VTH: Technischer Handel nutzt RFID-Lösungen zur Prozessoptimierung

RFID-Technologie unterstützt vorhandene Abläufe, reduziert manuelle Tätigkeiten und schließt Fehlerquellen aus. Das zeigen Beispiele aus der Praxis.

VTH Piel RFID-Lösungen zur Prozessoptimierung

 

Der Technische Handel entwickelt AutoID- bzw. RFID-Lösungen, um Engpässe, Materialverschwendung und Sicherheitsrisiken in den Abläufen seiner Industriekunden abzustellen. Dadurch werden viele Prozesse optimiert. Im VTH Verband Technischer Handel e.V. untersuchen zwei Arbeitskreise RFID-Lösungen in Bezug auf ihre Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Arbeitsschutz und Schlauchleitungen sowie im Hinblick auf eine notwendige Standardisierung.

RFID (radio-frequency identification) bezeichnet eine Technologie zum berührungslosen Identifizieren mittels Radiowellen. Sie gehört damit zu den zahlreichen Methoden der automatischen Identifikation (Auto-ID). 

Das Materiallager wird zum Store

Ein Pilotprojekt hat das VTH-Mitgliedsunternehmen Piel– Die Technische Großhandlung mit der tagItron GmbH entwickelt: Im Türrahmen registriert das RFID-System (5G, WIFI, vier Antennen), welche Fertigungsartikel und Arbeitsmittel das Materiallager verlassen, und ordnet sie gleichzeitig einer Person und Kostenstelle zu. Der Mitarbeitende bleibt anonym; sein Schlüsseltransponder weist lediglich eine sechsstellige Nummer auf. Buchung und Bestellprozesse sind automatisiert, wobei Sperrlisten und Mengenbegrenzungen vorprogrammiert werden können. „Wir empfehlen die Lösung als schlanke Alternative, wenn es nicht zwingend einen Ausgabeautomaten erfordert“, sagt Dominik Wulkow, Experte für innovatives C-Teile-Management bei Piel.

RFID macht PSA und Schlauchleitungen intelligent

Ein weiteres Anwendungsbeispiel sind RFID-Tags in Persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Hier bietet RFID viele Möglichkeiten, die weit über die logistischen Vorteile hinausgehen: Wenn eine Person ihre PSA unvollständig trägt oder Bestandteile der Ausrüstung (zum Beispiel die Schuhe) für bestimmte Bereiche nicht zugelassen sind, bleibt der Person beispielsweise das entsprechende Zugangstor verschlossen. Ergänzend können Abfragen an eine externe Datenbank erfolgen. So kann geprüft werden, ob eine Person einen bestimmten Bereich – zum Beispiel aus medizinischen Gründen – betreten darf oder nicht.

Die Technik ist so leistungsfähig, dass sie in nur fünf Sekunden die komplette Ausstattung eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr erfassen und kontrollieren kann. Nach einem Einsatz ermöglicht diese Funktion sicherzustellen, dass alle Teile wieder im Fahrzeug sind. Fehlmengen lassen sich sofort identifizieren und die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit ist gezielter und schneller organisiert.

Für diese Anwendungen ist es essenziell, dass die Hersteller der verschiedenen Komponenten denselben RFID-Standard verwenden – damit das System von Sicherheitsschuhen bis Helm alle Elemente erkennen kann.

Weitere Informationen und Anwendungsbeispiele finden sich auf der VTH-Website.

Auch Schläuche, beispielsweise von Norres oder Continental, lassen sich ins...
Auch Schläuche, beispielsweise von Norres oder Continental, lassen sich ins RFID-System integrieren. Mit einer Heizpresse wird ein Schlauchtransponder aufgebracht ©VTH/Kollaxo

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