Interschutz 2026: Treffpunkt der Branche für Einsatztechnik und Bevölkerungsschutz
Die Messe "Interschutz 2026" in Hannover hat einmal mehr ihre Rolle als zentraler Treffpunkt für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz bestätigt. Zwischen Großgerät im Freigelände und dicht besuchten Hallen zeigte die Messe aktuelle Entwicklungen bei Einsatzfahrzeugen, persönlicher Schutzausrüstung, Kommunikation und Brandschutz. Gleichzeitig prägten Themen wie Digitalisierung, Klimawandel und vernetzte Gefahrenabwehr die Gespräche. Für GIT SICHERHEIT vor Ort ein kompakter Überblick über Trends, Technologien und Stimmungen der Branche.
Nur alle paar Jahre kommt die Branche in dieser Dichte zusammen – und genau das macht die Interschutz so besonders. In Hannover wirkte die Messe 2026 streckenweise weniger wie eine klassische Fachmesse, sondern viel mehr wie ein „Festival“ der Feuerwehrwelt: mit meterhohen Drehleitern im Freigelände, schwerem Gerät, dichtem Gedränge an den Ständen und vielen Gesprächen mit Herstellern, Anwendern und Partnern. Für GIT SICHERHEIT war sie vor allem eines: ein intensiver Gradmesser der Branche.
Die Interschutz 2026 fand vom 1. bis 6. Juni in Hannover unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“ statt. Nach Angaben des Veranstalters kamen 1.772 Aussteller aus 55 Ländern; die Ausstellungsfläche in neun Hallen und auf den Freigeländen lag bei mehr als 120.000 Quadratmetern. Damit war 2026 die bislang größte Interschutz .
Unsere Stationen vor Ort
Einen starken Eindruck hinterließ bei uns unter anderem Rosenbauer International mit schwerem Einsatzgerät. Im Bereich persönliche Schutzausrüstung sprachen wir mit Anbietern und schauten uns Lösungen vom Helm bis zum Stiefel an: darunter Schuberth, MSA und Dräger mit Feuerwehrhelmen und Pressluftatmern sowie Atlas und Elten bei den Einsatzschuhen. Im Fokus standen außerdem Schutzkleidung und Spezialanwendungen, etwa bei Uvex und HB Protective Wear – von Höhenrettung und Absturzsicherung über Jugendfeuerwehr bis hin zur Vegetations- und Waldbrandbekämpfung.
Weitere Gespräche von der Notfallkommunikation, über Sirenentechnik für Zivil- und Katastrophenschutz, Gasdetektion, bis hin zu Pumpsystemen und E-Bulbs für Sprinkleranlagen führten wir u. a. mit Imerys, Pei Tel, Hörmann, Munk, Gloria, DESU Systems, der Job-Gruppe, Armstrong sowie Johnson Controls.
Die Themen der Messe
Inhaltlich zeigte die Interschutz, wie breit sich Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz inzwischen aufstellen. Offiziell setzte die Messe 2026 Schwerpunkte bei Klimawandel, Nachhaltigkeit, Künstlicher Intelligenz sowie der „Zeitenwende im Bevölkerungsschutz“. Dazu passte auch das Rahmenprogramm mit Foren, Wettbewerben, Live-Demonstrationen und Sonderflächen wie dem Smart Public Safety Hub oder dem mobilen Krankenhaus des DRK.
Auffällig war dabei insbesondere die zunehmende Verzahnung von klassischer Einsatztechnik mit digitalen Lösungen. Themen wie vernetzte Einsatzführung, Echtzeit-Datenverfügbarkeit oder simulationsgestützte Trainingsformate waren an vielen Ständen präsent. Gleichzeitig blieb die Messe fest in der Praxis verankert: Viele Innovationen zielten weniger auf spektakuläre Einzellösungen als auf konkrete Verbesserungen im Einsatzalltag – von Ergonomie über Robustheit bis hin zu effizienteren Abläufen unter realen Bedingungen.
Ausblick auf 2030
Die Interschutz bleibt damit mehr als eine Produktschau: Sie ist Marktplatz, Stimmungsbarometer und Treffpunkt der Community zugleich. Und weil diese Messe eben nicht jedes Jahr stattfindet, bleibt ihr Ausnahmecharakter erhalten. Der Blick geht schon jetzt auf die nächste Ausgabe: Die Interschutz 2030 in Hannover ist bereits angekündigt - und aufs nächstes Heft der GIT SICHERHEIT: mit etlichen Highlights der Messe.















