ZVEI: „Bundesregierung darf beim Schutz der Stromnetze keine Zeit mehr verlieren!“
Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, kommentiert die jüngsten Vorfälle an Umspannwerken in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.
„Angriffe auf kritische Infrastrukturen sind immer auch Angriffe auf unsere Versorgungssicherheit und damit das Funktionieren unseres Landes. Zwei Anschlagsversuche auf Umspannwerke in Deutschland innerhalb weniger Stunden sind Warnsignale, die niemand mehr überhören darf. Deutschland darf beim physischen Schutz kritischer Anlagen keine wertvolle Zeit mehr verlieren.“
„Die Politik muss jetzt unverzüglich handeln: Bundesinnenministerium und Länder müssen das KRITIS-Dachgesetz so schnell wie möglich mit Rechtsverordnungen umsetzen. Weitere Verzögerungen kann sich Deutschland nicht leisten. Die Betreiber kritischer Anlagen müssen auf dieser Basis verlässlich planen und wirksam investieren können. Dabei müssen Maßnahmen zur physischen Resilienz konsequent am Stand der Technik und an bestehenden Normen ausgerichtet sein.“
„Sicherheit kostet zwar zunächst Geld, es rechnet sich aber leider im Vergleich zu Ausfällen und Reparaturen. Die vom Bundeswirtschaftsministerium ins Spiel gebrachte Idee eines Resilienz-Fonds ist daher ein guter erster Aufschlag. Wenn Betreiber kritischer Infrastrukturen ihre Anlagen schnell und wirksam besser schützen sollen, brauchen sie dafür heute mehr denn je verlässliche Unterstützung.
Moderne elektronische Sicherheitstechnik – von Zutrittskontroll- über Video- und Einbruchmelde- bis hin zu Perimetersystemen – ist ein zentraler Bestandteil physischer Resilienz. Ein solcher Fonds könnte helfen, notwendige Resilienzmaßnahmen schneller umzusetzen und die Versorgungssicherheit in Deutschland spürbar zu stärken.“
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