Deutschland vor großen Herausforderungen. Der VfS betont, dass die Industrie und der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft in diesem Prozess besonders unterstützt werden muss, um den notwendigen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.
Finanzielle Entlastung und Investitionsanreize notwendig
„Die Unternehmen brauchen gezielte finanzielle Unterstützung, um in moderne Sicherheitstechnologien, Schulungen und Infrastrukturmaßnahmen investieren zu können“, so Gerd Friedsam, Vorsitzender des Beirats des Verbands. „Mit 20 Milliarden Euro pro Jahr könnte eine nachhaltige Resilienzstrategie entwickelt werden, die Deutschland langfristig widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe und physische Bedrohungen macht.“ Der Verband fordert daher die Bundesregierung auf, klare Maßnahmen zur Unterstützung der Industrie und des Mittelstands zu ergreifen. Neben zinsgünstigen KfW-Krediten sollten gezielte Steuerentlastungen sowie direkte Förderprogramme geschaffen werden.
Deutschland braucht eine starke Sicherheitswirtschaft
Diese Investitionen sind nicht nur eine Frage der Cybersicherheit, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor. „Ohne ausreichende finanzielle Mittel riskieren wir nicht nur die Sicherheit unserer Unternehmen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Technologiestandort“, so Prof. Dr. Gause, Geschäftsführer des Verbands. Der Verband für Sicherheitstechnik ist bereit, mit Politik und Wirtschaft an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten, um Deutschland sicherer und zukunftsfähiger zu machen.