WAC-Report 2023: Was drahtlose Zutrittskontrolle heute und in Zukunft leisten muss

Für den neuen Wireless Access Control Report 2023 (WAC-Report) wurden weltweit 400 Experten aus den Bereichen Sicherheits-, Gebäude- und IT-Management befragt.

Assa Abloy WAC-Report 2023

 

Klar im Trend liegen flexible, skalierbare Technologien mit einfacher Bedienung und offenen, kompatiblen Standards für eine reibungslose Integration in andere Gebäudesysteme. Neun von zehn Befragten gaben an, dass offene Architektur und Interoperabilität entweder sehr wichtig (62%) oder eher wichtig (31%) bei der Spezifikation eines Zutrittskontrollsystems seien. Ein wichtiger Trend, der die Akzeptanz von Facility Managern gegenüber Building Management Systemen (BMS) befördert hat, ist etwa die Notwendigkeit, den Belegungsgrad in Gebäuden besser nachvollziehen zu können. Über die Daten zu den Berechtigungsnachweisen der Gebäudenutzer lassen sich Sicherheitsintegrationsplattformen, BMS-Plattformen oder Proptech-Plattformen vernetzen, um gebäudeübergreifend aktuelle Echtzeitdaten über die Anzahl von Personen in bestimmten Räumen zu erhalten, etwa zur Einhaltung von Kontaktbeschränkungen.

Unternehmen wie Assa Abloy verfügen bereits über ein umfangreiches Sortiment an fortschrittlicher, interoperabler Sicherheitstechnologie, die nahtlos in das Management intelligenter Gebäude integriert werden kann. Mithilfe flexibler Schließlösungen, wie den auf Aperio-Technologie basierenden Sicherheitssystemen, ist es bereits heute möglich, elektronische Schlösser ohne die Notwendigkeit von Verkabelung problemlos in bestehende oder neue Zutrittskontrollsysteme zu integrieren. Eine neu geschaffene Schnittstelle ermöglicht nun zudem die komfortable Verwaltung der kartenbasierten digitalen Zutrittskontrolle Scala sowie der elektronischen Schlösser und Schlüssel des eCliq-Systems in einer gemeinsamen Anwendungsoberfläche.

Cyber-Resilienz wird immer wichtiger
Auch wenn Komfort für viele Endbenutzer heute ebenso wichtig ist wie das Sicherheitsprofil, kommt man um das Thema Cybersicherheit kaum herum. Schließlich tun sich neben den zahlreichen Möglichkeiten, über das ”Internet der Dinge” komplexe Prozesse digital zu steuern, auch immer mehr Risiken auf. Cyberphysische Attacken, bei denen Angreifer Schwachstellen in der IT ausnutzen, um etwa physischen Zugang zu einem Hochsicherheitsbereich zu erhalten, nehmen zu. Ein effizientes und zweckmäßiges Zutrittskontrollsystem zu besitzen, reicht also nicht aus, sofern dessen mechanische Sicherheit nicht von adäquaten Maßnahmen zum Cyberschutz begleitet wird. Gerade bei cloudbasierten Lösungen scheiden sich die Geister. Mehr als die Hälfte (52%) der befragten Unternehmen sieht die Vorteile, die ihnen die Verwaltung ihrer Sicherheitsysteme von jedem Standort aus bietet, doch mehr als ein Viertel (28%) fürchtet die potenziellen Risiken, die mit dem Sicherheitsmanagement in der Cloud einhergehen könnten.

Das ist insofern bemerkenswert, als die Verwaltung in der Cloud eigentlich deutliche Sicherheitsvorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen bietet. Automatisierte Updates sorgen dafür, dass bauseitige Software immer auf dem neuesten Stand ist und etwaige Sicherheitslücken früh erkannt und geschlossen werden können. Assa Abloy hat die Notwendigkeit zur Implementierung eines ganzheitlichen Sicherheitsansatzes in Entwicklung, Planung und Betrieb seiner Lösungen früh erkannt und setzt konsequent auf sichere Standards nach ISO 27001. Um Nutzerdaten gegen Manipulationen und andere Bedrohungen zu sichern, werden dabei auch externe Penetrationstests von unabhängigen, rollierenden Instituten durchgeführt. Systeme erhalten regelmäßige Updates, Upgrades und Patches und für Anwender stehen spezielle Schulungsangebote zur Verfügung.

Wissenslücken beim Thema Cybersicherheit
Wie wichtig gerade auch solche Bemühungen um die Verbesserung des Wissensstandes der Nutzer sind, zeigt ein weiteres Umfrageergebnis des Berichts zur drahtlosen Zutrittskontrolle 2023. Besonders in den Abteilungen ”traditionelle” Sicherheit und Facility Management zeigt sich hierbei ein großer Nachholbedarf. Über die Hälfte (55%) der befragten Sicherheitsprofis gab etwa an, dass ihnen keine der in der EU geltenden Richtlinien und Vorschriften bekannt sei. Mit dem European Cybersecurity Act und der neuen NIS2-Richtlinie ist gerade einmal ein Viertel der Experten vertraut. Anlass zur Sorge bietet zudem, dass nur 12 Prozent der Studienteilnehmer angaben, vollständig auf die Auswirkungen der gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Cybersicherheit vorbereitet zu sein. Jeder Dritte (33%) räumt ein, dass er überhaupt nicht vorbereitet ist. Demgegenüber stehen zwei Drittel der Befragten, die die Meinung vertreten, dass ihre Wahl der Zutrittskontrollanlagen die Einhaltung der Cybersicherheitsgesetze unterstützen kann. Richard Sharp, Director, Product Line Management, Digital Access Solutions bei Assa Abloy Opening Solutions, sieht daher Branchenführer wie Assa Abloy sowie deren Kunden und Partner in der Pflicht, Unternehmen beim Schließen dieser Wissenslücke zu unterstützen.

Weitere Details zur drahtlosen Zutrittskontrolle sind im 24-seitigen Bericht zum WAC-Report 2023 verfügbar, der Fachanalysen und zusätzliche Einblicke bietet.

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